Versionshinweise

42.1.20170604.c3ba04c

Copyright © 2007-2009; Marko Schugardt <mail.sapex@gmx.de>, 2008-2009;
Hermann-Josef Beckers <hj.beckers@web.de>; Christian Boltz
<opensuse@cboltz.de>, 2009; Sarah Julia Kriesch <sarah-julia.kriesch@gmx.de>,
2013-2016 Übersetzer-Credits: Michael Skiba (trans@michael-skiba.de)

Zusammenfassung

openSUSE Leap ist ein freies und Linux-basiertes Betriebssysteme für Ihren PC,
Laptop oder Server. Surfen Sie im Internet, verwalten Sie Ihre E-Mails und
Fotos, erledigen Sie Büroarbeiten, spielen Sie Videos oder Musik ab und haben
Sie eine Menge Spaß!

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Inhaltsverzeichnis

Installation

    Minimalinstallation des Systems
    UEFI—Unified Extensible Firmware Interface
    UEFI, GPT, und MS-DOS-Partitionen

System-Aktualisierung

    Namen von Netzwerkschnittstellen
    Btrfs: Mangel an Festplattenkapazität nach System-Rollbacks

Allgemeines

    Repository Non-Oss

Technisches

    Drucksystem: Verbesserungen und inkompatible Änderungen

Verschiedenes

    KDE und Netwerkauthentifizierung
    Keine Unterstützung für Bildschirmschoner in KDE Plasma

Weitere Informationen und Rückmeldungen

The end of the maintenance period for openSUSE Leap 42.1 is now reached. To
keep your systems up-to-date and secure, upgrade to a current openSUSE version.
Before starting the upgrade, make sure that all maintenance updates for
openSUSE Leap 42.1 are applied.

For more information about upgrading to a current openSUSE version, see http://
en.opensuse.org/SDB:Distribution-Upgrade.

For the release notes of previous releases, see http://en.opensuse.org/
openSUSE:Release_Notes.

Installation

Dieser Abschnitt beinhaltet die Installations-Hinweise. Für detaillierte
Upgrade-Anleitungen lesen Sie bitte die Dokumentation unter https://
doc.opensuse.org/documentation/leap/startup/html/book.opensuse.startup/
part.basics.html.

Minimalinstallation des Systems

Um zu vermeiden, dass einige große, empfohlene Pakete installiert werden, nutzt
das Pattern für die Minimalinstallation ein weiteres Pattern, welches Konflikte
mit den ungewollten Paketen erzeugt. Das letztere Pattern,
patterns-openSUSE-minimal_base-conflicts, kann nach der Installation entfernt
werden.

Die Minimalinstallation beinhaltet standardmäßig keine Firewall. Wenn Sie eine
Firewall benötigen, installieren Sie SuSEfirewall2.

UEFI—Unified Extensible Firmware Interface

Bevor Sie openSUSE auf einem System installieren, welches UEFI (Unified
Extensible Firmware Interface) zum Booten verwendet, sollten Sie unbedingt nach
empfohlenen Firmwareaktualisierungen Ihres Hardwareherstellers suchen und
diese, falls verfügbar, installieren. Ein vorinstalliertes Windows 8 ist ein
starkes Indiz, dafür, dass Ihr System UEFI nutzt.

Hintergrund: Einige UEFI-Firmwares haben Fehler, die dazu führen, dass das
System dauerhaft nicht mehr startet, wenn zu viele Daten in den
UEFI-Speicherbereich geschrieben werden. Niemand weiß allerdings wirklich, wie
viel "zu viel" ist. openSUSE minimiert das Risiko, indem es nicht mehr Daten
schreibt, als für das Starten des Betriebssystems absolut notwendig ist. Die
UEFI-Firmware bekommt also nur den Ort gesagt, an dem es den
openSUSE-Bootloader findet. Neue Linux-Kernel-Funktionen, welche den
UEFI-Speicherbereich nutzen, um Boot- und Absturzinformationen (pstore) zu
hinterlegen, wurden standardmäßig deaktiviert. Dennoch wird empfohlen, alle
Firmwareaktualisierungen zu installieren, die vom Hardwarehersteller empfohlen
werden.

UEFI, GPT, und MS-DOS-Partitionen

Zusammen mit der EFI/UEFI-Spezifikation kam eine neue Art der Partitionierung
auf: GPT (GUID Partition Table). Dieses neue Schema benutzt global eindeutige
Bezeichner (128-Bit-Werte, dargestellt als eine Folge von 32 hexadezimalen
Ziffern), um Geräte und Partitionstypen zu identifizieren.

Zusätzlich erlaubt die UEFI-Spezifikation auch herkömmliche MBR-Partitionen
(MS-DOS). Die Linux-Bootloader (ELILO oder GRUB2) versuchen, automatisch eine
GUID für diese herkömmlichen Partitionen zu erzeugen, und schreiben sie in die
Firmware. So eine GUID-Änderung kann häufig passieren und verursacht ein
Überschreiben in der Firmware. Das Überschreiben besteht aus zwei verschiedenen
Operationen: Entfernen des alten Eintrags und Erzeugen eines neuen Eintrags,
der den ersten ersetzt.

Moderne Firmware hat einen Garbage Collector (Aufräum-Mechanismus), der den
Speicherplatz freigibt, der von alten Einträgen belegt war. Es kommt zu
Problemen, wenn eine fehlerhafte Firmware die alten Einträge nicht wegräumt.
Das kann dazu führen, dass das System nicht mehr startet.

Die Lösung ist einfach: Konvertieren Sie die herkömmlichen MBR-Partitionen in
neue GPT-Partitionen, um das Problem gänzlich zu vermeiden.

System-Aktualisierung

Dieser Abschnitt listet Hinweise zum Upgrade eines Systems. Für detaillierte
Upgrade-Anleitungen lesen Sie bitte die Dokumentation unter https://
doc.opensuse.org/documentation/leap/startup/html/book.opensuse.startup/
cha.update.osuse.html.

Namen von Netzwerkschnittstellen

Wenn sie einen entfernten Computer von openSUSE 13.2 updaten, stellen Sie
sicher, dass dessen Netzwerkinterfaces korrekt benannt sind.

openSUSE 13.2 benutzte sogenannte vorhersehbare Namen für Netwerkinterfaces
(beispielsweise, enp5s0). openSUSE Leap 42.1 hingegen benutzt persistente Namen
für Netwerkinterfaces (eth0). Nach einem Upgrade und dem darauf folgenden
Neustart können sich daher die Namen der Netzwerkinterfaces ändern. Um zu
vermeiden, dass Interfaces umbenannt werden, können Sie, bevor Sie, bevor Sie
das System neu starten, das folgende Kommando auf jedes Ihrer Netwerkinterfaces
anwenden:

/usr/lib/udev/udev-generate-persistent-rule -v -c enp5s0 -n enp5s0 -o /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules

Ersetzen Sie enp5s0 durch den Namen des gewünschten Netzwerkinterfaces.

Btrfs: Mangel an Festplattenkapazität nach System-Rollbacks

openSUSE 13.2 nutzte ein Btrfs-Partitionsschema, das dazu führen konnte, dass,
nachdem das erste System-Rollback vollzogen wurde, Festplattenspeicher
permanent mit veralteten, unzugänglichen Inhalten gefüllt war. Dieses Problem
wurde in openSUSE Leap 42.1 korrigiert. Jedoch kann die Korrektur nur auf neu
installierten Systemen angewendet werden.

Wenn Sie von openSUSE 13.2 upgraden, können Sie das Dateisystem nicht zum neuen
Layout konvertieren. Allerdings können Sie den verlorenen Speicher wieder
zurückgewinnen.

Datenverlust mit Nicht-Standard-Einstellungen oder Ohne Rollbacks

Die folgende Prozedur wird nur auf Installationen richtig funktionieren, die
den Standard-Vorschlag für openSUSE 13.2 verwenden.

Zusätzlich muss man vorher schon ein System-Rollback durchgeführt haben.

Wenn Sie Ihr Btrfs-Dateisystem mit einer nicht-Standard-Konfiguration
eingerichtet haben oder vorher noch keinen System-Rollback durchgeführt haben,
kann das Ausführen der folgenden Prozedur einen Datenverlust mit sich ziehen.

 1. Das ursprüngliche root-Dateisystem mounten:

    mount /dev/<ROOT_DATEI_SYSTEM> -o subvolid=5 /mnt

 2. Alle Dateien unter /mnt löschen, die in keinem Subvolume sind:

    find /mnt -xdev -delete

 3. Das Dateisystem wieder umounten:

    umount /mnt

Allgemeines

Repository Non-Oss

Nach der Installation wird das Repository Non-Oss deaktiviert.

Aktivieren Sie das Repository openSUSE-Leap-42.1-Non-Oss mit YaST oder auf der
Kommandozeile mit Zypper:

zypper mr -e repo-non-oss

Technisches

Drucksystem: Verbesserungen und inkompatible Änderungen

CUPS-Versionsupgrade auf 1.7

Verglichen mit Version 1.5 beinhaltet die neue CUPS-Version beinhaltet einige
größere Änderungen, die manuelle Konfigurationsanpassungen notwendig machen
können.

  • Das Standardformat für Druckaufträge ist jetzt PDF und nicht mehr PS.
    Entsprechend brauchen traditionelle PostScript-Drucker jetzt auch einen
    Filter-Treiber um zu drucken.

    Details finden Sie unter http://en.opensuse.org/Concepts_printing .

  • Das Erkennungsprotokoll für Netzwerkdrucker hat sich geändert. Die native
    Methode, Drucker zu entdecken basiert nun auf DNS Service Discovery
    (DNS-SD, also Avahi). Der Dienst cups-browsed aus dem Paket cups-filters
    kann benutzt werden, um zwischen altem und neuem Protokoll zu überbrücken.
    Sowohl cupsd als auch cups-browsed müssen gestartet sein, damit Software,
    die das ältere Protokoll benutzt (zum Beispiel LibreOffice oder KDE),
    Drucker finden kann.

  • Die Standardprotokollversion von IPP hat sich von 1.1 auf 2.0 geändert.
    Ältere IPP-Server wie CUPS 1.3.x (zum Beispiel in SUSE Linux Enterprise 11)
    weisen IPP-2.0-Anfragen mit Bad Request zurück (siehe http://www.cups.org/
    str.php?L4231).

    Um von älteren Drucker aus zu drucken, muss die IPP-Protokollversion
    explizit spezifiziert werden. Dafür müssen Sie an eine der folgenden
    Einstellungen /version=1.1 anhängen:

      □ Die ServerName-Einstellungen in client.conf (beispielsweise: ServerName
        alter.server.example.com/version=1.1).

      □ Die Umgebungsvariable CUPS_SERVER.

      □ Der Wert für Servername des Parameters -h in den
        Kommandozeilenwerkzeugen, beispielsweise:

        lpstat -h alter.server.example.com/version=1.1 -p

  • Einige Druckfilter und Backends wurden aus dem Paket cups entfernt und in
    das Paket cups-filters eingefügt.

  • Die cupsd-Konfiguration wurde in 2 Dateien aufgeteilt: cupsd.conf (kann
    auch über HTTP PUT, z.B. mit cupsctl verändert werden) und cups-files.conf
    (kann nur manuell von root im Dateisystem verändert werden). Dies bietet
    besseren Schutz vor Rechtsmissbräuchen von normalen Benutzern, die von root
    das Recht zugewiesen bekommen haben, cupsd-Konfigurationsänderungen
    durchzuführen (siehe http://www.cups.org/str.php?L4223 , CVE-2012-5519, und
    https://bugzilla.opensuse.org/show_bug.cgi?id=789566).

  • Die CUPS-Banner und die CUPS-Testseite wurden aus dem Paket cups entfernt
    und zum Paket cups-filters hinzugefügt (siehe auch http://www.cups.org/
    str.php?L4120 und https://bugzilla.opensuse.org/show_bug.cgi?id=735404).

Verschiedenes

KDE und Netwerkauthentifizierung

Wenn Sie den KDE-Login-Manager SDDM mit einem System benutzen, das eine hohe
Anzahl an Nutzern vorhält, wird SDDM unbenutzbar. Wenn zudem der Automounter
benutzt wird, kann es passieren, dass SDDM versucht, das Home-Verzeichnis jedes
einzelnen Nutzers zu mounten. Dies führt dazu, dass SDDM hängt.

Bearbeiten Sie die Datei /etc/sddm.conf, sodass sie die folgenden Einträge
enthält:

[Theme]
Current=maldives

[Users]
MaximumUid=1002

Details finden Sie unter Bug 953778.

Keine Unterstützung für Bildschirmschoner in KDE Plasma

Standardmäßig unterstützt KDE Plasma keine Bildschirmschoner. Um einen
Bildschirmschoner konfigurieren zu können, installieren Sie das Paket
xscreensaver.

Aktivieren Sie xscreensaver für Ihre Sitzung, indem Sie K+Einstellungen+Desktop
konfigurieren auswählen und dann Starten und Beenden+Autostart auswählen.
Klicken Sie Programm hinzufügen, tippen Sie xscreensaver und klicken Sie OK.

Um Ihren Bildschirmschoner zu konfigurieren, benutzen Sie das Programm 
xscreensaver-demo.

Weitere Informationen und Rückmeldungen

  • Lesen Sie die README-Dokumente auf dem Medium.

  • Eine detaillierte Liste der Änderungen an einem bestimmten Paket erhalten
    Sie aus dem RPM:

    rpm --changelog -qp DATEINAME.rpm

    Ersetzen Sie DATEINAME durch den Namen des gewünschten RPMs.

  • In der Datei ChangeLog im Wurzelverzeichnis des Mediums finden Sie eine
    chronologische Liste aller Änderungen, die an den aktualisierten Paketen
    gemacht wurden.

  • Weitere Information finden Sie im Verzeichnis docu auf dem Medium.

  • https://activedoc.opensuse.org/ enthält zusätzliche oder aktualisierte
    Dokumentationen.

  • Die neuesten Produktinformationen von openSUSE finden Sie auf http://
    www.opensuse.org.

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Danke, dass Sie openSUSE benutzen.

Das openSUSE-Team.

