Ist ein Bild einmal eingescannt oder ein Digitalfoto von der Kamera geladen, muss oftmals die Größe für das Einbinden in eine Webseite oder für den Druck geändert werden. Bilder können leicht verkleinert werden, indem man Sie entweder herunterskaliert oder zuschneidet. Das Vergrößern eines Bildes ist viel problematischer. Aufgrund Ihres Aufbaus verlieren Pixelgrafiken beim Vergrößern an Qualität. Es wird empfohlen, vor dem Vergrößern oder Zuschneiden eine Kopie des Originalbildes zu speichern.
Das Zuschneiden eines Bildes funktioniert wie das Abschneiden der Ränder eines Blatt Papiers. Wählen Sie das Symbol zum Zuschneiden aus der Werkzeugleiste (es ähnelt einem Skalpel) oder gehen Sie zu ++. Klicken Sie auf einen Anfangspunkt und ziehen Sie das Auswahlfenster auf den gewünschten Bereich auf.
Es öffnet sich ein kleines Fenster mit Informationen zum Ursprung und der Größe des gewählten Bereichs. Passen Sie diese Werte an, indem Sie auf eine Ecke des Auswahlbereichs klicken und den Bereich auf die passende Größe aufziehen oder indem Sie die Werte im Fenster verändern. passt den Zuschnitt an die aktuelle Auswahl an (Der Begriff Auswahl wird im Abschnitt 24.5.2. “Wählen von Bildbereichen” erklärt). verkleinert den Zuschnitt basierend auf Farbänderungen im Bild.
Drücken Sie , wenn Sie das Zuschneiden abbrechen möchten. Zum Ausführen des Zuschnitts drücken Sie . führt zum gleichen Ergebnis wie , beschrieben in Abschnitt 24.5.1.3. “Ändern der Leinwandgröße”.
Unter + können Sie die gesamte Größe eines Bildes ändern. Wählen Sie eine neue Größe, indem Sie diese unter bzw. eingeben oder indem Sie den anpassen. Zum Ändern der Bildproportionen beim Skalieren (damit wird das Bild verzerrt) klicken Sie auf das Kettensymbol rechts neben den Faktorfeldern, um deren Verbindung zu lösen. Sind diese Felder verlinkt, dann werden beim Ändern des Wertes eines der vier Felder alle Werte proportional angepasst. Ist die Verbindung aufgehoben, können die Breite und Höhe unabhängig voneinander verändert werden bzw. der X- und Y-Faktor kann individuell eingestellt werden.
Die Werte in sind unabhängig von der Pixelgröße. Dort können Sie die Bildauflösung durch Ändern der Druckgröße oder der Auflösung selbst anpassen. Verwenden Sie die Drop-Down-Boxen zum Ändern der Maßeinheiten.
ist eine Option für Experten, die die Skalierungsmethode steuert. Nach dem Anpassen der Größe drücken Sie auf , um das Bild zu skalieren. stellt die Originalwerte wieder her. bricht den gesamten Vorgang ab.
Beim Ändern der Leinwandgröße wird eine Art Rahmen um das Bild gelegt. Auch wenn der Rahmen kleiner ist, ist der Rest des Bildes vorhanden, jedoch ist nur ein Teil davon sichtbar. Ist der Rahmen größer, sehen Sie das Originalbild mit einem zusätzlichen Rand darum. Zum Ändern der Leinwandgröße gehen Sie auf +.
Geben Sie im sich öffnenden Dialog die neue Größe ein. Standardmäßig erhalten Höhe und Breite die gleiche Proportion wie das aktuelle Bild. Wollen Sie dies ändern, klicken Sie auf das Kettensymbol rechts neben . Geben Sie entweder die gewünschte Größe in den Feldern für die Breite und Höhe ein oder passen Sie die Faktoren an.
Geben Sie nach dem Anpassen der Größe an, wie das vorhandene Bild positioniert werden soll. Verwenden Sie dafür entweder die Versatzwerte oder ziehen Sie das Feld innerhalb des Rahmens unten im Dialog an die gewünschte Stelle. Sind Sie zufrieden mit den Änderungen, klicken Sie auf zum Ändern der Leinwandgröße. Mit stellen Sie die ursprünglichen Werte wieder her und mit brechen Sie das Ändern der Leinwandgröße ab.
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Das gleiche Ergebnis kann mit der Option des Auswahlwerkzeugs erreicht werden. | |
Oft ist es hilfreich, nur Teile eines Bildes zu bearbeiten. Dafür muss der zu bearbeitende Bildbereich ausgewählt werden. Bildbereiche können mithilfe von einigen Werkzeugen der Werkzeugleiste gewählt werden, mit der Quick Mask oder durch Kombinieren verschiedener Optionen. Auswahlbereiche können ebenso über verändert werden. Der Auswahlbereich wird mit einer gestrichelten Linie markiert, genannt Marching ants.
Die Hauptauswahlwerkzeuge sind relativ einfach zu verwenden. Das Pfadwerkzeug, das noch weitere Möglichkeiten außer der Auswahl bietet, ist etwas komplizierter und wird deshalb hier nicht beschrieben. Geben Sie bei den anderen Auswahlwerkzeugen unter an, ob die Auswahl eine vorhandene Auswahl ersetzen, zu dieser hinzugefügt oder von dieser abgezogen werden oder sich mit dieser schneiden soll.
Mit diesem Werkzeug können rechteckige oder viereckige Bereiche ausgewählt werden. In den Werkzeugoptionen können Sie wählen zwischen , und und können so den Umriss und die Größe der Auswahl bestimmen.
Mit dieser Option können Sie elliptische oder kreisförmige Bereiche wählen. Die verfügbaren Optionen entsprechen denen der rechteckigen Auswahl.
Mit diesem Werkzeug lassen sich Bereiche frei Hand wählen, indem Sie bei gedrückter linker Maustaste über ein Bild fahren. Die Endpunkte werden nach fertiger Auswahl durch eine gerade Linie miteinander verbunden. Der innenliegende Bereich ist ausgewählt.
Mit diesem Werkzeug wird ein Bereich aufgrund von Farbähnlichkeiten gewählt.
Damit wählen Sie durch Klicken auf ein Pixel alle Pixel derselben Farbe aus.
Klicken Sie auf verschiedene Stellen des Bildes. Die einzelnen Punkte werden basierend auf Farbunterschieden miteinander verbunden.
Mit der QMask können Sie Bildbereiche mithilfe der Malwerkzeuge auswählen. Am besten nehmen Sie eine Schnellauswahl mit der intelligenten Schere oder dem Lasso (Werkzeug zur freien Auswahl) vor. Aktivieren Sie dann die QMask durch Klicken des kleinen Symbols mit dem gestrichelten Viereck in der linken unteren Ecke.
Die QMask zeigt die Auswahl an, indem über den nicht ausgewählten Bereich eine Rotschicht gelegt wird. Die nicht eingefärbten Bereiche sind ausgewählt. Wollen Sie die Auswahl ändern, verwenden Sie die Malwerkzeuge. Mit der Farbe Weiß wählen Sie Pixel aus, mit der Farbe Schwarz heben Sie die Auswahl der gewünschten Pixel auf. Grautöne (Farben werden als Grautöne betrachtet) können für eine teilweise Auswahl verwendet werden. Eine teilweise Auswahl erlaubt weiche Übergänge zwischen ausgewählten und nicht ausgewählten Bereichen.
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Wollen Sie eine andere Farbe für die Quick Mask verwenden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol der Quick Mask und wählen Sie . Klicken Sie dann im sich öffnenden Dialog auf das farbige Feld und wählen Sie eine neue Farbe. | |
Nach dem Verwenden der Malwerkzeuge zum Anpassen der Auswahl kommen Sie aus der Quick Mask-Ansicht zur normalen Auswahl zurück, indem Sie auf das Symbol in der linken unteren Ecke des Bildfensters klicken (das rote Viereck). Es erscheint wieder die Ansicht mit den Marching ants (gestrichelte Linie).
Bei der Bildbearbeitung wird meistens Farbe aufgetragen oder entfernt. Durch Wählen eines Bildbereiches bestimmen Sie, wo Farbe aufgetragen oder entfernt werden kann. Wenn Sie ein Werkzeug wählen und mit dem Cursor auf ein Bild gehen, verändert sich der Cursor entsprechend dem Werkzeug. Bei vielen Werkzeugen wird das Symbol des aktuellen Werkzeugs zusammen mit dem Cursorpfeil gezeigt. Bei den Malwerkzeugen wird ein Umriss der aktuellen Pinselspitze gezeigt, so dass Sie genau sehen, in welchem Bereich des Bildes Sie sich befinden und wie dick der Pinselstrich sein wird.
Standardmäßig verwenden die Malwerkzeuge die Vordergrundfarbe. Dies kann jedoch in den Werkzeugoptionen für die Füllfarbe geändert werden. Zum Wählen der Farbe klicken Sie zuerst wie gewünscht auf das Feld für die Vorder- oder Hintergrundfarbe.
Ein Dialog mit vier Reitern wird geöffnet. Diese Reiter enthalten verschiedene Möglichkeiten zur Farbauswahl. Hier wird lediglich der erste Reiter beschrieben, siehe Abbildung 24.2. “Haupt-Dialog zur Farbauswahl”. Die neue Farbe wird unter angezeigt. Die vorherige Farbe sehen Sie unter .
Am einfachsten lassen sich Farben in den farbigen Bereichen links im Dialog wählen. Wählen Sie in der schmalen vertikalen Leiste eine Farbe, die der gewünschten Farbe gleicht. Im größeren Feld links neben der Leiste werden die verfügbaren Nuancen angezeigt. Klicken Sie auf die gewünschte Farbe. Diese wird daraufhin unter angezeigt. Entspricht die Farbe nicht Ihren Vorstellungen, wiederholen Sie den Vorgang.
Mit dem Pfeil rechts neben können eine Reihe möglicher Farben gespeichert werden. Klicken Sie darauf, um die aktuelle Farbe in die Historie zu kopieren. Dort kann eine vorhandene Farbe einfach durch Klicken auf das entsprechende Feld gewählt werden. Sie können eine Farbe auch durch direkte Eingabe ihres Hexadezimalwerts unter wählen.
Der Standard für die Farbauswahl ist auf den Farbton eingestellt. Dies ist für einen Neuanwender normalerweise am einfachsten. Für eine Auswahl nach Sättigung, Wert, Rot, Grün oder Blau, müssen Sie den entsprechenden Radiobutton rechts wählen. Sie können auch die Schieberegler und Ziffernfelder zum Ändern der aktuell gewählten Farbe verwenden. Experimentieren Sie ein bisschen damit, um herauszufinden, womit Sie am besten zurechtkommen.
Wird die gewünschte Farbe unter angezeigt, klicken Sie auf . Zum Wiederherstellen der Originalwerte beim Öffnen des Dialogs klicken sie auf . Wollen Sie die Farbauswahl abbrechen, gehen Sie auf .
Zum Wählen einer Farbe aus Ihrem Bild verwenden Sie das entsprechende Symbold für die Farbpipette. Legen Sie in den Werkzeugoptionen fest, ob die Vorder- oder Hintergrundfarbe gewählt werden soll. Klicken Sie dann auf einen Bildpunkt mit der gewünschten Farbe. Wollen Sie diese übernehmen, klicken Sie auf , um den Werkzeugdialog zu schließen.
Verwenden Sie zum Malen und Löschen die Werkzeuge aus der Werkzeugleiste. Für jedes Werkzeug stehen eine Reihe von Optionen zur Feineinstellung zur Verfügung. Drucksensible Optionen stehen nur bei der Verwendung eines Grafiktablets zur Verfügung.
Stift, Pinsel, Airbrush und Radiergummi funktionieren fast genauso wie ihre echten Entsprechungen. Das Tintenfüllerwerkzeug funktioniert wie ein Kalligraphiestift. Malen können Sie durch Klicken und Ziehen. Mit dem Fülleimer können Bildbereiche eingefärbt werden. Die Anwendung basiert auf Farbgrenzen im Bild. Durch Anpassen des Schwellenwerts wird die Sensibilität des Werkzeugs für Farbunterschiede geändert.
Mit dem Textwerkzeug können Sie ganz einfach Text in ein Bild einfügen. Wählen Sie in den Werkzeugoptionen die gewünschte Schrift, die Schriftgröße und -farbe, die Ausrichtung, den Einzug und Zeilenabstand. Klicken Sie dann auf einen Startpunkt im Bild. Es öffnet sich ein kleiner Dialog in dem Sie Ihren Text eintragen können. Geben Sie eine oder mehrere Textzeilen ein und drücken Sie .
Das Textwerkzeug legt für den Text eine eigene Ebene an. Wollen Sie nach der Texteinfügung weiter an dem Bild arbeiten, lesen Sie Abschnitt 24.6.1. “Ebenen”. Ist die Textebene aktiv, kann der Text durch einen Klick auf das Bild geändert werden. Sie erhalten wieder den vorherigen Textdialog. Ändern Sie die Einstellungen, indem Sie die Werkzeugoptionen anpassen.
Das Klonwerkzeug ist ideal zum Retuschieren von Bildern geeignet. Es ermöglicht das Malen in einem Bild, wobei Informationen aus einem anderen Bildteil verwendet werden. Falls gewünscht, kann das Werkzeug auch Informationen aus einem Muster entnehmen.
Beim Retuschieren arbeitet man am besten mit einem kleinen Pinsel mit weichen Kanten. Dadurch verschmelzen die Änderungen besser mit dem ursprünglichen Bild.
Zum Wählen des Ausgangspunktes im Bild halten Sie die Strg-Taste gedrückt, während Sie auf den gewünschten Punkt klicken. Malen Sie dann mit dem Werkzeug wie gewohnt. Wenn Sie den Cursor beim Malen bewegen, bewegt sich der Ausgangspunkt, der durch ein Kreuz dargestellt wird, mit. Ist die auf gesetzt (Standardeinstellung), dann wird beim Loslassen der Maustaste die Auswahl für das Klonen auf den ursprünglichen Punkt zurückgesetzt.
Bilder bedürfen oft kleiner Anpassungen, um eine ideale Druck- oder Anzeigequalität zu erzielen. In vielen Programmen für Anwender ohne große Erfahrung werden die Helligkeit und der Kontrast angepasst. Dies kann funktionieren und ist auch in The GIMP verfügbar. Bessere Resultate können jedoch durch Anpassen der Farbkanäle erzielt werden.
Gehen Sie dafür auf ++. Ein Dialog zum Steuern der Farbkanäle wird geöffnet. Mit der Option erhält man normalerweise gute Ergebnisse. Wollen Sie alle Kanäle manuell anpassen, verwenden Sie hierfür die Pipetten unter , um schwarze, graue und weiße Punkte aus dem Bild selbst aufzunehmen.
Zum Ändern einzelner Kanäle wählen Sie den gewünschten Kanal unter . Ziehen Sie dann die Schieberegler für Schwarz, Weiß und Grau unter an die gewünschte Position. Alternativ können Sie die Pipetten zum Wählen von Bildpunkten im Bild selbst verwenden, die als weiße, schwarze und graue Punkte für diesen Kanal dienen sollen.
Ist die aktiviert, dann wird im Bildfenster eine Vorschau für die jeweiligen Änderungen angezeigt. Ist das gewünschte Ergebnis erzielt, drücken Sie , um die Änderungen anzuwenden. Durch werden die ursprünglichen Einstellungen wiederhergestellt. bricht die Anpassungen an den Kanälen ab.
Die meisten in The GIMP vorgenommenen Änderungen können rückgängig gemacht werden. Die letzten Änderungen können Sie im Journal sehen, das im Standardfenster enthalten ist oder öffnen Sie es aus der Werkzeugleiste mit ++.
Im Dialog wird das ursprüngliche Bild angezeigt und eine Reihe von Bearbeitungen, die rückgängig gemacht werden können. Mit dem gelben Pfeil unten links können Sie Änderungen rückgängig machen. Mit dem grünen Pfeil rechts können Sie dies wieder verwerfen. So können Sie sich bis zum ursprünglichen Bild zurückarbeiten. Wenn Sie eine Änderung rückgängig machen und dann eine neue vornehmen, dann kann die rückgängig gemachte Änderung nicht wiederhergestellt werden.
Änderungen können ebenso unter rückgängig gemacht und wiederhergestellt werden. Alternativ können Sie die Shortcuts Strg-Z und Strg-Y verwenden.