Im Folgenden stellen wir Ihnen einige sehr nützliche kleine KDE-Programme vor, die Ihren Arbeitsalltag erleichtern sollen. Diese Programme erfüllen sehr verschiedene Aufgaben wie die Verwaltung Ihrer Schlüssel zum Verschlüsseln und Signieren von Dateien und E-Mails, die Verwaltung Ihrer Zwischenablage, das Formatieren von Disketten, das Packen und Entpacken diverser Typen von Dateiarchiven oder erlauben es, Ihren Desktop mit anderen zu teilen.
Um im Internet surfen oder via E-Mail Nachrichten senden und empfangen zu können, müssen Sie ein Modem oder eine ISDN- bzw. Ethernet-Karte an Ihren Rechner anschließen und unter SuSE Linux einrichten. Das geschieht mit Hilfe des Systemassistenten YaST. Sobald Sie das jeweilige Gerät entsprechend konfiguriert haben, können Sie mit dem Programm KInternet die Einwahl ins Internet steuern.
KDE lädt beim Start KInternet; das Programm überprüft selbstständig, ob eine Internetverbindung hergestellt werden kann. Falls dies möglich ist, erscheint das Icon des Programms automatisch rechts unten in der KDE-Kontrollleiste als Stecker. Hier eine Übersicht über die Symbole und ihre Bedeutung:
Momentan besteht keine Verbindung zum Internet.
Verbindung wird gerade auf- oder abgebaut.
Die Verbindung wurde hergestellt.
Es werden Daten vom oder zum Internet übertragen.
Ein Fehler ist aufgetreten. Ist bereits eine Verbindung mit YaST eingerichtet, können Sie mit den Fehlergrund erfahren. Das Menü können Sie erhalten, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf das KInternet-Icon klicken.
Die Verbindung ist noch nicht aktiv wird jedoch aufgebaut sobald eine Anfrage kommt.
Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf das KInternet-Icon klicken, erscheint ein Menü, mit dessen Hilfe Sie KInternet sehr leicht konfigurieren können. Um Ihren Zugang einzurichten, rufen Sie -> auf. YaST wird nach Eingabe des root-Passworts gestartet. Je nach Zugangsart rufen Sie die Modem-, ISDN-, Netzwerk- oder DSL-Konfiguration von YaST auf, um aus einer Liste die gängigsten Provider auszuwählen.
KInternet kann noch mehr: Wird in YaST die Option Kanalbündelung eingeschaltet, erlaubt KInternet bei einer bestehenden Verbindung das Hinzufügen eines zweiten ISDN-Kanals über das Menü . Dadurch verdoppelt sich die Übertragungsgeschwindigkeit (allerdings auch zu einem höheren Preis). Aktivieren Sie die Kanalbündelung, wenn Sie große Dateien herunterladen müssen. Sie erkennen eine aktivierte Kanalbündelung im KInternet-Icon an dem roten Plus-Zeichen in der linken oberen Ecke.
Für Anwender, die automatisch eine Internetverbindung aufbauen möchten, bietet sich das „Dial on Demand“ (DoD) an. Hierbei verbindet sich KInternet selbstständig mit Ihrem Internet Service Provider (ISP), falls eine entsprechende Anfrage gestellt wurde. Nach einer Zeit der Inaktivität wird die Verbindung wieder abgebaut. Eine Dial on Demand-Verbindung erkennen Sie am blauen D in der rechten unteren Ecke.
Beachten Sie, dass DoD nur bei einer Flatrate sinnvoll ist! Durch das ständige Auf- und Abbauen der Verbindung entstehen bei einem „normalen“ Zugang erhebliche Kosten.
KGet ist der Downloadmanager für KDE, ähnlich GetRight oder Golzilla. Mit KGet können Sie Ihre Übertragungen in einem Fenster verwalten. Sie können diese anhalten, wiederaufnehmen, neue hinzufügen, löschen oder sie zeitlich versetzt laden.
Starten Sie KGet, in dem Sie Alt-F2 drücken und den Befehl kget eingeben. Beim ersten Start erscheint ein Dialogfenster, das Sie bejahen können. Damit wird KGet in Konqueror integriert. Nachdem das Dialogfenster geschlossen wurde, integriert sich KGet in den Systemabschnitt der Kontrollleiste als ein Icon mit einem nach unten zeigenden Pfeil.
Ein Klick auf diesen Pfeil öffnet das Dialogfenster, welches Ihre Übertragungen anzeigt. Um eine Übertragung in Ihre Liste einzufügen, rufen Sie das Menü -> auf. Ein Dialogfenster öffnet sich. Geben Sie im Eingabefeld eine URL ein und bestätigen Sie mit . Jetzt müssen Sie nur noch den Ort angeben, an dem die heruntergeladene Datei gespeichert werden soll. Sind alle Eingaben erfolgt, wird der Eintrag für die Übertragung in das KGet-Hauptfenster eingefügt und gestartet.
Eine andere Möglichkeit eine Übertragung einzufügen, ist mittels Drag and Drop. Hierzu ziehen Sie eine Datei (zum Beispiel von einem FTP-Server) aus dem Konqueror und lassen sie im Hauptfenster fallen.
Sie können Ihre Übertragungen auch zu einer ganz bestimmten Zeit von KGet ausführen lassen. Aktivieren Sie das Menü ->. Alle danach eingefügten Übertragungen werden nicht sofort gestartet, sondern landen zuerst in der Warteliste. Um die Zeitsteuerung einzuschalten, doppelklicken Sie auf den entsprechenden Eintrag. Ein Dialogfenster öffnet sich. Wählen Sie an. Das Dialogfenster erweitert sich um Einstellungen, mit deren Hilfe Sie Ihre Übertragung vornehmen können. Tragen Sie die entsprechenden Daten (Tag, Monat, Jahr, Uhrzeit, Minuten) ein. Das Fenster können Sie wieder schließen, indem Sie das Schließsymbol anwählen.
Sind alle Ihre Übertragungen in dieser Art erfolgt, schalten Sie KGet wieder in den Online-Modus über ->. Jetzt sollten Ihre Übertragungen zur festgelegten Zeit starten.
Der SuSEWatcher ist ein Programm, das sich im Systemabschnitt der Kontrollleiste einklinkt, und über neue Updates und neue Hardware wacht. Um eventuelle neue Updates zu erkennen, benötigt es eine Online-Verbindung. Das Programm SuSEWatcher ist im Paket kdebase3-SuSE zu finden.
Mit einem Klick auf das Icon in der Kontrollleiste öffnet sich ein Fenster. Es informiert Sie über den Status Ihrer Online-Updates und ob neue verfügbar sind. Sie können die Überprüfung auch manuell starten, indem Sie anwählen. Das Online-Update können Sie starten, indem Sie auswählen und das Root-Passwort eingeben. Nach erfolgreicher Eingabe wird das YaST Online Update-Fenster angezeigt.
Das Programm SuSEWatcher zeigt in der Kontrollleiste seinen Zustand über farbliche Icons an.
Das KDE-Programm Klipper dient als Zwischenablage von Text, den Sie mit gedrückter linker Maus-Taste markieren. Dieser Text kann kann dann sofort in eine andere Applikation übertragen werden, indem Sie den Mauspfeil an die Stelle bewegen, an der der Text eingefügt werden soll. Drücken Sie anschließend die mittlere Maustaste (bei Zweitasten-Maus beide Tasten gleichzeitig). Der Text wird über die Zwischenablage an die entsprechende Stelle kopiert.
Das Programm Klipper wird standardmäßig beim Laden von KDE gestartet und liegt als Klemmbrett-Icon in der Kontrollleiste. Betrachten Sie den Inhalt der Zwischenablage, indem Sie auf dieses Symbol klicken. Sie erhalten das Kontext-Menü und sehen die letzten sieben Einträge im Klipper, auch Verlauf genannt (siehe Abbildung 5.4. “Die Zwischenablage Klipper”). Falls Sie einen längeren Text in den Klipper kopiert haben, sehen Sie nur die erste Zeile des Textes. Jeweils der jüngste Eintrag steht oben in der Liste und ist durch ein schwarzes Häkchen als aktiv markiert. Wollen Sie ein älteres Textfragment aus dem Klipper in ein Programm kopieren, wählen Sie dieses durch Klick mit der linken Maustaste aus, bewegen dann den Mauspfeil in das Fenster der jeweiligen Applikation und drücken die mittlere Maustaste.
Im Kontext-Menü finden Sie neben den Inhalten der Zwischenablage folgende Menü-Punkte:
Klicken Sie auf diesen Menü-Eintrag, erscheint ein schwarzes Häkchen davor. Wenn Sie bei aktivierten Aktionen beispielsweise mit der Maus eine URL markieren, öffnet sich ein Fenster, in dem Sie einen Browser auswählen können, um diese URL anzuzeigen. Klicken Sie auf , dann verschwindet das Häkchen wieder und es werden keine Aktionen mehr automatisch angeboten.
Aus der Zwischenablage werden alle Einträge entfernt.
Dieser Menüpunkt bringt Sie zum Konfigurationsdialog des Klippers. Klipper lässt sich in vieler Hinsicht Ihren individuellen Wünschen anpassen. Sie können das Programm über Tastatur-Kürzel steuern oder reguläre Ausdrücke benutzen. Wenn Sie sich damit näher befassen wollen, sollten Sie das Klipper-Handbuch lesen. Für Windows-Umsteiger ist vielleicht die Option im Dialog interessant, mit der man die unter Windows üblichen Tastatur-Kürzel Strg-C und Strg-X zum Ausschneiden und Strg-V zum Einfügen aktiviert. Aktivieren Sie dazu im schwarz umrahmten Kästchen mit der Überschrift den ersten Eintrag: . Sie können dann nur die Maus benutzen oder die gewohnten Tastaturabkürzungen.
Hier wird Ihnen ein Untermenü angeboten, über das Sie das Klipper-Handbuch aufrufen, einen Problem-Bericht an die Entwickler schicken oder Informationen über Klipper und KDE abrufen Können.
Klicken Sie auf , öffnet sich ein Fenster. Sie werden gefragt, ob Klipper wieder gestartet werden soll, wenn Sie sich neu einloggen. Klicken Sie hier auf , müssen Sie das Programm aus dem Hauptmenü neu starten, wenn Sie es wieder benutzen möchten. Wählen Sie , wird das Programm nicht beendet.
Starten Sie das Programm KJobViewer aus dem Hauptmenü oder über die Kommandozeile mit dem Befehl kjobviewer. Mit diesem Programm können Sie Ihre Druckaufträge überwachen. Druckaufträge landen in einer Warteschlange, aus der sie dann in der entsprechenden Reihenfolge an den Drucker geschickt werden. So lange Ihre Aufträge noch nicht gedruckt sind, können Sie diese bearbeiten, entweder über das Aufträge-Menü oder durch Klick auf das entsprechende Symbol unter der Menüleiste (siehe Abbildung 5.5. “Druckaufträge überwachen mit KJobViewer”).
Aufräge können angehalten werden, falls Sie beispielsweise noch einmal überprüfen wollen, ob Sie das richtige Dokument an den Drucker geschickt haben, und dann gegebenenfalls wieder aufgenommen werden, wenn Sie sich entscheiden, das Dokument tatsächlich zu drucken. Mit löschen Sie eigene Druckaufträge aus der Warteschlange. Wenn Sie den Drucker wechseln wollen, weil vielleicht von Kollegen einige große Dokumente bereits an den Drucker geschickt wurden, können Sie über den Menüpunkt einen anderen Drucker auswählen.
Mit kann der Ausdruck eines Dokuments wiederholt werden. Sie müssen dazu aus dem Filter-Menü den Eintrag aufrufen, per Mausklick das entsprechende Dokument auswählen und dann aus dem Aufträge-Menü aufrufen. Der enthält die technischen Details zu einem Auftrag. Über die beiden Menüpunkte sowie können Sie sich gegebenenfalls vordrängeln, falls Sie Ihren Ausdruck so schnell als möglich brauchen, oder durch eine niedrige Priorität erst dann drucken lassen, wenn niemand sonst drucken will. Letzteres empfiehlt sich, wenn Sie ein sehr umfangreiches Dokument drucken müssen, das Sie aber nicht so bald benötigen.
Im Filter-Menü schaltet man zwischen verschiedenen Druckern um, lässt abgeschlossene Aufträge anzeigen (oder auch nicht) und kann die Ansicht auf eigene Druckaufträge beschränken, indem man auswählt. Sie sehen dann im Feld rechts oben den aktuellen Benutzer.
Im Menü finden Sie den Punkt , der zu einem kleinen Konfigurationsdialog führt. Hier können Sie bestimmen, wieviele Druckaufträge maximal angezeigt werden. Geben Sie entweder in das weiße Feld eine Zahl ein oder benutzen Sie den Schieberegler rechts daneben, um einen Wert festzulegen. Den Schieberegler bedienen Sie, indem Sie mit der linken Maustaste auf den blauen Schieber klicken, die Taste gedrückt halten und dann die Maus bewegen. Mit speichern Sie die Einstellung und mit verlassen Sie den Dialog ohne zu speichern.
Die Icons unterhalb der Menüleiste entsprechen den Funktionen, die Sie über das Menü aufrufen. Wenn Sie die Maus über eines der Symbole bewegen, sehen Sie einen Hilfetext, der Ihnen die Funktion des Symbols anzeigt.
Das Auftragsfeld gliedert sich in acht Spalten. Die Auftragskennung wird automatisch vom Drucksystem vergeben und dient der Identifizierung der verschiedenen Aufträge. In der nächsten Spalte steht der Login des Benutzers, der den Auftrag abgeschickt hat, gefolgt vom Dateinamen des Dokuments. Unter Status erfahren Sie, ob ein Auftrag sich noch in der Warteschlange befindet, gerade gedruckt wird oder bereits abgeschlossen ist. Daran anschließend sehen Sie die Größe des Dokuments in Kilobyte und in Seitenzahlen. Die Priorität steht standardmäßig auf 50, kann aber von Ihnen erhöht oder gesenkt werden, wenn nötig. Abrechnungsinformationen können Kostenstellen oder Ähnliches sein, wenn dies in Ihrem Unternehmen so konfiguriert wurde. Wenn Sie im Auftragsfeld mit der rechten Maustaste auf einen Auftrag klicken, öffnet sich das Aufträge-Menü direkt unter dem Maus-Pfeil und Sie können eine gewünschte Aktion auswählen. Bei abgeschlossenen Aufträgen stehen nur bestimmte Funktionen zu Verfügung. In der linken unteren Ecke befindet sich eine Checkbox . Wenn Sie diese mit der linken Maustaste in das Kästchen klicken, wird das KJobViewer-Fenster beim nächsten Login wieder automatisch geöffnet. Sie können den KJobViewer auch über das Druckersymbol in der Kontrollleiste starten.
KFloppy ist der Disketten-Formatierer von KDE. Rufen Sie das Programm über das Haupt-Menü auf oder starten Sie es mit dem Befehl kfloppy in der Kommandozeile. KFloppy öffnet ein Dialog-Fenster (siehe Abbildung 5.6. “Der Diskettenformatierer KFloppy”), in dem Sie zunächst einige Einstellungen über die Auswahllisten vornehmen. Bei können Sie zwischen erstem (primärem) und zweitem (sekundärem) Laufwerk wählen, falls der Rechner über zwei Diskettenlaufwerke verfügt. Bei Größe werden Sie vermutlich die Standard-Einstellung verwenden wollen, da andere Diskettentypen heute nicht mehr handelsüblich sind. Wichtig ist die Einstellung des Dateisystem-Typs. Sie haben die Wahl zwischen ext2, dem Linux-Format, und MS-DOS. Wenn Sie MS-DOS auswählen, können Sie die Diskette auch auf einem Windows-Rechner lesen und beschreiben.
Im schwarz umrandeten Feld in der Mitte des Fensters finden Sie vier Checkboxen, die Sie durch Klick mit der linken Maustaste aktivieren oder deaktivieren können. Die ersten beiden Optionen mit runden Checkboxen schließen sich gegenseitig aus, das heißt, Sie müssen sich zwischen und entscheiden. Bei der Schnellformatierung wird nur das Dateisystem neu geschrieben und alle Daten werden gelöscht. Die vollständige Formatierung schreibt auch alle Spuren und Sektoren neu und kann auch defekte Sektoren erkennen und als solche markieren. In diese Sektoren werden dann keine Daten geschrieben. Über die Checkbox können Sie die Formatierung am Ende überprüfen und verifizieren lassen. Aktivieren Sie die Box , können Sie im Feld darunter einen Namen für die Diskette eingeben.
Wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, klicken Sie auf . Sie werden anschließend darauf hingewiesen, dass alle Daten auf der Diskette verloren gehen werden, und zur Bestätigung aufgefordert. Falls während der Formatierung Probleme auftreten, werden Sie von KFloppy darauf hingewiesen. Auch über fehlerhafte Sektoren werden Sie informiert.
Durch Klick auf erhalten Sie ein kurzes Menü, das Ihnen das Handbuch zu KFloppy anbietet. Darüber hinaus können Sie einen Problembericht oder Wünsche an die Entwickler von KFloppy übermitteln und mit Informationen zu Version, Autoren, Übersetzung und Lizenz abrufen. Der Menüpunkt führt Sie zu Informationen über KDE und Webseiten der KDE-Entwickler. Verlassen Sie das Programm KFloppy durch Klick auf .
Um Platz auf der Festplatte zu sparen, gibt es so genannte Packer, die Dateien und Verzeichnisse auf einen Bruchteil Ihrer Größe zusammenschrumpfen lassen. Mit dem Programm Ark ist es möglich, diese Archive zu verwalten. Es unterstützt einige gängige Formate wie zip, tar.gz, tar.bz2, lha, rar und zoo.
Starten Sie Ark über das Hauptmenü oder mit dem Befehl ark in der Kommandozeile. Besitzen Sie bereits gepackte Dateien, können Sie diese von einem offenen Konqueror-Fenster in das Ark-Fenster verschieben, das Programm zeigt Ihnen dann den Inhalt des Archivs an. Um eine im Konqueror integrierte Inhaltsübersicht des Archivs zu erhalten, klicken Sie im Konqueror mit der rechten Maustaste auf das Archiv und wählen . Alternativ können Sie in Ark den Menüpunkt + wählen und die Datei direkt öffnen (siehe Abb. 5.7. “Ark: Vorschau eines Dateiarchivs”).
Ist ein Archiv einmal geöffnet, können Sie verschiedene Funktionen darauf anwenden. Das Menü bietet Ihnen die notwendigen Einträge dafür an, wie zum Beispiel oder , , , , oder .
Möchten Sie ein neues Archiv erstellen, wählen Sie im -Menü den Eintrag aus. Ein Fenster öffnet sich, in dem Sie den Namen des neuen Archivs eingeben müssen. Wenn Sie zusätzlich eine Dateiendung angeben, wird ein Archiv mit dem entsprechenden Format erzeugt. Lassen Sie die Endung weg, wird als Standard .zip verwendet.
Nachdem Sie den Archivnamen eingegeben haben, wird ein leeres Fenster angezeigt, in das Sie Dateien oder Verzeichnisse aus dem Konqueror verschieben können. Das Programm Ark packt die Daten zusammen und listet sie auf. Möchten Sie mehr über Ark wissen, rufen Sie die Hilfe auf, die Sie unter -> erhalten.
Sie können Ihre Arbeitsfläche für andere Benutzer auf deren Rechner freigeben. Das „Desktop Sharing“ verwendet das RFB-Protokoll, besser bekannt als VNC. Damit kann ein Linux-Desktop auch für Clients mit anderen Betriebssystemen zur Verfügung gestellt werden, wenn diese VNC beherrschen.
Um vertrauenswürdigen Personen Zugriff auf Ihre Arbeitsfläche zu gestatten, müssen Sie diesen zunächst ein Passwort zukommen lassen. Dies geschieht über die Einladung. Starten Sie über das Hauptmenü das Kontrollzentrum und wählen Sie aus dem Modul den Punkt .
Klicken Sie auf und wählen Sie im Dialogfenster zwischen und . Klicken Sie auf , erzeugen Sie eine Einladung mit IP-Adresse des Rechners, Passwort und Verfallszeit der Einladung. Diese Daten müssen Sie dann selbst an die entsprechende Person weitergeben. Klicken Sie auf werden alle nötigen Daten per E-Mail verschickt. KMail startet automatisch und erstellt eine E-Mail mit den entsprechenden Daten (Rechner, Passwort und Verfallszeit). Am Ende der E-Mail befindet sich ein Link, auf den der Empfänger der E-Mail nur noch klicken muss, damit ein Browser Ihren Desktop anzeigt. Sie müssen nur noch die E-Mail-Adresse des Empfängers eintragen und können gegebenenfalls den Standard-Text modifizieren, bevor Sie die Mail verschicken (siehe Abbildung 5.8. “Arbeitsfläche freigeben mit Einladung per E-Mail”).
Über die Schaltfläche können Sie sämtliche Einladungen widerrufen. Alternativ können Sie auch nur mit der linken Maustaste auf eine der bestehenden Einladungen klicken. Dann wird auch die Schaltfläche aktiviert. Wenn Sie auf diese klicken, wird nur die ausgewählte Einladung zurückgezogen und gelöscht.
Wird schließlich von einer eingeladenen Person eine Verbindung angefordert, informiert Sie KDE darüber. Sie können dann entscheiden, ob Sie die Verbindung zulassen oder zurückweisen möchten. Akzeptieren Sie die Verbindung, sollten Sie auch über die Checkbox die Tastatur- und Maussteuerung freigeben. Aus Sicherheitsgründen besteht jede Verbindung maximal nur eine Stunde.
Um die Standard-Einstellungen zu verändern, rufen Sie aus dem Hauptmenü über das auf. Klicken Sie hier im linken Fenster auf und dann auf . In der unteren Hälfte des Fensters finden Sie verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten. Die Standard-Einstellungen sollten aus Sicherheitsgründen allerdings nicht verändert werden.
Mit KSnapshot erstellen Sie Photos von Ihrem Bildschirm oder speziellen Anwendungen. Starten Sie es aus dem Hauptmenü oder über die Kommandozeile mit dem Befehl ksnapshot. Das Dialogfenster von KSnapshot ist in zwei Teilbereiche gegliedert (siehe Abb. 5.9. “KSnapshot: Bildschirmphoto aufnehmen”). Der obere Bereich () besteht aus einer Vorschau auf den aktuellen Bildschirmausschnitt und drei Buttons zum Erstellen und Abspeichern der Bildschirmphotos. Im unteren Teil legen Sie weitere Optionen zur eigentlichen Aufnahme des Bildschirmphotos fest.
Zur Aufnahme eines Bildschirmphotos legen Sie über das Drop-Down-Menü die Verzögerung in Sekunden fest, die zwischen dem Klick auf und der eigentlichen Aufnahme verstreichen darf. Ist die Checkbox aktiv, wird automatisch nur das Fenster „fotografiert“, in dem der Bildschirmzeiger steht. Um das Bildschirmphoto abzuspeichern, klicken Sie auf und legen Sie im folgenden Dialogfenster Verzeichnis und Dateinamen fest, unter denen das Bild abgespeichert werden soll. Über erstellen Sie einen ersten Ausdruck.
Mit Hilfe des Programms Kontact können Sie sich E-Mails, Notizen, Kontakte, Neuigkeiten, Wetter, Kalender in einem übersichtlichen Fenster anzeigen lassen. Rufen Sie das Programm über die Tastenkombination Alt-F2 und Eingabe von kontact auf (siehe Abbildung 5.10. “Kontact: Alles unter einem Dach”).
Welche Komponenten im Fenster erscheinen sollen, können Sie über -> auswählen.
Kopete ist ein Messenger. Damit können mehrere Partner, die über das Internet miteinander verbunden sind, chatten. Kopete unterstützt derzeit alle gängigen Messenger Protokolle wie ICQ, MSN, Yachoo, SMS, Jabber, AIM und IRC.
Um Kopete benutzen zu können, müssen Sie das Programm individuell konfigurieren und Ihre Benuzterdaten eingeben. Klicken Sie in der Menüleiste auf und dann . Unter dem Punkt finden Sie alle derzeit verfügbaren Protokolle. Setzen Sie ein Häkchen vor der von Ihnen gewünschten Verbindungsart.
Unter dem Punkt können Sie Ihre Benutzerdaten eintragen. Bevor Sie einen Messenger benutzen können, müssen Sie sich bei einem Provider, der einen solchen Nachrichtendienst anbietet, anmelden. Klicken Sie nun auf . Es öffnet sich ein Konfigurations-Assistent, der Sie bis zur Fertigstellung Ihres Benutzerprofiles begleiten wird.
Im nächten Schritt sehen Sie die verfügbaren Nachrichtendienste. Hier wählen Sie Ihren Dienst aus, bei dem Sie sich angemeldet haben, und klicken dann auf .
Im nächten Schritt tragen Sie Ihre Kontodaten, mit denen Sie sich bei Ihrem Nachrichtendienst angemeldet haben, ein. Meistens müssen Sie Ihr Psyeudonym, Namen oder Email Adresse und das von Ihnen gewählte Passwort eingeben. Jetzt noch auf klicken und Ihr Messenger Account ist fertig eingerichtet.
Der nächste Punkt in der Konfiguration ist ; er beeinflußt die Anzeige von Kopete. Unter dem Menü-Reiter stehen Ihnen mehrere Arten von Smilies zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Chat Nachrichten etwas lebendiger machen können.
Die Reiter und bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihr Fenster, mit dem Sie mit einem anderen Teilnehmer komunizieren, selbst zu gestalten. Sie können zwischen den klassischen Anzeigen der jeweiligen Anbieter wählen oder selbst ein neues Layout gestalten, indem Sie die Schriftart oder die Farbe nach Ihren Vorstellungen ändern.
Um mit einem Teilnehmer zu chatten, müssen Sie noch Kontakte hinzufügen, Falls Sie schon ein Konto auf einem anderen PC eingerichtet haben, werden diese Daten übernommen und automatisch in Ihre Kontaktliste eingefügt. Um einen anderen Benutzer manuell anzulegen, klicken Sie im Hauptmenü auf und .
Ein neuer Assistent öffnet sich, der Sie bis zur Fertigstellung begleiten wird. Bedenken Sie aber, dass Sie online sein müssen, um einen Kontakt in Ihre Liste hinzufügen zu können.
Diese Funktion rufen Sie auf, in dem Sie im Hauptmenü auf -> klicken. Vergeben Sie jetzt der Gruppe noch einen beliebigen Namen und bestätigen das mit . Ein neuer Ordner erscheint in Ihrer Kontaktliste, in den Sie Ihre gewünschten Kontakte ablegen können. Ziehen Sie einfach mit dem Drag&Drop Verfahren einen Kontakt in den gewünschten Ordner. Damit können Sie Ihre Kontakte gruppieren und haben dadurch einen besseren Überblick.
Damit Sie sich jetzt mit anderen Teilnehmern unterhalten können, müssen Sie eine Verbindung mit dem Internet herstellen und dann im Hauptmenü ->-> anklicken. Nun wird eine Verbindung zwischen Kopete und dem ausgewählten Nachrichtendienst hergestellt.
Um ein Gespräch mit einem Teilnehmer zu beginnen, gehen Sie folgendermaßen vor: Im Hauptprogramm sehen Sie Ihre Kontakte. Wenn ein Kontakt online ist, klicken Sie ihn mit der rechten Maustaste an. Nun haben Sie mehrere Möglichkeiten. Sie können demjenigen eine Textnachricht schicken oder einen Chat beginnen. Der Unterschied ist, dass Sie bei einem Chat noch andere Teilnehmer einladen können und alle gleichzeitig in Echtzeit Textnachrichten verschicken können. Wenn Sie den Chat erstellt haben und als erster den Chat verlassen, wird die Verbindung zu den anderen Teilnehmern getrennt.
Auch Dateien lassen sich über einen Messenger bequem verschicken. Klicken Sie mit einem Rechtsklick auf einen Benutzer und gehen Sie auf den Namen des jeweiligen Benuzers innerhalb dieses Menüs. Sie finden hier Optionen wie, , , und . Nachdem Sie auf geklickt haben, öffnet sich ein neues Fenster, in dem Sie Ihre gewünschte Datei auswählen können. Bestätigen Sie mit und eine Anfrage wird an den Empfänger geschickt, ob er diese Datei annehmen will oder nicht. Wenn die Antwort positiv ist, beginnt die Übertragung der Datei.
SUSE LINUX besitzt nach der Installation verschiedene Schriftarten, die jedem zugänglich sind und in unterschiedlichen Formaten (Bitmap, TrueType usw.) vorliegen. Man spricht von den sog. „Systemschriften“. Darüberhinaus können Anwender auch selbst eigene installieren, wie man sie von diversen Sammlungen auf CD erhalten kann. Allerdings sind solche Schriften nur für den jeweiligen Benutzer sichtbar.
Das KDE-Kontrollzentrum vereinfacht mit dem KFontinst-Modul die Verwaltung von System- und persönlichen Schriften (siehe Abbildung 5.13. “Verwaltung von Schriften im Kontrollzentrum”).
Um selbst zu überprüfen, welche Schriften verfügbar sind, geben Sie in einem Konqueror-Fenster die URL fonts:/ ein. Daraufhin werden zwei Ordner angezeigt: Persönlich und System. Eigene Schriften werden im Verzeichnis Persönlich installiert, für das Verzeichnis System benötigen Sie Root-Rechte.
Um eigene Schriftarten als Benutzer zu installieren, gehen Sie dabei wie folgt vor:
Starten Sie das Kontrollzentrum und rufen Sie das Modul über -> auf.
Wählen Sie aus der Icon-Reihe Schriften hinzufügen aus. Alternativ können Sie auch mit einem Rechtsklick auf die Liste ein Popup-Menü anzeigen lassen mit der selben Aktion.
Ein Dialogfenster öffnet sich. Wählen Sie eine oder mehrere Schriften aus, die Sie einfügen möchten.
Die markierten Schriften werden jetzt in Ihren persönlichen Schriftenordern eingefügt. Eine Vorschau sehen Sie, wenn Sie eine Schrift auswählen.
Wollen Sie Ihre Systemschriften aktualisieren, wählen Sie zuerst den Knopf , geben Ihr Root-Passwort ein und gehen Sie analog wie bei einem Benutzer vor.
Sehr praktisch ist auch die Möglichkeit, vorhandene Schriften zu deaktivieren. Sie bleiben zwar auf dem Datenträger vorhanden, allerdings sind sie für das System „unsichtbar“. Wählen Sie das entsprechende Icon, oder alternativ aus dem Popup-Menü den Punkt ; hierbei verschwindet der grüne Haken. Um Ihre Einstellungen wirksam werden zu lassen, bestätigen Sie mit . Ihre deaktivierten Schriften sind nun für Ihre Anwendungen nicht mehr sichtbar. Dadurch lässt sich in den Schrift-Auswahldialogen die Menge der angezeigten Schriften auf ein überschaubares Maß reduzieren.