openSUSE Leap 42.3

Versionshinweise

openSUSE Leap ist ein freies und Linux-basiertes Betriebssysteme für Ihren PC,
Laptop oder Server. Sie können im Internet surfen, Ihre E-Mails und Fotos
verwalten, Büroarbeiten erledigen, Videos oder Musik abspielen und eine Menge
Spaß haben!

Veröffentlicht: 2017-02-22 , Version: 42.3.20170221.3026b6e

1 Installation
2 System-Aktualisierung
3 Allgemeines
4 Weitere Informationen und Rückmeldungen

Dies ist eine erste Version der Versionshinweise für das in Kürze erscheinende
openSUSE Leap 42.3.

Wenn Sie von einer älteren Version auf diese openSUSE-Veröffentlichung
aktualisieren, schauen Sie in die hier http://de.opensuse.org/Versionshinweise
aufgeführten Versionshinweise.

Dieser öffentliche Betatest ist Teil des openSUSE-Projekts. Informationen über
das Projekt sind unter https://www.opensuse.org verfügbar.

Berichten Sie von allen Fehlern bei der Verwendung des Pre-Releases von
openSUSE 42.3, die Ihnen begegnen, im openSUSE Bugzilla. Für weitere
Informationen, lesen Sie http://en.opensuse.org/Submitting_Bug_Reports. Wenn
Sie irgendetwas in den Versionshinweisen hinzugefügt haben wollen, legen Sie
einen Fehlerbericht mit Bezug zu der Komponente „Release Notes“ an.

1 Installation

Dieser Abschnitt beinhaltet Installations-Hinweise. Für detaillierte
Upgrade-Anleitungen lesen Sie die Dokumentation unter https://doc.opensuse.org/
documentation/leap/startup/html/book.opensuse.startup/part.basics.html.

1.1 Minimalinstallation des Systems

Um zu vermeiden, dass einige große, empfohlene Pakete installiert werden, nutzt
das Pattern für die Minimalinstallation ein weiteres Pattern, welches Konflikte
mit ungewollten Paketen erzeugt. Dieses Pattern,
patterns-openSUSE-minimal_base-conflicts, kann nach der Installation entfernt
werden.

Die Minimalinstallation beinhaltet standardmäßig keine Firewall. Wenn Sie eine
Firewall benötigen, installieren Sie SuSEfirewall2.

1.2 UEFI — Unified Extensible Firmware Interface

Bevor Sie openSUSE auf einem System installieren, welches UEFI (Unified
Extensible Firmware Interface) zum Booten verwendet, sollten Sie unbedingt nach
empfohlenen Firmwareaktualisierungen Ihres Hardwareherstellers suchen und
diese, falls verfügbar, installieren. Ein vorinstalliertes Windows 8 ist ein
starkes Indiz, dafür, dass Ihr System UEFI nutzt.

Hintergrund: Manche UEFI-Firmware hat Fehler, die ein nicht mehr Starten
verursachen, wenn zu viele Daten in die UEFI-Speicherbereich geschrieben
werden. Es gibt allerdings keine klaren Daten darüber, wie viel „zu viel“ ist.

openSUSE minimiert das Risiko, indem es nicht mehr Daten schreibt, als für das
Starten des Betriebssystems absolut notwendig ist. Das Minimum bedeutet, dass
die UEFI-Firmware also nur den Ort gesagt bekommt, an dem es den
openSUSE-Bootloader findet. Neue Linux-Kernel-Funktionen, welche den
UEFI-Speicherbereich nutzen, um Boot- und Absturzinformationen (pstore) zu
hinterlegen, wurden standardmäßig deaktiviert. Dennoch wird empfohlen, alle
Firmwareaktualisierungen zu installieren, die vom Hardwarehersteller empfohlen
werden.

1.3 UEFI, GPT, und MS-DOS-Partitionen

Zusammen mit der EFI/UEFI-Spezifikation kam eine neue Art der Partitionierung
auf: GPT (GUID Partition Table). Dieses neue Schema benutzt global eindeutige
Bezeichner (128-Bit-Werte, dargestellt als eine Folge von 32 hexadezimalen
Ziffern), um Geräte und Partitionstypen zu identifizieren.

Zusätzlich erlaubt die UEFI-Spezifikation auch herkömmliche MBR-Partitionen
(MS-DOS). Die Linux-Bootloader (ELILO oder GRUB2) versuchen automatisch eine
GUID für diese herkömmlichen Partitionen zu erzeugen, und schreiben sie in die
Firmware. So eine GUID-Änderung kann häufig passieren und verursacht ein
Überschreiben in der Firmware. Das Überschreiben besteht aus zwei verschiedenen
Operationen: Entfernen des alten Eintrags und Erzeugen eines neuen Eintrags,
der den ersten ersetzt.

Moderne Firmware hat einen Garbage Collector (Aufräum-Mechanismus), der
gelöschte Einträge sammelt und den Speicherplatz freigibt, der von alten
Einträgen belegt war. Es kommt zu einem Problem, wenn eine fehlerhafte Firmware
die alten Einträge nicht sammelt und von diesen Einträgen befreit. Das kann
dazu führen, dass das System nicht mehr startet.

Konvertieren Sie die herkömmliche MBR-Partition in eine GPT-Partition, um das
Problem gänzlich zu vermeiden.

2 System-Aktualisierung

Dieser Abschnitt listet Hinweise zum Upgrade eines Systems. Für detaillierte
Upgrade-Anleitungen lesen Sie die Dokumentation unter https://doc.opensuse.org/
documentation/leap/startup/html/book.opensuse.startup/cha.update.osuse.html.

2.1 Aktualisierung von openSUSE Leap 42.2

2.2 Aktualisierung von openSUSE Leap 42.1

2.2.1 Gelöschte und Ausgetauschte Pakete

Die folgenden Pakete wurden gegenüber von openSUSE Leap 42.1 gelöscht oder
ersetzt:

  • arista: Ersetzt durch transmageddon.

  • cadabra: Der Source-Code kann nicht mehr gebaut werden. Der Nachfolger
    Cadabra 2 ist noch nicht stabil.

  • dropbear: Entfernt, da es keine relevanten Vorteile gegenüber openssh gibt.

  • emerillon: Ersetzt durch gnome-maps.

  • gnome-system-log: Ersetzt durch gnome-logs.

  • hawk: Ersetzt durch hawk2.

  • ksnapshot wurde durch spectacle ersetzt.

  • labplot: Labplot wurde durch seine Qt-5-Version ersetzt, das Paket heißt
    jetzt labplot-kf5. Wenn Sie eine openSUSE-42.1-Installation upgraden in der
    labplot installiert ist, erhalten sie das neue Paket labplot-kf5
    automatisch.

  • nodejs: Ersetzt durch nodejs4.

  • psi: Ersetzt durch psi+.

  • python-moin: Ersetzt durch moinmoin-wiki. Nur eine Umbenennung, kein
    Versionsupgrade - ein virtuell identischer Drop-In-Ersatz.

  • ungifsicle: Ersetzt durch gifsicle.

  • xchat: Ersetzt durch hexchat.

2.2.2 /var/cache auf einem eigenen Subvolume für Schnappschüsse und Rollback

/var/cache beinhaltet viele sehr sprunghafte Daten, wie z.B. den Zypper-Cache
mit RPM-Paketen in unterschiedlichen Versionen für jedes Update. Als Resultat
der Datenspeicherung, was meistens redundant, aber sehr sprunghaft ist, kann
die Menge an Festplattenplatz, die ein Snapshot belegt, sehr schnell wachsen.

Um dieses Problem zu beheben verschieben Sie /var/cache auf ein separates
Subvolume. Bei frischen Installationen von openSUSE Leap 42.3 wird das
automatisch gemacht. Für eine Konvertierung des existierenden root-Dateisystems
führen Sie folgende Schritte durch:

 1. Finden Sie den Geräte-Namen (z.B. /dev/sda2 oder /dev/sda3) des
    root-Dateisystems heraus:

    df /

 2. Identifizieren Sie das höhere Subvolume aller anderen Subvolumes. Für
    Installationen auf Basis von openSUSE 13.2 ist das ein Subvolume mit @ im
    Namen. Zur Überprüfung, ob Sie ein Subvolume mit @ haben, verwenden Sie:

    btrfs subvolume list / | grep '@'

    Wenn die Ausgabe von diesem Befehl leer ist, haben Sie kein Subvolume mit @
    im Namen. In diesem Fall können Sie mit der Subvolume-ID 5, die in älteren
    Versionen von openSUSE verwendet wird, weitermachen.

 3. Jetzt mounten Sie das benötigte Subvolume.

      □ Wenn Sie ein Subvolume mit einem @ im Namen haben, mounten Sie dieses
        Subvolume in einen temporären Mountpoint:

        mount /dev/<root-geraet/> -o subvol=@ /mnt

      □ Wenn Sie kein Subvolume mit einem @ im Namen haben, mounten Sie
        stattdessen die Subvolume-ID 5:

        mount /dev/<root-geraet/> -o subvolid=5 /mnt

 4. /mnt/var/cache kann schon existieren und könnte das gleiche Verzeichnis wie
    /var/cache sein. Um Datenverlust zu vermeiden, verschieben Sie dieses:

    mv /mnt/var/cache /mnt/var/cache.old

 5. Erstellen Sie ein neues Subvolume:

    btrfs subvol create /mnt/var/cache

 6. Wenn jetzt ein Verzeichnis /var/cache.old vorhanden ist, verschieben Sie
    dieses an den neuen Ort:

    mv /var/cache.old/* /mnt/var/cache

    Wenn das nicht der Fall ist, machen Sie stattdessen:

    mv /var/cache/* /mnt/var/cache/

 7. Optional können Sie /mnt/var/cache.old entfernen:

    rm -rf /mnt/var/cache.old

 8. Hängen Sie das Subvolume aus dem temporären Mountpoint aus:

    umount /mnt

 9. Fügen Sie einen Eintrag für das neue Subvolume /var/cache in der /etc/fstab
    hinzu. Verwenden Sie ein schon vorhandenes Subvolume als Template zum
    kopieren. Gehen Sie sicher, dass die UUID unberührt bleibt (das ist die
    UUID des root-Dateisystems) und ändern Sie den Namen vom Subvolume und
    seinem Mountpoint einheitlich zu /var/cache.

10. Mounten Sie das neue Subvolume, wie in /etc/fstab festgelegt:

    mount /var/cache

2.2.3 GNOME Keyring (Schlüsselring) integriert GPG nicht mehr

Der integrierte GPG-Agent wurde von GNOME Keyring entfernt. Deswegen kann GNOME
Keyring nicht mehr benutzt werden, um GPG-Schlüssel zu verwalten. Sie können
GPG-Schlüssel weiterhin mit dem Kommandozeilenprogramm gpg verwalten.

2.2.4 Der Synaptics X Treiber kann die Touchpad Experience unter GNOME
vermindern

In openSUSE Leap 42.1 wurde der Synaptics X Treiber (Paket xf86-input-synaptics
) standardmäßig installiert, hatte aber eine niedrigere Priorität als der
libinput-Treiber (xf86-input-libinput).

Mit openSUSE Leap 42.3:

  • Der Synaptics X Treiber ist nicht mehr standardmäßig installiert.

  • Wenn der Synaptics X Treiber installiert ist, hat dieser für irgendwelche
    Touchpad-Geräte Vorrang.

  • Der Synaptics X Treiber wird nicht mehr von GNOME unterstützt. Das
    bedeutet, wenn der Treiber installiert ist, können Synaptics-Touchpads nur
    in dem Umfang konfiguriert werden, wie es eine Standard-Maus kann.

Wenn Sie kein Synaptics-Touchpad verwenden und eine große Summe an
benutzerdefinierten Konfigurationen für den Synaptics-Treiber haben, löschen
Sie das Paket von Ihrem System:

sudo zypper rm xf86-input-synaptics

2.2.5 AArch64: Größe von Speicherseiten wurde von openSUSE Leap 42.1 zu
openSUSE Leap 42.3 geändert

In openSUSE Leap 42.1, the default page size on AArch64 platforms was 64 kB.
With openSUSE Leap 42.3, the page size has been changed to 4 kB. This renders
old Swap and Btrfs file systems unusable.

Wenn Sie momentan openSUSE Leap 42.1 auf AArch64 laufen haben, erwägen Sie eine
frische Installation von openSUSE Leap 42.3 an Stelle eines Upgrades.

2.2.6 Das Booten von Systemen mit CCISS-Controllern kann nach dem Upgrade
fehlschlagen

Der Treiber für Compaq/HP Smart Array (CCISS)-Controller (cciss.ko) unterstützt
standardmässig bestimmte Controller nicht mehr. Das kann dazu führen, dass die
root-Festplatte vom openSUSE Leap 42.3-Kernel nicht erkannt wird.

Bei betroffenen Systemen kann der CCISS-Treiber so konfiguriert werden, dass
zurückgekehrt wird zum vorherigen Verhalten und die Controller wieder erkannt
werden. Um das zu tun, fügen Sie den Kernel-Parameter cciss.cciss_allow_hpsa=0
hinzu.

3 Allgemeines

Diese Sektion listet generelle Probleme mit openSUSE Leap 42.3, die in keine
andere Kategorie passen.

3.1 KDE Software für Personal Information Management (KDE PIM)

openSUSE Leap 42.3 ships two versions of the KDE PIM (Kontact, KMail, etc.)
suite:

  • Die alte Version 4.x

  • Die Version basiert auf KDE Frameworks 5

KDE PIM 4.x wird nicht mehr vom Upstream KDE supportet, aber wurde behalten um
zerreißende Benutzer-Workflows zu vermeiden.

Die zwei Versionen von KDE PIM sind nicht co-installierbar. Manche Software,
wie KNode (Paket knode) benötigt die alte Version 4.x und wird deinstalliert,
wenn irgendein Paket von KDE PIM 5.x (zum Beispiel das Paket kmail5)
installiert wird.

You are encouraged to switch to the newer 5.x version, as KDE PIM 4.x will be
removed in the future.

Wie auch immer, nicht alle Einstellungen sind jetzt von der alten Version
migriert. Für weitere Informationen siehe den Bug-Report unter https://
bugzilla.opensuse.org/show_bug.cgi?id=1001872).

3.2 Dolphin Setzt Keine Erweiterten Zugriffsrechte-Bits

The version of the KDE file manager Dolphin that is shipped with openSUSE Leap
42.3 cannot set „Extended Permission“ bits (GID, „Sticky“). Additionally,
closing the Dolphin permissions dialog by clicking OK clears existing extended
permissions bits.

Zur Vermeidung solcher Probleme bearbeiten Sie die Zugriffsrechte nur mit dem
Konqueror (GUI) oder mit chmod (Kommandozeile).

3.3 Keine Bildschirmsperre Bei Der Verwendung der GNOME-Shell Aber Nicht GDM

Bei der Verwendung der GNOME-Shell zusammen mit einem anderen Login-Manager als
GDM, wie SDDM oder LightDM, wird der Bildschirm nicht leer oder gesperrt sein.

Um den Bildschirm der GNOME-Shell sperren zu können aktivieren Sie den GDM als
ihren Login-Manager:

 1. Gehen Sie sicher, dass das Paket gdm installiert ist.

 2. Öffnen Sie YaST und daraus öffnen Sie /etc/sysconfig Manager.

 3. Navigieren Sie zu Desktop › Display manager › DISPLAYMANAGER.

 4. In der Text-Box geben Sie gdm an. Um zu speichern klicken Sie OK.

 5. Neustart.

4 Weitere Informationen und Rückmeldungen

  • Lesen Sie die README-Dokumente auf dem Medium.

  • Eine detaillierte Liste der Änderungen an einem bestimmten Paket erhalten
    Sie aus dem RPM:

    rpm --changelog -qp DATEINAME.rpm

    Ersetzen Sie DATEINAME durch den Namen des gewünschten RPMs.

  • In der Datei ChangeLog im Wurzelverzeichnis des Mediums finden Sie eine
    chronologische Liste aller Änderungen, die an den aktualisierten Paketen
    gemacht wurden.

  • Weitere Information finden Sie im Verzeichnis docu auf dem Medium.

  • Für mehr oder aktualisierte Informationen gehen Sie auf https://
    doc.opensuse.org/.

  • For the latest product news, from openSUSE, visit https://www.opensuse.org.

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