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Zusammenfassung
Linux bietet eine weite Bandbreite an Sound-Applikationen, die sich in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden. Sie erhalten im Folgenden eine Übersicht über eine breite Palette von Applikationen für die verschiedenen Aufgaben im Multimedia-Bereich und gegebenenfalls Informationen zum entsprechenden technischen Hintergrund. Einige dieser Applikationen sind nicht Bestandteil der Standardinstallation. Verwenden Sie bitte YaST zum Installieren der zugehörigen Pakete.
Mit der Version 0.9 der Advanced Linux Sound Architecture (ALSA) wurde das Konzept für die PCM Devices grundlegend geändert und erweitert. PCM steht für „Pulse Code Modulation“ und bezeichnet bei Sound-Karten die Wiedergabeschnittstellen für digitale Audiodaten. Der Anwender kann durch die Auswahl eines bestimmten PCM-Typs beeinflussen, wie ALSA auf die Soundkarte zugreift. Die wichtigsten PCM-Typen tragen die Namen hw und plughw.
Um den Unterschied zwischen den beiden Typen zu beleuchten, werden kurz die Vorgänge beim Öffnen eines PCM-Device betrachtet. Für jedes PCM-Device müssen beim Öffnen einige Einstellungen bekannt sein. Dies sind zumindest: Sample-Format, Sample-Frequenz, Anzahl der Kanäle, Anzahl der Perioden (früher Fragments genannt) und Größe einer Periode. Nun kann es passieren, dass eine Applikation zum Beispiel eine WAV-Datei mit einer Sample-Frequenz von 44,1 kHz abspielen möchte, die Soundkarte aber diese Frequenz nicht unterstützt. In diesem Fall kann ALSA mit Hilfe des Plugin-Layer eine automatische Konvertierung der Daten in ein Format vornehmen, das von der Soundkarte unterstützt wird. Die Konvertierung betrifft die Parameter Sample-Format, Sample-Frequenz und Anzahl der Kanäle.
Die Zuschaltung des Plugin-Layers wird durch die Auswahl des PCM-Typs plughw aktiviert. Mit dem PCM-Typ hw versucht ALSA dagegen direkt, die PCM-Devices mit den von der Applikation benötigten Parametern zu öffnen. Die Angabe der gewünschten Soundkarten- und Device-Nummer folgt nach einem Doppelpunkt auf den PCM-Typ. Dabei wird zuerst die Karten- und dann die Device-Nummer angegeben. Der komplette Bezeichner für ein PCM-Device sieht also zum Beispiel so aus: plughw:0,0
Als neuer PCM-Typ ist das dmix Ausgabe-Plugin hinzugekommen. Bei Soundkarten, die kein mehrfaches Öffnen eines PCM-Device erlauben, können sich mehrere Applikationen per dmix ein solches Device teilen. Der komplette Bezeichner lautet in diesem Fall plug:dmix. Weitere Informationen über dmix finden Sie unter http://alsa.opensrc.org/index.php?page=DmixPlugin.