Mixer dienen als funktionale Lautstärke- und Balanceregler für die Sound-Ausgabe und -Eingabe eines Rechners. Die verschiedenen Mixer unterscheiden sich hauptsächlich in der Oberfläche. Wählen Sie denjenigen aus, der Ihren Anforderungen am besten entspricht.
![]() | Tipp |
|---|---|
Im Allgemeinen raten wir, eine Mixer-Applikation vor anderen Sound-Applikationen zu öffnen. Verwenden Sie den Mixer zum Testen und Anpassen der Reglereinstellungen für die Ein- und Ausgabe der Soundkarte. Einige Soundkarten erlauben möglicherweise keinen gleichzeitigen Zugriff von verschiedenen Applikationen. Falls eine Soundapplikation hängen bleibt, mag dies der Grund sein. | |
Verfügen Sie über mehrere Soundkarten, erhalten Sie mit gamix für jede Karte einen Reglersatz. Verschieben Sie die Kontrollregler zum Einstellen der gewünschten Level.
QAMix ist ein Mixer mit QT-Oberfläche. Die Programmoberfläche läßt sich bei Bedarf in einer XML-Datei flexibel konfigurieren. Jeder Parameter ist über MIDI steuerbar. Nach dem Start mit qamix sucht das Programm zunächst im Verzeichnis ~/.qamix nach einer XML-Datei, die dem Namen des ALSA-Treibers Ihrer Soundkarte entspricht. Existiert eine solche Datei nicht, wird im gleichen Verzeichnis nach der Datei default.xml gesucht. Wird auch diese Datei nicht gefunden, setzt das Programm die Suche entsprechend im Verzeichnis /usr/share/qamix fort.
Falls Sie über mehrere Soundkarten verfügen, wählen Sie die gewünschte Karte mit dem Parameter -c. hw:0 steht dabei für die erste Soundkarte, hw:1 für die zweite usw. Mit dem Parameter -g spezifizieren Sie explizit eine Datei für die XML-Beschreibung der Programmoberfläche. Ausführliche Informationen über das XML-Format finden Sie im Verzeichnis /usr/share/doc/packages/qamix.
Bei KMix handelt es sich um den KDE-Mixer. Für KDE-Benutzer bietet er eine einfach bedienbare, vertraute Oberfläche. Er kann auch in das KDE-Panel integriert werden.
Wenn Sie Gnome-Anwender sind, können Sie das GNOME-Mixer-Applet in ein Panel integrieren und erhalten damit eine funktionale Lautstärkeregelung. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das Panel und wählen Sie ->->. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Lautsprecher-Icon und wählen Sie aus dem Menü auf, um zu den Mixer-Funktionen zu gelangen.
alsamixer ist ein pseudo-grafischer Mixer für den Textmodus. Er wird mit den Cursortasten bedient. Sie können die Regler auch mit den Tasten Q , W , E , Y , X und C bedienen. Auf diese Weise können unterschiedliche Einstellungen für den rechten und linken Kanal vorgenommen werden. Mit der Taste M lassen sich einzelne Kanäle stummschalten. In diesem Fall wird oberhalb des stummgeschalteten Reglers angezeigt. alsamixer wird mit der Esc-Taste beendet.
Die grundlegenden Regler für die Ausgabe von Klängen sind , und . regelt die Gesamtlautstärke, während mit und die jeweilige Gewichtung der PCM bzw. Audio-CD Kanäle eingestellt werden kann.
Mit der Leertaste können Sie die Aufnahmequelle festlegen. Für die Aufnahme sind der Regler für die Eingangs-Verstärkung sowie, je nach Aufnahmequelle, die Regler bzw. wichtig.
Weitere Informationen erhalten Sie mit man alsamixer. Legen Sie wert auf eine grafische Benutzeroberfläche Programm steht Ihnen mit alsamixergui eine mausbedienbare Variante von alsamixer zur Verfügung.
![]() | Wichtig |
|---|---|
Aussehen und Funktionalität von alsamixer hängen vom Typ der verwendeten Soundkarte ab. Die folgende Beschreibung bezieht sich auf den verbreiteten AC97 -Standard für Mixer-Funktionalität. Sollte Ihre Soundkarte nicht dieser Spezifikation entsprechen, können sich Abweichungen ergeben. Für Soundkarten mit dem Chip Envy24 (ice1712) sollte der Mixer envy24control verwendet werden (siehe Abschnitt 19.2.7. “Der Mixer für den Soundchip Envy24”). | |
Neben den Parametern des -Standards gibt es bei den Soundblaster Live und Audigy Karten weitere Einstellmöglichkeiten. Für die Wiedergabe gibt es zusätzlich die Regler , und . Mit regeln Sie den Pegel des -Mix. In diesen Mix gehen auch die Signale von , und ein. regelt den Pegel der PCM-Kanäle. betrifft die Lautstärke der internen Wavetable-Synthese von MIDI-Daten.
Für die Aufnahme gibt es neben dem Parameter auch einen Regler , mit dem Sie den Pegel der Aufnahmequellen regeln. und können übrigens auch als Aufnahmequelle gewählt werden. Dieses interne Loopback Capture aktivieren Sie im -Standard durch Wahl des Reglers als Aufnahmequelle.
envy24control ist ein Mixer-Programm für Soundkarten mit dem Chip Envy24 (ice1712). Sie starten diesen Mixer entweder über das Menü ->-> oder von der Kommandozeile aus mit envy24control &. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Flexibilität des Envy24-Chips die Funktionalität bei verschiedenen Soundkarten recht unterschiedlich sein kann. Aktuelle Detailinformationen zu diesem Soundchip finden Sie in:* /usr/share/doc/packages/alsa/alsa-tools/envy24control
Im von envy24control werden die Pegel der Signale angezeigt, die innerhalb der Soundkarte digital abgemischt werden können. Die Signale mit der Bezeichnung werden von Programmen generiert, die PCM-Daten an die Soundkarte schicken. Unter werden die Signale der analogen Eingänge angezeigt. Rechts davon befinden sich die Anzeigen für die -Eingänge. Bitte beachten Sie, dass die Ein- und Ausgangspegel der analogen Kanäle unter eingestellt werden müssen.
Mit den Reglern des wird der digitale Mix abgemischt, dessen Pegel im angezeigt werden. Die enthält für jeden Ausgangskanal eine Spalte von Radiobuttons, mit denen die gewünschte Quelle für diesen Kanal gewählt werden kann.
Unter werden die Verstärkungen für die Analog-Digital- und Digital-Analog-Wandler eingestellt. Die Regler sind für die Ausgangskanäle, die Regler für die Eingangskanäle zuständig. Mit den Radiobuttons können Sie die Pegel zwischen +4 dBu und -10 dBV umschalten. Erstere Einstellung ist für den professionellen Audio-Bereich vorgesehen, während -10 dBV im Heim-Bereich verwendet wird.
Unter werden u. a. die Einstellungen für die S/PDIF Kanäle vorgenommen. Der Envy24-Chip reagiert auf Pegeländerungen mit einstellbarer Verzögerung. Diese kann mit dem Parameter konfiguriert werden.