Path: senator-bedfellow.mit.edu!dreaderd!not-for-mail
Message-ID: <de/comm/datentausch/minifaq_1008710844@rtfm.mit.edu>
Supersedes: <de/comm/datentausch/minifaq_1005997482@rtfm.mit.edu>
Expires: 31 Jan 2002 21:27:24 GMT
X-Last-Updated: 2001/12/17
From: Oliver Ding <die_socke@gmx.de>
Newsgroups: de.alt.comm.datentausch-dienste,de.answers,news.answers
Subject: <2001-12-16> Datentausch-Dienste-Mini-FAQ
Summary: This FAQ describes various file sharing clients and common
 problems with peer-to-peer networks and file sharing clients using
 these. It's in German, like the newsgroup it is aimed at.
Approved: news-answers-request@MIT.EDU
X-Disclaimer: Approval for *.answers is based on form, not content.
Reply-To: Oliver Ding <faq-reply@sockenseite.de>
Followup-To: poster
Organization: Die Sockenseite
Mime-Version: 1.0
Content-Type: text/plain;
 charset="iso-8859-1"
Content-Transfer-Encoding: 8bit
Mail-Copies-To: nobody
Originator: faqserv@penguin-lust.MIT.EDU
Date: 18 Dec 2001 21:32:43 GMT
Lines: 662
NNTP-Posting-Host: penguin-lust.mit.edu
X-Trace: 1008711163 senator-bedfellow.mit.edu 3934 18.181.0.29
Xref: senator-bedfellow.mit.edu de.alt.comm.datentausch-dienste:2255 de.answers:6435 news.answers:221383

Archive-Name: de/comm/datentausch/minifaq
Last-modified: 2001-12-16
Version: 1.4
Posting-frequency: monthly
URL: http://www.sockenseite.de/datentausch-minifaq.html
URL: http://www.sockenseite.de/datentausch-minifaq.txt

Datentausch-Dienste-Mini-FAQ
============================

Eine kurze Einführung in das Filesharing und die Newsgroup
de.alt.comm.datentausch-dienste.

Stand: 16. Dezember 2001
Autor: Oliver Ding

Inhalt:
~~~~~~~

1. Worum geht's?

2. Filesharing - Was ist das?

3. Ein kurzer Überblick (*)
3.1 OpenNap
3.1.1 Beschreibung
3.1.2 Clients
      - Napster
      - Napigator
      - WinMX
      - Lopster

3.2 Gnutella
3.2.1 Beschreibung
3.2.2 Clients
      - Bearshare
      - Limewire
      - Gnucleus
      - Gtk-Gnutella

3.3 FastTrack
3.3.1 Beschreibung (NEU)
3.3.2 Clients
      - Morpheus
      - KaZaA
      - Grokster
      - giFT

3.4 Audiogalaxy
3.4.1 Beschreibung
3.4.2 Clients
    - Satellite (*)
    - Sonstige AG-Clients

3.5 Freenet Project
3.5.1 Beschreibung

3.6 eDonkey
3.6.1 Beschreibung (NEU)
3.6.2 Clients
      - eDonkey (NEU)

4. Häufig gestellte Fragen
4.1 Wo finde ich die meisten deutschen Filme? (NEU)

5. Weitere Links
5.1 Weiterführende Ressourcen
5.2 Kritische Auseinandersetzung

6. Sonstiges (NEU)

Hauptteil:
~~~~~~~~~~

1. Worum geht's?

   de.alt.comm.datentausch-dienste ist eine deutschsprachige Newsgroup,
   die sich mit Datentausch- und Filesharing-Diensten beschäftigt. Es
   geht hier also nicht ums Tauschen von Daten, sondern um Dienste, mit
   denen man Daten tauschen kann. Ein kleiner, feiner Unterschied. :-)

   In der Charta finden wir folgende Beschreibung des Gruppenthemas:

   | Diese Gruppe dient Diskussionen rund um Dienste, die direkte
   | und/oder vermittelte Peer-to-peer-Netzwerke zum Zwecke des
   | Datentauschs bzw. Filesharings nutzen. Thematisiert werden hierbei
   | aktuelle und künftige Entwicklungen, Hilfestellungen zur
   | verwendeten Software sowie alternative Anwendungen dieses
   | Bereiches. Auch technische Probleme, soweit sie die
   | Filesharing-Problematik direkt betreffen, werden hier diskutiert.
   |
   | Nicht Thema der Gruppe ist die Suche nach Musik-, Grafik-, Video-
   | oder anderen Dateien, die mit der Filesharing-Software getauscht
   | werden könnten. Dafür ist die jeweilige Software zu verwenden,
   | nicht das Usenet.

2. Filesharing - Was ist das?

   Das Grundprinzip ist simpel, aber effektiv: jeder Nutzer stellt Files
   auf seiner eigenen Festplatte zur Verfügung, wenn er/sie sich einloggt.
   Im Gegenzug gewinnt man Zugriff auf alle Dateien, die die anderen
   momentan eingeloggten User anbieten. Dieses Prinzip wurde zunächst von
   Napster eingeführt, bald aber von einigen weiteren Programmen
   übernommen, und erreichte ungeahnte Popularität. Man sprach sogar von
   einer "Filesharing-Revolution".

   Im Gegensatz zu diversen Web- oder FTP-Servern, die MP3- oder andere
   Dateien anbieten, haben Filesharing-Clients eine zumeist bequeme
   Oberfläche. Ihre Popularität rührt nicht zuletzt daher, daß sie ein
   stets erreichbares Archiv ohne tote Links bieten.

   Nachdem die Versuche der Plattenindustrie, den Vorreiter Napster
   abzuschalten, zum Aufkauf durch Bertelsmann und einer Umwandlung in
   ein kommerzielles System, das Datentausch auf Basis eines Abonnements
   ermöglicht, führten und die Tauschplattform Scour gar von Microsoft
   geschluckt wurde, bleibt die zukünftige Entwicklung spannend. Das
   Prinzip des Filesharings jedenfalls scheint sich trotz diverser
   Rück- und Nackenschläge nicht mehr aufhalten zu lassen.

3. Ein kurzer Überblick

   Es gibt neben verschiedener Software auch eine Reihe verschiedene
   Protokolle für Netzwerke in denen durch eine direkte oder eine
   vermittelte Peer-to-peer-Verbindung Daten "geteilt" werden. Einen
   groben Eindruck dieser grundlegenden Funktionsweise kann man sich auf
   <http://www.audiofire.de/audiofire/infoworld/dateien/p2p.html>
   verschaffen.

   <http://www.afternapster.com/> bietet einen umfassenden Überblick über
   die populärsten Clients. Das volle Programm, also Clients, Server und
   weitere Tools zum Tausch von Dateien auf einen Blick, findet sich bei
   <http://www.therecordindustry.com/record-filesharinglisting.htm>. Ein
   ausführlicher Vergleich beliebter Filesharing-Clients ist zudem unter
   <http://www.infoanarchy.org/?op=displaystory;sid=2001/9/16/34639/2874>
   zu finden.

   Im Folgenden soll nun ein Überblick über verschiedene Netze und
   Clients, die auf diese Netze zugreifen können, gegeben werden.

3.1 OpenNap

3.1.1 Beschreibung

      Der Datentausch erfolgt nach dem OpenNap-Protokoll über einen
      zentralen Server, zu dem die Nutzer eine Verbindung herstellen
      und zu dem sie die Daten ihrer zu tauschenden Files übermitteln.
      Kommt nun eine Anfrage von einem anderen über diesen Server
      eingewählten Nutzer, vermittelt der Zentralserver eine Verbindung
      zwischen den beiden Rechnern und erlaubt so den Datentausch. Eine
      Direktverbindung zwischen den beiden beteiligten Rechnern kommt
      hier aber nicht zustande, weswegen man auch von vermittelten
      Peer-to-Peer-Verbindungen spricht.

      Eine Spezifikation des OpenNap-Protokolls findet sich übrigens
      unter <http://opennap.sourceforge.net/manual.html>.

      Die OpenNap-Server sind oftmals zu Netzen wie der ehemaligen Napster
      Music Community zusammengeschlossen, die untereinander die Daten
      ihrer Nutzer austauschen und so quervermitteln können. Listen
      solcher OpenNap-Netze und der jeweils aktiven Rechner sind unter
      <http://www.napigator.com/list.php> zu finden. Mit der Software
      von Napigator (siehe unten) kann zudem eine entsprechende Liste
      zum Import in andere Clients erstellt werden.

3.2.2 Clients

      Wegen der großen Zahl von Clients, die während des Booms von
      Napster aus dem Boden schossen, kann diese Liste keinen Anspruch
      auf Vollständigkeit erheben. Eine Übersicht über ausgewählte
      Clients bietet <http://opennap.sourceforge.net/#clients>.

      Napster
      -------

      Napster war Vorreiter der Entwicklung und sorgte mit seiner
      Funktionsweise für einen ähnlichen Aufruht in der Musikbranche
      wie einige Zeit zuvor der MP3-Player WinAmp. Neben begeisterten
      Fans (Napster sprach zu Spitzenzeiten von über 30 Millionen
      registrierten Nutzern) gab es auch erbitterte Feinde, die das
      Unternehmen Napster mit Gerichtsprozessen überzogen.

      Die umstritten Rechtslage führte schließlich dazu, daß der
      Bertelsmann-Konzern Napster aufkaufte, die Software in ein
      kommerziell nutzbares Modell umzuwandeln, dessen Einführung
      für den Juli 2001 angekündigt war.

      Neben den eigenen (englischsprachigen) Einführungen, die unter der
      Adresse <http://www.napster.com/help/> erreichbar sind, gibt es
      einige weitere gelungene Einführungen in die Funktionsweise
      des Programms, welche unter <http://www.mpex.net/info/napster/> oder
      <http://www.zdnet.de/musik/artikel/mp3/200005/napster02_00-wc.html>
      zu finden sind. Außerdem finden sich weitere englischsprachige FAQs
      unter <http://www.aeternus.tmfweb.nl/napfaq/> und
      <http://napster.cjb.net/>.

      Zum Nutzen des Napster-Netzwerks ist der entsprechende Client
      notwendig, den es in aktuellen Versionen für Windows und Mac
      unter <http://www.napster.com/download/> gibt. Ältere Versionen
      sollten unter http://www.nappster.net/ zu finden sein.

      Zudem existiert mit alt.music.mp3.napster auch eine eigene, wenn
      auch englischsprachige Newsgroup zu dieser Tauschplattform. Diese
      Gruppe dient allerdings nicht der Suche nach Songs, sondern der
      Diskussion der Software.

      Napigator
      ---------

      Eine Plattform, die sich die Funktionsweise von Napster zu Nutzen
      gemacht hat, ist Napigator. Das unter <http://www.napigator.com/>
      erhältliche Programm setzt auf Napster auf, listet aber statt der
      Napster-Server verschiedene Netzwerke auf, die nach dem OpenNap-
      Protokoll funktionieren, und statt der Server von Napster in die
      Software eingebunden werden können. Eine Anleitung findet sich unter
      <http://www.zdnet.de/musik/artikel/mp3/200008/napigator_00-wc.html>.

      WinMX:
      ------

      Während man mit Napster und dem Napigator jeweils nur einen
      Server bzw. ein Netzwerk ansteuern kann, geht das unter
      <http://www.winmx.com/> erhältliche WinMX einen anderen Weg. Die
      Software greift nämlich parallel auf gleich mehrere verschiedene
      Netze zu, um so die Suchmöglichkeiten zu vergrößern.

      Die Oberfläche von WinMX ist mit der von Napster vergleichbar,
      bietet aber neben erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten auch
      die Möglichkeit für mehrere parallele Fenster zu Suche. Zudem
      unterstützt WinMX die Wiederaufnahme von abgebrochenen oder
      fehlgeschlagenen Downloads. Zusätzlich kann mittels WinMX nach
      beliebigen Arten von Files gesucht werden, so daß man nicht auf
      MP3-Dateien limitiert ist.

      Nachdem frühe Versionen als Server-Leeches verschrien waren,
      weil man sich automatisch bei Dutzenden von Server gleichzeitig
      anmeldete und so oftmals für eine Überlastung dieser Server
      sorgte, wurde in jüngeren Versionen das Server-Management deutlich
      verbessert. Nun können die einzelnen Netzwerke anhand ihrer
      Kapazität unterschieden werden, um auf diese Weise kleinere Server
      zu entlasten.

      Gleichzeitig bietet WinMX aber seit V2.5 Zugriff auf ein Netzwerk,
      welches nach einem eigenen Peer-To-Peer-Protokoll, dem WinMX Peer
      Networking Protocol, funktioniert und als eigene Alternative zu
      OpenNap etabliert werden soll.

      Mit alt.music.mp3.winmx steht seit einer Weile auch für WinMX
      eine eigene, englischsprachige Newsgroup zur Verfügung. Weitere
      Hilfe findet sich unter <http://homepage.ntlworld.com/d-morris/>
      in der "Unofficial WinMX-FAQ".

      Unter <http://www.trippynet.f2s.com/downloads.html> erhält man
      übrigens speziell angepaßte Serverlisten zur Verwendung in WinMX.

      Lopster
      -------

      Nachdem oben vornehmlich die Windows-Fraktion bedient wurde, soll
      auch ein Blick auf einen populären Napster-Clone für Linux geworfen
      werden. Lopster, <http://lopster.sourceforge.net/>, ist ein freier
      Client für OpenNap-Netzwerke, der in C und gtk+ geschrieben wurde.
      Die Software verbindet sich zwar gleichzeitig nur mit einem Server,
      den man sich z.B. aus der Liste von Napigator heraussuchen kann,
      entschädigt aber dafür durch seine vielen zusätzlichen Funktionen.

      So verfügt Lopster z.B. über eine ausführliche Statistik (Traffic,
      Upload-Liste etc.), einen komfortablen Bandbreiten-Manager, der für
      jeden User einzeln einstellbar ist und ein raffiniertes Resuming,
      bei dem sich bei Übertragungsfehlern das bisherige Ende eines Files
      kürzen läßt. Desweiteren unterstützt Lopster DCC (Direct Data
      Transfer), ausführliche Logfiles, die direkte Verwaltung von
      MIME-Typen und dadurch eine Vielzahl verschiedener Dateitypen.

3.2 Gnutella

3.2.1 Beschreibung

      Gnutella funktioniert ohne zentralen Server. Jeder Rechner, auf
      dem das Programm läuft, sucht sich ein paar benachbarte
      Computer (sogenannte Friends), die wiederum mit weiteren Rechnern
      verbunden sind. Dadurch entsteht ein Netzwerk, durch das die
      Suchanfragen geschickt werden können.

      Die meisten sogenannten Gnutella-Nodes sind nicht permanent im
      Internet und müssen sich bei erneuten Einwahl erst wieder
      Anschluss an ein Gnutella-Netzwerk suchen. Dies gelingt gerade
      Anfängern beim originalen Gnutella nicht immer auf Anhieb, weshalb
      sie sich danach anderen Systemen zuwenden. Um diesen Vorgang zu
      vereinfachen, gibt es sogenannte Hostscaches, die sich unter
      router.limewire.com, gnutellahosts.com oder gnutella.hostscache.com
      befinden, und es heutzutage leicht machen, Anschluß zu finden.

      Das originale Gnutella <http://www.gnutella.co.uk/> von Nullsoft
      ist leider niemals über das Beta-Stadium hinausgekommen. Die
      letzte Version ist die 0.50a, absolut unfertig und deswegen auch
      nicht zu empfehlen.

      Weil Nullsoft die Weiterentwicklung aufgegeben hat, die Gnutella
      zugrundeliegende Idee aber so gut war, wurden alsbald andere
      Programme entwickelt, die auf dem gleichen Protokoll (vgl.
      <http://www.clip2.com/GnutellaProtocol04.pdf>) fußen. Auf diese
      Programme soll genauer eingangen werden:

3.2.2 Clients

      Die Clients Bearshare und Limewire sind die zur Zeit am weitesten
      verbreiteten Programme zum Zugriff auf das Gnutella-Netz. Zwischen
      Anhängern der einen oder der anderen Software finden in der
      Newsgroup alt.gnutella regelmäßig heilige Kriege statt. Eine
      Übersicht auch über andere ausgewählte Clients bekommt man unter
      <http://www.gnutelliums.com/>.

      Limewire:
      ---------

      Das mittlerweile der GNU-Lizenz unterliegende Limewire ist dank
      einer Programmierung in Java auf allen gängigen Plattformen
      lauffähig. Es lässt sich intuitiv bedienen und läuft dabei sehr
      stabil. Die Java-Programmierung, die es auf so vielen Systemen
      funktionsfähig macht, benötigt allerdings auch viel Rechenzeit und
      so kann Limewire auf alten Computern sehr träge sein.

      Weiterführende Informationen zu Limewire gibt es unter
      <http://www.limewire.org/>. Dort findet man auch eine etwas
      ausführlichere Beschreibung: <http://www.limewire.org/whatis.htm>.
      Unter <http://www.sabon.org/limewire/> gibt es auch einen Einblick
      mit weiterführenden Links in deutscher Sprache.

      BearShare:
      ----------

      BearShare kommt im üblichen Windows-Look-and-Feel, man findet
      sich dort also direkt zurecht. Es läuft stabil, ist leicht zu
      bedienen und belastet die CPU nicht so sehr wie Limewire.
      Der Haken ist allerdings, dass BearShare den User mit ständigen
      Werbeeinblenungen auf die Probe stellt und zu allem Überfluß
      noch sogenannte 'Spyware' mitbringt. In den aktuellen Versionen
      wird man wenigstens vor die Wahl gestellt, ob man diese denn
      installieren möchte. Diese Software gibt es unter
      <http://www.bearshare.com/>.

      Gnuleus:
      --------

      Gnucleus, <http://www.gnucleus.org/>, ist ein Open-Source-Projekt.
      Mit einer Oberfläche à la Xnews oder Pmail ist es vom äußeren
      Erscheinungsbild nicht besonders ansprechend, verfügt aber über
      weitreichende Konfigurationsmöglichkeiten und besitzt zudem einen
      integrierten IRC-Chat. Wer sich aber vom ersten Eindruck nicht
      täuschen läßt, kann in Gnucleus eine potente Software finden.

      Gtk-Gnutella:
      -------------

      Diese unter <http://gtk-gnutella.sourceforge.net/> erhältliche
      Linux-Variante von Gnutella, welche momentan noch fast genauso
      aussieht wie die Originalversion von <http://www.gnutella.co.uk/>,
      kann einige zusätzliche Funktionen anbieten. Nach einer längeren
      Pause wird auch wieder fleißig am Code gearbeitet. Selbst die wie
      beim Vorbild etwas angestaubte GUI ist in Arbeit. Alles in allem
      GTK-Gnutella ein guter Clon, der wenig Resourcen verbraucht.

3.3 FastTrack

3.3.1 Beschreibung

      Die Server von MusicCity gehörten einst zu den beliebtesten unter
      den auf das OpenNap-Protokoll aufsetzenden Servern. Vor einer wurden
      die dortigen Server auf eine neue Technologie umgestellt, die von
      der Firma FastTrack, <http://www.fasttrack.nu/>, lizensiert wurde.
      Diese Technologie, der FastTrack P2P Stack, wurde zunächst in
      FastTracks eigenem Client, dem KaZaA Media Desktop eingesetzt, kommt
      aber nun auch z.B. bei Morpheus zum Einsatz.

      Bei KaZaA, <http://www.kazaa.com/>, ist allerdings im Gegensatz zu
      Musiccity, <http://www.musiccity.com/>, der Zugriff nicht
      ausschließlich über die Nutzung des Clients möglich. Beide Clients
      bieten allerdings einen gegenseitigen Zugriff, der durch die
      identische Grundlage beider Netze begründet ist. Mittlerweile
      tauchen auch weitere Clients auf, die auf dieses derzeit populärste
      Netz zugreifen können.

      Der große Vorteil, den die zugrundeliegende Technik bietet, ist die
      Möglichkeit, einen Download parallel von mehreren Nutzern
      gleichzeitig durchzuführen, wobei stets unterschiedliche Teile der
      Datei heruntergeladen werden. Dies erhöht gerade bei niedrigen
      Downloadraten durch die Möglichkeit der Kombination die
      Geschwindigkeit des Herunterladens mitunter enorm.

      Weiterführende Informationen zu FastTrack und den Clients sind unter
      <http://berg.heim.at/anden/420454/pages/faq_fasttrack.htm> zu finden.

3.3.2 Clients

      Morpheus
      --------

      Morpheus fußt auf der Technologie von FastTrack und ist eine Art
      Frontend für den Internet Explorer, was bedeutet, daß die Software
      - wie auch viele Clients für das OpenNap-Protokoll - ohne den IE
      nicht lauffähig ist. Ein Download dieser Software ist über
      <http://www.musiccity.com/> möglich. Die Supportseiten befinden
      sich unter <http://www.musiccity.com/help_fl.html>.

      Morpheus kann nach vielfältigen Suchkriterien (wie Titel, Album,
      Auflösung, Größe, Bandbreite) suchen und ist dabei nicht auf
      eine bestimmte Art von Datei festgelegt. Die umfangreichen
      Ergebnisse der Suche werden dabei mehr oder weniger übersichtlich
      dargestellt, wobei mehrfach auftretende Dateien zusammengefaßt
      werden. Solche Dateien werden dann auch zur Maximierung der
      Downloadrate von den zur Verfügung stehenden Servern gleichzeitig
      gezogen. Um dies zu ermöglichen, beherrscht Morpheus auch das
      Wiederaufnehmen von abgebrochenen Downloads.

      Eine vertiefende englischsprachige Einführung ist bei unter
      <http://www.openp2p.com/pub/a/p2p/2001/07/02/morpheus.html> zu
      finden.

      KaZaA
      -----

      Der KaZaA Media Desktop, welcher einige Monate vor dem sehr ähnlich
      funktionierenden Morpheus das Licht der Öffentlichkeit erblickte,
      benutzt die gleiche Technologie wie seine "Schwester"-Applikation.

      Die beidseitige Sichtbarkeit von KaZaA- und Morpheus-Nutzern und
      die fast identische Bedienung und Funktion läßt diese Software auch
      für Fans von Morpheus interessant erscheinen. Zudem gibt es KaZaA
      auch bereits in einer deutschsprachigen Version. Leider ist auch
      hier die Verwendung von Microsofts Internet Explorer Voraussetzung
      für das Funktionieren des Clients, den man unter
      <http://www.kazaa.com/index.php?page=download> erhalten kann. Dort
      gibt mittlerweile auch einen Linux-Client, welcher aber vorerst nur
      in einer Alpha-Version erhältlich ist.

      Unter <http://www.kazaa.com/index.php?page=help> befindet sich eine
      englischsprachige FAQ zu KaZaA. KaZaA hat auch ein deutschsprachiges
      Diskussionsforum, <http://www.kazaa.com/forum/list.php?f=16>, im
      Angebot.

      Grokster
      --------

      Grokster, <http://www.grokster.com/>, ist eine weiter Client, der
      sich die FastTrack-Technologie zu Nutzen macht. Wie Morpheus und
      KaZaA läuft die Software als Frontend für den Internet Explorer,
      auch wenn angeblich künftig auch Versionen für Mac und Linux geplant
      sind.

      Unter <http://www.grokster.com/cgi-bin/dcforum/dcboard.cgi> ist ein
      Supportforum zu finden, während die FAQ zu Grokster unter
      <http://www.grokster.com/helpfaq.html> gefunden werden kann.

      giFT
      ----

      Auch in der Linux-Welt gibt es eine Implementation des FastTrack-
      Netzes. giFT, <http://gift.sourceforge.net/>, unterliegt der GPL
      und ist eine reinrassige Open-Source-Entwicklung. Deren Status kann
      man sich unter <http://sourceforge.net/projects/gift> anschauen. Der
      Name giFT ist, wie in GPL-Kreisen üblich, ein rekursives Akronym und
      steht für "gift isn't Fast Track".

      Durch eine Veränderung am Zugangsprotokoll des FastTrack-Netzes
      wurde giFT kürzlich "ausgesperrt". Wie die Entwicklung weitergehen
      wird, muß die Zukunft zeigen.

3.4 Audiogalaxy

3.4.2 Clients

      Bei Audiogalaxy, <http://www.audiogalaxy.com/>, sind die Suche bzw.
      die Auswahl und der eigentliche Dateitransfer strikt voneinander
      getrennt. Die Auswahl der MP3-Dateien erfolgt per Webbrowser auf
      den Servern von Audiogalaxy, wobei Auswahl und Download nicht
      einmal auf dem gleichen Rechner stattfinden müssen.

      Satellite
      ---------

      Da bei Audiogalaxy (wie oben erwähnt) Auswahl und Transfer
      voneinander getrennt sind, ist der Client zum Herunterladen, der
      auf den Namen Satellite hört, äußerst schlank.  Ein weiterer
      Vorteil von Audiogalaxy ist, daß auf dem Server nicht nur die
      Dateien aufgelistet sind, deren Anbieter gerade online sind. Wird
      eine Datei ausgewählt, deren Nutzer derzeit offline ist, so lädt
      der Satellite sie automatisch herunter, sobald sie verfügbar ist.

      Der Client beherrscht dabei Resume und führt dieses auch von
      anderen Anbietern einer Datei selbständig durch, wenn diese mit
      der des ursprünglichen Anbieters identisch ist. Das automatische
      Download-Management erscheint auf der einen Seite positiv, weil
      man sich Arbeit erspart. Auf der anderen Seite aber mag es manchem
      nicht so symphatisch sein, weil man wirklich keinerlei Kontrolle
      über den Download hat. Der Satellite steuert alles selbst und läßt
      sich nicht dreinreden.

      Zum Satellite, den es übrigens in Versionen für Linux und Windows
      gibt, findet man unter <http://www.audiogalaxyfaq.n3.net/> eine
      hilfreiche FAQ. Die deutschsprachige Übersetzung der FAQ kann man
      bei <http://members.tripod.de/audiogalaxy2/> finden, während es bei
      <http://www.pennywize.de/phpBB/> mehrere deutschsprachige
      Diskussionsforen zu entdecken gibt.

      Sonstige AG-Clients
      -------------------

      Neben dem Satellite gibt es weitere Clients für Audiogalaxy, wo
      zum einen Dopeflish, <http://www.dopeflish.com/>, und zum anderen
      AGStreme, <http://www.ractive.ch/gpl/AGStreme.html>, welches ein
      Open-Source-Projekt ist, zu nennen wären.

3.5 Freenet Project

3.5.1 Beschreibung

      Freenet basiert auf gleichberechtigten Knoten, die Informationen
      speichern und auf Anforderung unentgeltlich weitergeben. Das Ziel
      von Freenet ist völlige Abschaffung von Urheberrechten: freier
      Zugang zu allen Daten im WEB für JEDEN, also die Kontrolle und
      Zensur im Internet zu verhindern. Ein Vorhaben, das totale
      Anonymität und das Ende des Copyright zum Ziel hat. Weitere Infos
      zu Freenet unter <http://www.freenetproject.org/> hält die Website
      des Projekts bereit.

      Freenet-Client/Server ist bei Freenet eins. Jeder User ist ein
      Node im Freenet. Der Zugriff auf Dateien erfolgt über Keys. Jede
      Datei, die in das Freenet eingebracht wird hat, einen eigenen Key.
      Je nach Nachfrage ist die Datei auf mehr oder weniger Servern zu
      finden. Durch diese Struktur ist es unmöglich nachzuvollziehen,
      woher eine Datei kommt und wer sie ins Netz gestellt hat.

      Eine kurze Erläuterung findet sich auf der Homepage von Jürgen
      Brauer: <http://home.t-online.de/home/juergen.brauer/freenet.htm>.
      Es existiert auch eine Mailingliste zu diesem Projekt, welche eine
      unter <http://groups.yahoo.com/group/freenet-anfaenger/> erreichbare
      Homepage hat. Diese wendet sich, wie der Name schon verrät, speziell
      an Anfänger und Neulinge im Umgang mit Freenet.

3.6 eDonkey

3.6.1 Beschreibung

      eDonkey2000, <http://www.edonkey2000.com/>, kommt wie Gnutella ohne
      zentralen Server aus und basiert auf dem Multisource File Transfer
      Protocol (MFTP). Jeder Teilnehmer kann dabei seinen Rechner (je nach
      Bandbreite und Hardware) nebenbei als Server laufen lassen, wovon
      das eDonkey-Netzwerk letztlich auch lebt. Informationen zum
      Betreiben eines solchen Servers finden sich unter
      <http://edonkey.bei.t-online.de/edonkey/Serverbeschreibung.html> und
      <http://esel2k.org/index.php?show=server>.

      Teile der Homepage wurden bereits ins Deutsche übersetzt, so daß man
      unter <http://www.esel2k.org/> bereits einige sehr hilfreiche
      Hinweise finden kann. Dort findet sich auch eine erläuternde
      Beschreibung des Grundprinzips des eDonkey-Netzwerks. Diese ist
      unter <http://www.esel2k.org/index.php?show=funktionsweise> zu
      finden.

      Aktuelle Server bietet <http://217.162.88.132/pl/serverlist.pl> an.
      <http://edonkey.bei.t-online.de/edonkey/faq/faq_struktur.htm#02>
      beleuchtet dazu nähere Hintergründe.

3.6.2 Clients

      eDonkey
      -------

      Die Software selber, welche für Linux, Mac und Windows erhältlich
      ist, steht unter unter <http://www.edonkey2000.com/downloads.html>
      zum Download bereit. Dabei ist zu beachten, daß die Mac-Version nur
      als Client eingesetzt werden kann. Eine Version für FreeBSD ist
      übrigens in Arbeit.

      Vor der Installation und vor allen Dingen vor der Konfiguration
      empfiehlt es sich, einen Blick in die deutschsprachige FAQ unter
      <http://www.esel2k.org/index.php?show=faq> und besonders die
      deutschsprachigen Foren unter <http://j-e-b.net/GEDC.html>,
      <http://www.esel-forum.f2s.com/phpB/index.php> und
      <http://www.f25.parsimony.net/forum63199/> zu werfen.

      Der Client funktioniert wie folgt: Suchanfragen (entweder nach
      Kategorie: "audio", "video", "programs" etc. oder direkt nach
      "format" und "filesize" gestellt) können über den aktuellen Server,
      an dem man gerade angemeldet ist, hinaus auf das gesamte Netzwerk
      ausgeweitet werden. Einschränkungen auf bestimmte Formate gibt es
      dabei keine.

      Die Daten können wie bei den FastTrack-Clients von mehreren
      Quellen gleichzeitig geladen werden, wobei während des Downloads
      automatisch auf allen Servern nach weiteren Ressourcen gesucht wird.
      Automatisches Resuming und Messaging sind ebenfalls integriert.

4. Häufig gestellte Fragen

4.1 Wo finde ich die meisten deutschen Filme?

      Einen allgemeinen Tip hierzu kann es kaum geben, da sämtliche
      Filesharing-Netze international verbreitet und eben auch
      dementsprechend bestückt sind. Hier sollte es helfen, mehrere
      Dienste parallel zu nutzen und nach den gewünschten Angeboten
      abzusuchen.

5. Links

5.1   Weiterführende Ressourcen

      http://opennap.sourceforge.net/
      http://www.afternapster.com/
      http://www.ultimateresourcesite.com/napster/main.htm
      http://www.ultimateresourcesite.com/gnutella/main.htm
      http://www.9ug.com/members/alkizz/downloads.html
      http://www.bluewhale-studios.com/opennap/
      http://www.openp2p.com/
      http://www.zeropaid.com/
      http://www.naphoria.com/
      http://www.gnutellanews.com/
      http://dss.clip2.com/


5.2   Kritische Auseinandersetzung

      http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/7008/1.html
      http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/4857/1.html
      http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/musik/7173/1.html
      http://www.tonspion.de/newsartikel.php3?id=154
      http://www.riaa.com/Napster.cfm
      http://www.infoanarchy.org/?op=special&page=mission
      http://www.exocortex.org/p2p/index.html
      http://www.nettime.org/nettime.w3archive/200007/msg00049.html
      http://www.theatlantic.com/issues/2000/09/mann.htm
      http://www.digmedia.org/webcasting/webcasters_study.html
      http://www.senate.gov/~hatch/press263.html

6. Sonstiges

   Für die Mithilfe in Form von Korrekturen, Hinweisen, Anregungen und
   sonstigen Ratschlägen geht ein Dankeschön an:

   - Gerrit P. Haase <gerrit@familiehaase.de>,
   - Juergen Bethke <Jo.Bo@gmx.de>,
   - Thomas Rachel <thomas.rachel@gmx.de>,
   - David Dahlberg <D-Mail@gmx.net>,
   - Mathias Bobzien <bobzien@ikg.uni-bonn.de>,
   - Dario Osaris <dosaris@tm1.net>,
   - Aran Kuntze <aran@gmx.de>,
   - Steffen Wolf <stw1701@gmx.de>,
   - Hans Schlager <h.schlager@gmx.at>,
   - Andy Ittrich <andy@ittrich.com>,
   - Diedrich Dirks <ddwhv@gmx.de>,
   - Dennis Pissara <dennis@pissarra.de>,
   - Frank Ully <frank@ully.com> und
   - Lars Noschinski <lars.noschinski@gmx.net>.

   Der Autor bedankt sich im Voraus für weitere konstruktive Kritik.

»Socke«
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