openSUSE Leap 42.3

Versionshinweise

openSUSE Leap ist ein freies und Linux-basiertes Betriebssystem für Ihren PC,
Laptop oder Server. Sie können im Internet surfen, Ihre E-Mails und Fotos
verwalten, Büroarbeiten erledigen, Videos oder Musik abspielen und eine Menge
Spaß haben!

Veröffentlicht: 2021-02-11 , Version: 42.3.20191025.47f19083

1 Installation
2 Systemaktualisierung
3 Allgemeines
4 Weitere Informationen und Feedback

Das Ende der Betreuungszeit für openSUSE Leap 42.3 wurde jetzt erreicht. Um
Ihre Systeme aktuell und sicher zu halten, upgraden Sie auf eine momentane
Version von openSUSE. Stellen Sie sicher, dass alle Maintenance-Updates für
openSUSE Leap 42.3 eingespielt sind, bevor Sie das Upgrade starten.

Für weitere Informationen zum Upgrade auf eine momentane Version von openSUSE
siehe http://de.opensuse.org/SDB:Distribution-Upgrade.

Wenn Sie von einer älteren Version auf diese openSUSE-Veröffentlichung
aktualisieren, schauen Sie in die hier http://de.opensuse.org/Versionshinweise
aufgeführten Versionshinweise.

Informationen über das Projekt sind unter https://www.opensuse.org verfügbar.

1 Installation

Dieser Abschnitt beinhaltet Installations-Hinweise. Für detaillierte
Upgrade-Anleitungen lesen Sie die Dokumentation unter https://doc.opensuse.org/
documentation/leap/startup/html/book.opensuse.startup/part.basics.html.

1.1 Minimale Installation des Systems

Um zu vermeiden, dass einige große, empfohlene Pakete installiert werden, nutzt
das Pattern für die Minimalinstallation ein weiteres Pattern, welches Konflikte
mit ungewollten Paketen erzeugt. Dieses Pattern,
patterns-openSUSE-minimal_base-conflicts, kann nach der Installation entfernt
werden.

Die Minimalinstallation beinhaltet standardmäßig keine Firewall. Wenn Sie eine
Firewall benötigen, installieren Sie SuSEfirewall2.

1.2 UEFI--Unified Extensible Firmware Interface

Bevor Sie openSUSE auf einem System installieren, welches UEFI (Unified
Extensible Firmware Interface) zum Booten verwendet, sollten Sie unbedingt nach
empfohlenen Firmwareaktualisierungen Ihres Hardwareherstellers suchen und
diese, falls verfügbar, installieren. Eine Vorinstallation von Windows 8 ist
oder aktueller ist ein starkes Indiz dafür, dass Ihr System UEFI nutzt.

Hintergrund: Manche UEFI-Firmware hat Fehler, die ein nicht mehr Starten
verursachen, wenn zu viele Daten in die UEFI-Speicherbereich geschrieben
werden. Es gibt allerdings keine klaren Daten darüber, wie viel „zu viel“ ist.

openSUSE minimiert das Risiko, indem es nicht mehr Daten schreibt, als für das
Starten des Betriebssystems absolut notwendig ist. Das Minimum bedeutet, dass
die UEFI-Firmware also nur den Ort gesagt bekommt, an dem es den
openSUSE-Bootloader findet. Neue Linux-Kernel-Funktionen, welche den
UEFI-Speicherbereich nutzen, um Boot- und Absturzinformationen (pstore) zu
hinterlegen, wurden standardmäßig deaktiviert. Dennoch wird empfohlen, alle
Firmwareaktualisierungen zu installieren, die vom Hardwarehersteller empfohlen
werden.

1.3 UEFI, GPT und MS-DOS-Partitionen

Zusammen mit der EFI/UEFI-Spezifikation kam eine neue Art der Partitionierung
auf: GPT (GUID Partition Table). Dieses neue Schema benutzt global eindeutige
Bezeichner (128-Bit-Werte, dargestellt als eine Folge von 32 hexadezimalen
Ziffern), um Geräte und Partitionstypen zu identifizieren.

Zusätzlich erlaubt die UEFI-Spezifikation auch herkömmliche MBR-Partitionen
(MS-DOS). Die Linux-Bootloader (ELILO oder GRUB2) versuchen automatisch eine
GUID für diese herkömmlichen Partitionen zu erzeugen, und schreiben sie in die
Firmware. So eine GUID-Änderung kann häufig passieren und verursacht ein
Überschreiben in der Firmware. Das Überschreiben besteht aus zwei verschiedenen
Operationen: Entfernen des alten Eintrags und Erzeugen eines neuen Eintrags,
der den ersten ersetzt.

Moderne Firmware hat einen Garbage Collector (Aufräum-Mechanismus), der
gelöschte Einträge sammelt und den Speicherplatz freigibt, der von alten
Einträgen belegt war. Es kommt zu einem Problem, wenn eine fehlerhafte Firmware
die alten Einträge nicht sammelt und von diesen Einträgen befreit. Das kann
dazu führen, dass das System nicht mehr startet.

Konvertieren Sie die herkömmliche MBR-Partition in eine GPT-Partition, um das
Problem gänzlich zu vermeiden.

1.4 Update des Kernel Graphics Stacks

Auf openSUSE Leap 42.3 wird das Upgrade vom Graphics Stack bis zum
4.9.x-Kernel-Code mit dem Paket drm-kmp-default, anstatt vom Backporting vieler
Patches in den Kernel, angebotet. Normalerweise wird dieses Paket automatisch
während der Betriebssysteminstallation, wenn ein dazugehöriges Grafik-Device
auf Ihrer Maschine gefunden wird, installiert.

Das KMP gibt Benutzern auch einen weiteren Benefit: Man kann zum 4.4.x
Kernel-Code durch Deinstallation des Pakets zurück rollen. Wenn Sie kritischen
Issues begegnen, wie einer aufgehängten GPU, versuchen Sie, wie unten
angegeben, das Paket zu deinstallieren, dann neu zu starten und wieder zu
testen:

zypper rm drm-kmp-default

1.5 Änderungen für Benutzer, die den Nvidia-Treiber manuell installieren

Auf openSUSE Leap 42.3 müssen Sie zuerst das Paket drm-kmp-default
deinstallieren, bevor Sie manuell den Nvidia-Treiber unter der Verwendung des
.run Shellskript-Archivs installieren können:

zypper rm drm-kmp-default

Wenn Sie die von Nvidia angebotenen RPMs installieren, sind Sie von dem Problem
nicht betroffen, weil in diesem Fall das Paket drm-kmp-default während der
Treiber-Installation automatisch ersetzt wird.

Wenn Sie sich dazu entscheiden den Nvidia-Treiber später zu deinstallieren,
gehen Sie bitte sicher das Paket drm-kmp-default erneut zu installieren.

Für weitere Informationen, siehe https://bugzilla.suse.com/show_bug.cgi?id=
1044816.

2 Systemaktualisierung

Dieser Abschnitt listet Hinweise zum Upgrade eines Systems. Für detaillierte
Upgrade-Anleitungen lesen Sie die Dokumentation unter https://doc.opensuse.org/
documentation/leap/startup/html/book.opensuse.startup/cha.update.osuse.html.

Prüfen Sie zusätzlich Abschnitt 3.1, „Veraltete Pakete“.

2.1 Aktualisierung von openSUSE Leap 42.2

2.1.1 Gelöschte und Ausgetauschte Pakete

Die folgenden Pakete wurden gegenüber von openSUSE Leap 42.2 gelöscht oder
ersetzt:

  • ldapjdk: Kann auf 42.3 nicht gebaut werden.

  • libatlas3: Kann auf 42.3 nicht gebaut werden.

  • castor: Kann auf 42.3 nicht gebaut werden.

  • fontinfo: War nicht vorgesehen als stabiles Paket veröffentlicht zu werden.

  • plasma5-mediacenter: Von Upstream nach Version 5.7.3 gelöscht.

  • perl-Mojolicious-Plugin-Bootstrap3: Von Upstream abgelehnt, die
    Funktionalität wurde von perl-Mojolicious-Plugin-AssetPack ersetzt.

  • qtsharp: Kann auf 42.3 nicht gebaut werden.

  • rubygem-mysql: Ersetzt durch rubygem-mysql2.

2.1.2 Synaptics Touchpad Treiber mit KDE Plasma

In openSUSE Leap 42.2 wurde der X11 Synaptics Treiber (Paket 
xf86-input-synaptics) nicht standardmäßig installiert (siehe Abschnitt 2.2.4,
„Der Synaptics X Treiber kann die Touchpad Experience unter GNOME vermindern“
). Allerdings bietet KDE Plasma nur limitierte Konfigurations-Optionen für den
Ersatz libinput.

In openSUSE Leap 42.3 wurde das Paket xf86-input-synaptics zusammen mit dem
KDE-Plasma-Desktop (empfohlen von plasma5-workspace) installiert.

2.1.3 Änderungen in der KDE-Desktop-Such-Indexierung

In openSUSE Leap 42.3 indexiert die Desktop-Suche standardmäßig nur
Deiteinamen, nicht den Inhalt von Dateien.

Die Indexierung von Dateiinhalt muss manuell neu aktiviert werden, auch wenn es
vorher aktiviert war, weil die vorherige Standardeinstellung nicht in der
Konfiguration gespeichert wurde. Um das zu machen, folgen Sie folgenden
Schritten:

 1. Verwendung des Hauptmenüs oder krunner, öffnen der Desktop-Konfiguration.

 2. Auf Suchen klicken.

 3. Die Auswahlbox Auch Dateiinhalt indexieren aktivieren.

 4. Anwenden klicken.

2.1.4 Shorewall Wurde auf Die Version 5.1 Aktualisiert

In openSUSE Leap 42.3 wurde Shorewall auf das aktuellste stabile Release 5.1
aktualisiert. Beim Upgrade werden shorewall und shorewall6 den Admin warnen,
dass ein Upgrade der Konfigurationsdateien notwendig ist.

Dokumentation ist unter http://shorewall.net/ verfügbar.

Prozedur 1 Aktualisierung von Shorewall

 1. Führen Sie folgendes in einem Terminal mit Administratorprivilegien aus:

    root #shorewall update -a /etc/shorewall

 2. In Fällen, in denen das Tool das nicht bereits getan hat passen Sie die
    Konfiguration an die neue Syntax an. Dieser Fall sollte normalerweise nur
    bei spezifischen, sehr komplexen Konfigurationen auftreten.

 3. Verifizieren und testen Sie die resultierende Konfiguration mit:

    root #shorewall try /etc/shorewall

    Wenn alles funktioniert, starten Sie den Computer neu oder machen Sie einen
    Neustart des Dienstes mit:

    root #systemctl  restart shorewall.service

Anmerkung

Anmerkung: Aktualisierung von shorewall6

Der Upgradeprozess von shorewall6 entspricht dem von shorewall, wie er in
Prozedur 1, „Aktualisierung von Shorewall“ beschrieben ist. Jedoch müssen Sie
alle Vorkommnisse von shorewall durch shorewall6 ersetzen.

2.1.5 GCC 6 Paket-Versionen Passen Zu Paketen Geliefert mit SLE 12 SP3

openSUSE Leap 42.2 wurde versehentlich mit einer neueren Version von GCC 6
veröffentlicht als SUSE Linux Enterprise. Dies wurde mit openSUSE Leap 42.3
angepasst, es wird nun die gleiche Version von GCC 6 migeliefert wie in SUSE
Linux Enterprise 12 SP3.

Allerdings, wenn GCC 6 Pakete installiert sind, führt das zu gezwungenen
Paket-Downgrades während des Betriebssystem-Upgrades.

2.2 Aktualisierung von openSUSE Leap 42.1

2.2.1 Gelöschte und Ausgetauschte Pakete

Die folgenden Pakete wurden gegenüber von openSUSE Leap 42.1 gelöscht oder
ersetzt:

  • arista: Ersetzt durch transmageddon.

  • cadabra: Der Source-Code kann nicht mehr gebaut werden. Der Nachfolger
    Cadabra 2 ist noch nicht stabil.

  • dropbear: Entfernt, da es keine relevanten Vorteile gegenüber openssh gibt.

  • emerillon: Ersetzt durch gnome-maps.

  • gnome-system-log: Ersetzt durch gnome-logs.

  • hawk: Ersetzt durch hawk2.

  • ksnapshot wurde durch spectacle ersetzt.

  • labplot: Labplot wurde durch seine Qt-5-Version ersetzt, das Paket heißt
    jetzt labplot-kf5. Wenn Sie eine openSUSE-42.1-Installation upgraden in der
    labplot installiert ist, erhalten sie das neue Paket labplot-kf5
    automatisch.

  • nodejs: Ersetzt durch nodejs4.

  • psi: Ersetzt durch psi+.

  • python-moin: Ersetzt durch moinmoin-wiki. Nur eine Umbenennung, kein
    Versionsupgrade - ein virtuell identischer Drop-In-Ersatz.

  • ungifsicle: Ersetzt durch gifsicle.

  • xchat: Ersetzt durch hexchat.

2.2.2 /var/cache auf einem eigenen Subvolume für Schnappschüsse und Rollback

/var/cache beinhaltet viele sehr sprunghafte Daten, wie z.B. den Zypper-Cache
mit RPM-Paketen in unterschiedlichen Versionen für jedes Update. Als Resultat
der Datenspeicherung, was meistens redundant, aber sehr sprunghaft ist, kann
die Menge an Festplattenplatz, die ein Snapshot belegt, sehr schnell wachsen.

Um dieses Problem zu beheben verschieben Sie /var/cache auf ein separates
Subvolume. Bei frischen Installationen von openSUSE Leap 42.3 wird das
automatisch gemacht. Für eine Konvertierung des existierenden root-Dateisystems
führen Sie folgende Schritte durch:

 1. Finden Sie den Geräte-Namen (z.B. /dev/sda2 oder /dev/sda3) des
    root-Dateisystems heraus:

    df /

 2. Identifizieren Sie das höhere Subvolume aller anderen Subvolumes. Für
    Installationen auf Basis von openSUSE 13.2 ist das ein Subvolume mit @ im
    Namen. Zur Überprüfung, ob Sie ein Subvolume mit @ haben, verwenden Sie:

    btrfs subvolume list / | grep '@'

    Wenn die Ausgabe von diesem Befehl leer ist, haben Sie kein Subvolume mit @
    im Namen. In diesem Fall können Sie mit der Subvolume-ID 5, die in älteren
    Versionen von openSUSE verwendet wird, weitermachen.

 3. Jetzt mounten Sie das benötigte Subvolume.

      □ Wenn Sie ein Subvolume mit einem @ im Namen haben, mounten Sie dieses
        Subvolume in einen temporären Mountpoint:

        mount /dev/<root-geraet/> -o subvol=@ /mnt

      □ Wenn Sie kein Subvolume mit einem @ im Namen haben, mounten Sie
        stattdessen die Subvolume-ID 5:

        mount /dev/<root-geraet/> -o subvolid=5 /mnt

 4. /mnt/var/cache kann schon existieren und könnte das gleiche Verzeichnis wie
    /var/cache sein. Um Datenverlust zu vermeiden, verschieben Sie dieses:

    mv /mnt/var/cache /mnt/var/cache.old

 5. Erstellen Sie ein neues Subvolume:

    btrfs subvol create /mnt/var/cache

 6. Wenn jetzt ein Verzeichnis /var/cache.old vorhanden ist, verschieben Sie
    dieses an den neuen Ort:

    mv /var/cache.old/* /mnt/var/cache

    Wenn das nicht der Fall ist, machen Sie stattdessen:

    mv /var/cache/* /mnt/var/cache/

 7. (Optional) Optional können Sie /mnt/var/cache.old entfernen:

    rm -rf /mnt/var/cache.old

 8. Hängen Sie das Subvolume aus dem temporären Mountpoint aus:

    umount /mnt

 9. Fügen Sie einen Eintrag für das neue Subvolume /var/cache in der /etc/fstab
    hinzu. Verwenden Sie ein schon vorhandenes Subvolume als Template zum
    kopieren. Gehen Sie sicher, dass die UUID unberührt bleibt (das ist die
    UUID des root-Dateisystems) und ändern Sie den Namen vom Subvolume und
    seinem Mountpoint einheitlich zu /var/cache.

10. Mounten Sie das neue Subvolume, wie in /etc/fstab festgelegt:

    mount /var/cache

2.2.3 GNOME Keyring (Schlüsselring) integriert GPG nicht mehr

Der integrierte GPG-Agent wurde von GNOME Keyring entfernt. Deswegen kann GNOME
Keyring nicht mehr benutzt werden, um GPG-Schlüssel zu verwalten. Sie können
GPG-Schlüssel weiterhin mit dem Kommandozeilenprogramm gpg verwalten.

2.2.4 Der Synaptics X Treiber kann die Touchpad Experience unter GNOME
vermindern

In openSUSE Leap 42.1 wurde der Synaptics X Treiber (Paket xf86-input-synaptics
) standardmäßig installiert, hatte aber eine niedrigere Priorität als der
libinput-Treiber (xf86-input-libinput).

Mit openSUSE Leap 42.3:

  • Der Synaptics X Treiber ist nicht mehr standardmäßig installiert.

  • Wenn der Synaptics X Treiber installiert ist, hat dieser für irgendwelche
    Touchpad-Geräte Vorrang.

  • Der Synaptics X Treiber wird nicht mehr von GNOME unterstützt. Das
    bedeutet, wenn der Treiber installiert ist, können Synaptics-Touchpads nur
    in dem Umfang konfiguriert werden, wie es eine Standard-Maus kann.

Wenn Sie kein Synaptics-Touchpad verwenden und eine große Summe an
benutzerdefinierten Konfigurationen für den Synaptics-Treiber haben, löschen
Sie das Paket von Ihrem System:

sudo zypper rm xf86-input-synaptics

2.2.5 AArch64: Größe von Speicherseiten wurde von openSUSE Leap 42.1 zu
openSUSE Leap 42.3 geändert

In openSUSE Leap 42.1 war die Standard-Seiten-Größe auf AArch64-Plattformen
64kB. Mit openSUSE Leap 42.3 wurde die Seiten-Größe zu 4kB geändert. Das
rendert alte Swap und Btrfs-Dateisysteme unbrauchbar.

Wenn Sie momentan openSUSE Leap 42.1 auf AArch64 laufen haben, erwägen Sie eine
frische Installation von openSUSE Leap 42.3 an Stelle eines Upgrades.

2.2.6 Das Booten von Systemen mit CCISS-Controllern kann nach dem Upgrade
fehlschlagen

Der Treiber für Compaq/HP Smart Array (CCISS)-Controller (cciss.ko) unterstützt
standardmässig bestimmte Controller nicht mehr. Das kann dazu führen, dass die
root-Festplatte vom openSUSE Leap 42.3-Kernel nicht erkannt wird.

Bei betroffenen Systemen kann der CCISS-Treiber so konfiguriert werden, dass
zurückgekehrt wird zum vorherigen Verhalten und die Controller wieder erkannt
werden. Um das zu tun, fügen Sie den Kernel-Parameter cciss.cciss_allow_hpsa=0
hinzu.

3 Allgemeines

Diese Sektion listet generelle Probleme mit openSUSE Leap 42.3, die in keine
andere Kategorie passen.

3.1 Veraltete Pakete

Die folgenden Pakete werde weiterhin als Teil der Distribution mitgeliefert,
sind aber veraltet. Die Pakete existieren zur Migrationsunterstützung, aber es
wird von ihrer Verwendung abgeraten und sie können keine Updates erhalten. Die
Pakete werden in der nächsten Version der Distribution gelöscht.

  • lxdm: Nicht maintained, verwenden Sie stattdessen lightdm.

  • mysql-community-server: Kann keine Maintenance und Sicherheits-Fixes mehr
    erhalten. Wir empfehlen eine Migration zu mariadb.

  • ruby2.2-*: Nur zur Entwicklung. Verwenden Sie stattdessen Ruby 2.1 oder
    2.4.

  • ruby2.3-*: Nur zur Entwicklung. Verwenden Sie stattdessen Ruby 2.1 oder
    2.4.

  • uClibc: Nicht maintained.

Zur Überprüfung, ob installierte Pakete nicht länger maintained werden: Stellen
Sie sicher, dass lifecycle-data-openSUSE installiert ist. Dann verwenden Sie
den Befehl:

zypper lifecycle

3.2 KDE Software für Personal Information Management (KDE PIM)

KDE PIM 4.x wird nicht mehr vom Upstream KDE supportet, aber wurde in openSUSE
Leap 42.2 zusammen mit KDE PIM 5 behalten um zerreißende Benutzer-Workflows zu
vermeiden und um einfachere Migration zu ermöglichen.

Mit openSUSE Leap 42.3 wurde der KDE PIM 4.x Stack gelöscht und nur der
momentane Upstream-unterstützte KDE PIM 5 Stack wurde hinzugefügt.

3.3 Keine Bildschirmsperre bei GNOME-Shell, wenn nicht GDM benutzt wird

Wenn die GNOME-Shell nicht zusammen mit dem Login-Manager GDM benutzt wird,
sondern zum Beispiel mit SDDM oder LightDM, dann wird der Bildschirm nicht
abgeschaltet (kein schwarzes oder leeres Bild) und der Bildschirm kann nicht
gesperrt werden. Außerdem ist ein Benutzerwechsel ohne ausloggen nicht möglich.

Um den Bildschirm der GNOME-Shell sperren zu können aktivieren Sie den GDM als
ihren Login-Manager:

 1. Gehen Sie sicher, dass das Paket gdm installiert ist.

 2. Öffnen Sie YaST und daraus öffnen Sie /etc/sysconfig Manager.

 3. Navigieren Sie zu Desktop › Display manager › DISPLAYMANAGER.

 4. In der Text-Box geben Sie gdm an. Um zu speichern klicken Sie OK.

 5. Neustart.

3.4 Globale Menü-Unterstützung in KDE Plasma

Mit KDE Plasma 5.9 hat KDE die Unterstützung für das globale Menü, wie es aus
früheren KDE-Desktop-Releases bekannt ist, wieder eingeführt.

In openSUSE Leap 42.3 ist auch die Anwendungs-Menüleiste Plasmoid verfügbar.

Anmerkung

Anmerkung: Nicht-Qt-Applikationen Können Sich Fehlerhaft Verhalten

Anwendungen, die nicht das Qt-Toolkit verwenden, können das globale Menü nicht
unterstützen oder verhalten sich nicht korrekt.

3.5 Abspielen Von MP3-Dateien

Wird mit openSUSE Leap 42.3 angefangen, werden die Codecs MP3-Dateien
abzuspielen jetzt als Teil des Standard-Repositorys mitgeliefert.

Um diesen Decoder in gstreamer-basierten Applikationen und Frameworks zu
verwenden, wie z.B. Rhythmbox oder Totem, installieren Sie das Paket
gstreamer-plugins-ugly.

3.6 Keine Unterstützung von Schriften der Art Type-1 in LibreOffice

LibreOffice 5.3 unterstützt nicht länger hinterlassene Schriften der Art Type-1
(Dateierweiterungen .afm und .pfb). Die meisten Benutzer sollten nicht davon
betroffen sein, so lange momentane Schriften entweder im Format TrueType (.ttf)
oder in Formaten OpenType (.otf) verfügbar sind.

Wenn Sie von diesem Problem betroffen sind, können Sie Type-1-Schriftartdateien
in ein unterstütztes Format, etwa TrueType konvertieren. Solche Konversionen
sind mit FontForge (Paket fontforge) möglich, welches in openSUSE enthalten
ist. Hinweise, wie Sie Schriftkonversionen skriptgestützt durchführen können,
finden Sie unter https://fontforge.github.io/en-US/documentation/scripting/.

4 Weitere Informationen und Feedback

  • Lesen Sie die README-Dokumente auf dem Medium.

  • Eine detaillierte Liste der Änderungen an einem bestimmten Paket erhalten
    Sie aus dem RPM:

    rpm --changelog -qp DATEINAME.rpm

    Ersetzen Sie DATEINAME durch den Namen des gewünschten RPM Paketess.

  • In der Datei ChangeLog im Wurzelverzeichnis des Mediums finden Sie eine
    chronologische Liste aller Änderungen, die an den aktualisierten Paketen
    gemacht wurden.

  • Weitere Information finden Sie im Verzeichnis docu auf dem Medium.

  • Für mehr oder aktualisierte Informationen gehen Sie auf https://
    doc.opensuse.org/.

  • Die neuesten Produktinformationen von openSUSE finden Sie auf https://
    www.opensuse.org.

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