Mit audacity (Paket audacity) können Sie Audio-Dateien aufnehmen und editieren. Man spricht hier von Harddisk-Recording. Nach dem ersten Start des Programms kann man zunächst die Sprache auswählen. Sie können die Spracheinstellung jederzeit unter ->-> ändern. Die Änderung der Sprache wird allerdings erst nach dem Neustart des Programms wirksam.
Normalerweise genügt ein einfacher Knopfdruck auf den roten Aufnahme-Button, um eine leere Stereo-Spur zu erzeugen und die Aufnahme zu starten. Nur wenn die Standard-Parameter geändert werden sollen, müssen Einstellungen unter -> vorgenommen werden. Für die Aufnahme sind die Punkte und wichtig. Bitte beachten Sie, dass bei Betätigung des Aufnahmeknopfes auch dann neue Tracks erzeugt werden, wenn bereits Tracks existieren. Dies kann besonders deswegen zunächst verwirrend sein, weil man diese Tracks in der Standardgröße des Programmfensters nicht sieht.
Mit -> können Sie Audio-Dateien importieren. Unterstützt werden dabei neben dem WAV-Format auch die komprimierten Formate MP3 und Ogg Vorbis (zu diesen Formaten siehe auch Abschnitt 19.8. “Audiodaten komprimieren”).
Werfen wir zunächst einen Blick auf das Menü , das links am Anfang jedes Tracks geöffnet werden kann. Hier können Sie u. a. zwischen verschiedenen Darstellungen umschalten. Beachten Sie dabei, dass immer eine Normalisierung der Daten auf die maximale Amplitude des Tracks vornimmt und somit ungeeignet ist, um die Aussteuerung des Signals zu überprüfen.
Je nach Anwendung können Sie unter unterschiedliche Anzeigeformate für Bereichsselektionen wählen. Mit spezifizieren Sie, ob die Bereichsgrenzen automatisch an bestimmte Größen des gewählten Anzeigeformats angepasst werden sollen. Wenn Sie zum Beispiel als Anzeigeformat wählen und einschalten, werden Bereichsgrenzen immer in Vielfachen von Frames selektiert.
Die vielfältigen Werkzeuge zum Editieren sind sämtlich mit Tooltips versehen und sollten sich daher schnell und intuitiv verwenden lassen. Sehr hilfreich ist die Funktion , die Sie mit + aufrufen. Hier können Sie sich die letzten Bearbeitungsschritte anschauen und bei Bedarf durch Mausklick in der Liste rückgängig machen. Vorsicht ist beim Button geboten. Dieser löscht Bearbeitungsschritte aus der Liste. Diese Schritte können danach nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Mit der eingebauten Spektralanalyse kommen Sie etwaigen Störgeräuschen schnell auf die Spur. Mit -> können Sie sich das Spektrum des gerade selektierten Bereichs anzeigen lassen. Hier kann mit auch eine logarithmische Frequenzskala in Oktaven gewählt werden. Wenn Sie den Mauszeiger im Spektrum bewegen, werden automatisch die Frequenzen der Maxima zusammen mit den entsprechenden Noten angezeigt.
Störende Frequenzen entfernen Sie am besten mit dem aus dem Menü . Nicht nur im Zusammenhang mit der Filterung kann es notwendig sein, den Signalpegel mit neu zu justieren. ist auch nützlich, um die Aussteuerung zu überprüfen. Per Default wird unter immer 0,0 dB angezeigt. Dies entspricht der maximal möglichen Amplitude im gewählten Audioformat. Unter wird die Verstärkung angezeigt, die notwendig wäre, um den selektierten Bereich auf diese maximale Aussteuerung zu verstärken. Wenn diese Zahl negativ ist, liegt eine Übersteuerung vor.
Mit + bzw. speichern Sie das gesamte Projekt ab. Dabei wird eine XML-Datei mit Endung .aup erzeugt, die das Projekt beschreibt. Die eigentlichen Audiodaten werden in einem Verzeichnis gespeichert, das den Namen des Projekts trägt, wobei hier noch der Zusatz _data angefügt ist.
Es ist auch möglich, dass gesamte Projekt oder den gerade selektierten Bereich als Stereo WAV-Datei zu exportieren. Zum Export im MP3-Format lesen Sie bitte die Hinweise in Abschnitt 19.8. “Audiodaten komprimieren”.