4.4. Hardware

Neue Hardware muss entsprechend den Vorgaben des Herstellers eingebaut bzw. angeschlossen werden. Schalten Sie externe Geräte wie Drucker oder Modem an und rufen Sie das entsprechende YaST-Modul auf. Ein Großteil der handelsüblichen Geräte wird von YaST automatisch erkannt und die technischen Daten angezeigt. Falls die automatische Erkennung fehlschlägt, bietet YaST eine Geräteliste an (zum Beispiel Modell/Hersteller), aus der Sie das passende Gerät auswählen. Konsultieren Sie die Dokumentation zu Ihrer Hardware, wenn die auf Ihrem Gerät aufgedruckte Information nicht ausreicht.

[Important]Wichtig

Achtung bei Modellbezeichnungen: Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, es mit einer ähnlichen Bezeichnung zu probieren, wenn Sie Ihr Modell in der Geräteliste nicht finden.

In manchen Fällen ist jedoch eine absolut buchstaben- bzw. nummerngetreue Angabe unerlässlich, denn ähnliche Bezeichnungen lassen nicht immer auf Kompatibilität schließen.

4.4.1. CD-ROM-Laufwerke

Im Rahmen der Installation werden alle erkannten CD-ROM-Laufwerke in das installierte System eingebunden, d.h. es werden entsprechende Einträge in der Datei /etc/fstab vorgenommen und die Unterverzeichnisse in /media werden angelegt. Mit diesem YaST-Modul können Sie auch nachträglich eingebaute Laufwerke in das System integrieren.

Nach dem Aufruf des Moduls wird eine Liste mit allen erkannten Laufwerken präsentiert. Markieren Sie Ihr neues Laufwerk in der Checkbox am Zeilenanfang und schließen Sie dann mit Beenden ab. Das neue Laufwerk wird nun ins System integriert und ist verwendbar.

4.4.2. Drucker

4.4.2.1. Grundsätzliches zum Drucken unter Linux

Unter Linux werden Drucker über Druckerwarteschlangen angesprochen. Die zu druckenden Daten werden dabei in der Druckerwarteschlange zwischengespeichert und durch den Druckerspooler nacheinander zum Drucker geschickt.

Meist liegen diese Daten nicht in einer Form vor, die direkt an den Drucker geschickt werden könnte. Eine Grafik muss zum Beispiel normalerweise in ein Format umgewandelt werden, das der Drucker direkt ausgeben kann. Die Umwandlung in die Druckersprache erfolgt durch den Druckerfilter, der vom Druckerspooler zwischengeschaltet wird, um Daten ggf. so umzuwandeln, dass sie der Drucker direkt ausgeben kann.

4.4.2.2. Beispiele für Standarddruckersprachen

  • ASCII-Text

    Jeder normale Drucker kann wenigstens ASCII-Text direkt ausgeben, aber es gibt auch Drucker, die ASCII-Text zwar nicht direkt drucken können, aber über eine der folgenden Standarddruckersprachen dennoch angesprochen werden können.

  • PostScript

    PostScript ist die Standardsprache für Druckausgaben unter Unix/Linux. Solche Druckausgaben können auf PostScript-Druckern direkt ausgegeben werden.

  • PCL3, PCL4, PCL5e, PCL6, ESC/P , ESC/P2, ESC/P-Raster

    Wenn kein PostScript-Drucker angeschlossen ist, verwendet der Druckerfilter das Programm Ghostscript, um die Daten in eine dieser anderen Standarddruckersprachen umzuwandeln. Dabei wird ein möglichst gut zu dem jeweiligen Druckermodell passender Treiber verwendet, um modellspezifische Besonderheiten (z. B. Farbeinstellungen) berücksichtigen zu können.

4.4.2.3. Ablauf des Druckauftrages unter Linux

  1. Der Anwender oder ein Anwendungsprogramm erzeugt einen neuen Druckauftrag.

  2. Die zu druckenden Daten werden in der Druckerwarteschlange zwischengespeichert, von wo sie der Druckerspooler an den Druckerfilter weiterleitet.

  3. Der Druckerfilter übernimmt nun folgende Aufgaben:

    1. Der Typ der zu druckenden Daten wird bestimmt.

    2. Wenn die Daten nicht PostScript sind, werden sie zuerst in die Standardsprache PostScript umgewandelt. Insbesondere ASCII-Text wird normalerweise mit dem Programm a2ps in PostScript umgewandelt.

    3. Die PostScript-Daten werden ggf. in eine andere Druckersprache umgewandelt.

      • Wenn ein PostScript-Drucker angeschlossen ist, werden die PostScript-Daten direkt an den Drucker geschickt.

      • Wenn kein PostScript-Drucker angeschlossen ist, wird das Programm Ghostscript mit einem zur Druckersprache des jeweiligen Druckermodells passenden Ghostscript-Treiber verwendet, um die druckerspezifischen Daten zu erzeugen, die dann an den Drucker geschickt werden.

  4. Nachdem der Druckauftrag komplett an den Drucker geschickt wurde, löscht der Druckerspooler den Druckauftrag aus der Druckerwarteschlange.

4.4.2.4. Verschiedene Drucksysteme

Bei SUSE LINUX werden zwei verschiedene Drucksysteme unterstützt:

LPRng/lpdfilter

Das ist ein traditionelles Drucksystem bestehend aus dem Druckerspooler LPRng und dem Druckerfilter lpdfilter. Beim traditionellen Drucksystem wird die gesamte Konfiguration einer Warteschlange vom Systemverwalter festgelegt, der Benutzer kann nur zwischen verschiedenen Warteschlangen wählen. Um für einen Drucker zwischen verschiedenen Konfigurationen wählen zu können, müssen für denselben Drucker verschiedene Warteschlangen mit verschiedenen Konfiguration eingerichtet werden.

CUPS

Beim Drucksystem CUPS hat der Benutzer die Möglichkeit, für jeden Ausdruck druckerspezifische Einstellungen individuell festzulegen, denn hier ist nicht die gesamte Konfiguration einer Warteschlange durch den Systemverwalter festgelegt, sondern die Möglichkeiten für druckerspezifische Einstellungen sind in einer PPD-Datei (PostScript Printer Description) pro Warteschlange hinterlegt und können so dem Benutzer in einem Druckdialog angeboten werden.

Die beiden Drucksysteme schließen sich gegenseitig aus, es kann nur eines installiert sein.

Weiterführende Hinweise zu CUPS finden Sie unter http://www.cups.org/ und im Administrationshandbuch.

4.4.2.5. Warteschlangen

Normalerweise werden mehrere Druckerwarteschlangen benötigt:

  • Verschiedene Drucker werden über verschiedene Warteschlangen angesprochen.

  • Pro Warteschlange kann der Druckerfilter individuell konfiguriert werden. Also werden verschiedene Warteschlangen für denselben Drucker verwendet, um verschiedene Konfigurationen zur Verfügung zu stellen. Bei CUPS ist das nicht notwendig, da hier der Benutzer selbst die entsprechenden Einstellungen festlegen kann.

Bei reinen Schwarzweiß-Druckern (zum Beispiel den meisten Laserdruckern) ist eine Standardkonfiguration ausreichend, aber bei Farb-Tintenstrahldruckern werden normalerweise mindestens zwei Konfigurationen – also zwei Warteschlangen – benötigt:

  • Eine lp-Standardkonfiguration, mit der der Drucker schnellen und kostengünstigen Schwarzweißdruck liefert.

  • Eine color-Konfiguration bzw. Warteschlange für Farbdruck.

4.4.2.6. Unterstützte Drucker

Da die Druckertreiber für Linux normalerweise nicht vom Hersteller der Hardware entwickelt werden, ist es erforderlich, dass der Drucker über eine der allgemein bekannten Druckersprachen angesprochen werden kann. Normale Drucker verstehen zumindest eine der bekannten Druckersprachen. Verzichtet aber der Hersteller darauf und baut einen Drucker, der nur mit speziellen eigenen Steuersequenzen angesprochen werden kann, so handelt es sich um einen GDI-Drucker (zum Beispiel viele billige Tintenstrahldrucker), der von Hause aus nur unter der Betriebssystemversion läuft, für die der Hersteller einen Treiber mitgeliefert hat. Da die Art, solche Drucker anzusprechen, keiner bekannten Norm genügt, sind derartige Geräte häufig nur unter Schwierigkeiten für Linux verwendbar.

Trotzdem werden einige solche Drucker von SUSE LINUX unterstützt. Sie sind aber oft problematisch, und es kann evtl. bei einzelnen Modellen Einschränkungen wie zum Beispiel nur Schwarzweißdruck in geringer Auflösung geben. Bitte beachten Sie, dass wir nicht für die Verlässlichkeit der folgenden Angaben garantieren können, da wir GDI-Druckertreiber nicht selbst testen. Folgende GDI-Drucker werden direkt durch die Konfiguration mit YaST unterstützt:

  • Brother HL 720/730/820/1020/1040, MFC 4650/6550MC/9050 und dazu kompatible Modelle.

  • HP DeskJet 710/712/720/722/820/1000 und dazu kompatible Modelle.

  • Lexmark 1000/1020/1100/2030/2050/2070/3200/5000/5700/7000/7200, Z11/42/43/51/52 und dazu kompatible Modelle. Linux-Treiber direkt von Lexmark finden Sie unter http://www.lexmark.com/printers/linuxprinters.html

  • Oki Okipage 4w/4w+/6w/8w/8wLite/8z/400w und dazu kompatible Modelle.

  • Samsung ML-200/210/1000/1010/1020/1200/1210/1220/4500/5080/6040 und dazu kompatible Modelle.

Zumindest folgende GDI-Drucker sind unseres Wissens nicht durch SUSE LINUX unterstützt, diese Liste ist sicher längst nicht vollständig:

  • Brother DCP-1000, MP-21C, WL-660

  • Canon BJC 5000/5100/8000/8500, LBP 460/600/660/800, MultiPASS L6000

  • Epson AcuLaser C1000, EPL 5500W/5700L/5800L

  • HP LaserJet 1000/3100/3150

  • Lexmark Z12/22/23/31/32/33/82, Winwriter 100/150c/200

  • Minolta PagePro 6L/1100L/18L, Color PagePro L, Magicolor 6100DeskLaser/2DeskLaserPlus/2DeskLaserDuplex

  • Nec SuperScript 610plus/660/660plus

  • Oki Okijet 2010

  • Samsung ML 85G/5050G, QL 85G

  • Sharp AJ 2100, AL 1000/800/840/F880/121

4.4.2.7. Konfiguration mit YaST2

Zur Druckereinrichtung wählen Sie im YaST-Kontrollzentrum unter Hardware den Punkt Drucker. Es erscheint das Hauptfenster der Druckereinrichtung. Hier sehen Sie im oberen Fenster die erkannten Drucker, im unteren Fenster die eingerichteten Warteschlangen. Wurde ein Drucker nicht automatisch erkannt, können Sie die Erkennung erneut starten und dann auf Konfigurieren klicken und den Drucker manuell einrichten. Nicht jeder Drucker kann für beide Drucksysteme CUPS und LPRng/lpdfilter konfiguriert werden. Gewisse Konfigurationen werden entweder nur von CUPS oder nur von LPRng/lpdfilter unterstützt. Die YaST Druckerkonfiguration zeigt dies entsprechend an.

[Important]Wichtig

CUPS ist das Standarddrucksystem in SUSE LINUX. Es kann aber jederzeit zwischen den beiden Drucksystemen CUPS und LPRng umgeschaltet werden. Wählen Sie dazu in der YaST-Druckerkonfiguration zunächst Ändern und anschließend Erweitert. Sie können dann eines der angebotenen Drucksysteme auswählen und konfigurieren.

4.4.2.8. Automatische Konfiguration

YaST ermöglicht eine automatische Konfiguration des Druckers, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  1. Der parallele bzw. der USB-Anschluss wird automatisch korrekt eingerichtet und der daran angeschlossene Drucker automatisch erkannt.

  2. In der Druckerdatenbank findet sich die Identifikation des Druckermodells, die YaST bei der automatischen Hardwareerkennung erhalten hat. Diese Hardware-Identifikation unterscheidet sich bei manchen Druckern von der Modellbezeichnung. In diesem Fall kann das Modell unter Umständen nur manuell ausgewählt werden.

Für jede Konfiguration sollte grundsätzlich mit dem YaST-Testdruck ausprobiert werden, ob sie tatsächlich funktioniert. Die YaST-Testseite liefert zusätzlich wichtige Informationen zur jeweiligen Konfiguration.

4.4.2.9. Manuelle Konfiguration

Wenn eine der Bedingungen für die automatische Konfiguration nicht erfüllt ist oder eine spezielle individuelle Konfiguration gewünscht wird, muss die Einrichtung manuell erfolgen.

Je nachdem inwieweit YaST die Hardware automatisch erkennt und inwieweit zu dem jeweiligen Druckermodell Informationen in der Druckerdatenbank vorhanden sind, kann YaST die benötigten Daten automatisch ermitteln oder eine sinnvolle Vorauswahl anbieten.

Insgesamt müssen folgende Werte konfiguriert werden:

Hardwareanschluss (Schnittstelle)

Wie der Hardwareanschluss zu konfigurieren ist, hängt davon ab, ob YaST den Drucker bei der Hardware-Erkennung finden konnte.

  • Kann YaST das Druckermodell automatisch erkennen, ist davon auszugehen, dass der Druckeranschluss auf Hardwareebene funktioniert und es müssen hier keine Einstellungen vorgenommen werden.

  • Kann YaST das Druckermodell nicht automatisch erkennen, deutet dies darauf hin, dass der Druckeranschluss auf Hardware-Ebene nicht ohne manuelle Konfiguration funktioniert. Wie Sie in diesem Fall weiter vorgehen, lesen Sie bitte im Administrationshandbuch nach.

Name der Warteschlange

Da der Warteschlangenname beim Drucken oft eingegeben werden muss, sollten nur kurze Namen aus Kleinbuchstaben und evtl. Zahlen verwendet werden.

Ghostscript-Treiber bzw. Druckersprache (Druckermodell)

Ghostscript-Treiber und Druckersprache sind durch das jeweilige Druckermodell vorgegeben und werden durch die Wahl einer zum Druckermodell passenden vordefinierten Konfiguration festgelegt. Durch die Wahl von Hersteller und Modell wird somit eigentlich die Druckersprache bzw. ein zum Drucker passender Ghostscript-Treiber mit vordefinierten Treibereinstellungen ausgewählt. Bei Bedarf kann diese Konfiguration in einer gesonderten Maske individuell angepasst werden.

Da der Ghostscript-Treiber die druckerspezifischen Daten für Nicht-PostScript-Drucker erzeugt, ist die Konfiguration des Ghostscript-Treibers die entscheidende Stelle, an der die Art des Ausdrucks festgelegt wird. Die Wahl des Ghostscript-Treibers und entsprechende treiberspezifische Einstellungen bestimmen das Druckbild. Hier werden die Unterschiede im Druckbild zwischen verschiedenen Konfigurationen für denselben Drucker festgelegt.

Abbildung 4.8. YaST2-Druckereinrichtung: Wahl des Druckers

YaST2-Druckereinrichtung: Wahl des Druckers

Hat YaST ein Druckermodell aus der Druckerdatenbank automatisch erkannt oder wurde das Modell dort manuell ausgewählt, gibt es eine sinnvolle Vorauswahl geeigneter Ghostscript-Treiber. In diesem Fall bietet YaST zumeist mehrere vordefinierte Konfigurationen an, zum Beispiel:

  • Schwarzweißdruck

  • Farbdruck 300 dpi

  • Photodruck 600 dpi

Eine vordefinierte Konfiguration beinhaltet einen geeigneten Ghostscript-Treiber und ggf. passende treiberspezifische Einstellungen für die jeweilige Art des Ausdrucks. Nicht alle auswählbaren Kombinationen einzelner Treibereinstellungen funktionieren mit jedem Druckermodell – insbesondere oft nicht in Kombination mit einer hohen Auflösung.

Ein Drucken der YaST Testseite ist unerlässlich. Wenn beim Drucken der Testseite Unsinn gedruckt wird (zum Beispiel viele fast leere Seiten), können Sie den Druck sofort am Drucker stoppen, indem Sie alles Papier entnehmen und erst dann den Testdruck abbrechen. Allerdings gibt es Fälle, in denen anschließend kein weiterer Ausdruck mehr möglich ist. Es empfiehlt sich daher, den Testdruck abzubrechen und das Ende des Ausdrucks abzuwarten.

Ist das Druckermodell nicht in der Druckerdatenbank eingetragen, so gibt es eine Auswahl an Standardtreibern für die Standarddruckersprachen.

Erweiterte Einstellungen

Hier gelangen Sie zu den hardwareabhängigen (treiberspezifischen) und den hardwareunabhängigen Einstellungen. Sie können hier spezielle Einstellungen für die Warteschlangen und Zugriffsbeschränkungen vornehmen. Im Normalfall brauchen und sollten Sie hier keine Änderungen vornehmen. Detailinformationen zu den möglichen Einstellungen finden Sie im Administrationshandbuch im Druckerkapitel.

4.4.2.10. Konfiguration für Anwendungsprogramme

Anwendungsprogramme verwenden die bestehenden Warteschlangen analog zum Drucken auf der Kommandozeile. Konfigurieren Sie daher in den Anwendungsprogrammen im Normalfall nicht den Drucker erneut, sondern verwenden Sie die existierenden Warteschlangen.

Drucken auf der Kommandozeile

Auf der Kommandozeile druckt man mit dem Befehl lpr -Plp Dateiname wobei Dateiname durch den Namen der zu druckenden Datei zu ersetzen ist. In diesem Fall wird die Standardwarteschlange lp verwendet. Durch die Option -P kann die Warteschlange explizit bestimmt werden. Mit lpr -Pcolor Dateiname wird beispielsweise die Warteschlange color verwendet.

Beim LPRng/lpdfilter Drucksystem

Anwendungsprogramme verwenden hier den lpr-Befehl zum Drucken. Wählen Sie dazu im Anwendungsprogramm den Namen einer bestehenden Warteschlange (zum Beispiel color) oder geben Sie in der Druckmaske des Anwendungsprogramms das passende Druck-Kommando (zum Beispiel lpr -Pcolor) ein.

Beim CUPS Drucksystem

Das CUPS-Drucksystem enthält Kommandozeilentools wie zum Beispiel den lpr-Befehl, so dass Obiges auch für CUPS funktioniert.

Der Druckdialog in KDE-Programmen ist dazu aber auf Druck über ein externes Programm umzustellen, weil sonst kein Druckbefehl eingegeben werden kann. Zusätzlich gibt es grafische Druckerdialogprogramme wie xpp oder das KDE-Programm kprinter, die es ermöglichen, nicht nur die Warteschlange zu wählen, sondern auch CUPS-Standardoptionen und druckerspezifische Optionen aus der PPD-Datei über grafische Auswahlmenüs einzustellen.

Um kprinter in verschiedenen Anwendungsprogrammen als einheitlichen Druckdialog zu bekommen, geben Sie in der Druckmaske der Anwendungsprogramme als Druckbefehl kprinter oder kprinter --stdin ein. Welcher Druckbefehl zu nehmen ist, hängt vom Anwendungsprogramm ab. Dadurch erscheint nach der Druckmaske des Anwendungsprogramms der kprinter-Druckerdialog, in dem Sie die Warteschlange und die weiteren Optionen einstellen. Bei dieser Methode ist darauf zu achten, dass sich die Einstellungen in der Druckmaske des Anwendungsprogramms und in kprinter nicht widersprechen. Sinnvollerweise nehmen Sie Einstellungen dann nur in kprinter vor.

4.4.2.11. Mögliche Probleme

Kommt es zu einer Störung in der Kommunikation zwischen Rechner und Drucker, kann der Drucker mit den gesendeten Daten nichts sinnvolles anfangen und es kommt zu dem Problem, dass Unmengen Papier mit sinnlosen Zeichen vollgedruckt werden.

  1. Entnehmen Sie alles Papier bei Tintenstrahldruckern bzw. öffnen Sie die Papierschächte bei Laserdruckern, damit das Drucken aufhört.

  2. Da der Druckauftrag erst dann aus der Warteschlange entfernt wird, nachdem er komplett an den Drucker geschickt wurde, wird er meist noch in der Warteschlange stehen. Auch durch einen Reboot wird kein Druckauftrag aus der Warteschlange gelöscht. Sie können Druckaufträge zum Beispiel mit dem Programm kprinter löschen. Hinweise zur Behandlung von Druckaufträgen auf der Kommandozeile erhalten Sie im Administrationshandbuch.

  3. Evtl. werden noch einige Daten an den Drucker übertragen, obwohl der Druckauftrag aus der Warteschlange gelöscht ist. Alle Prozesse, die noch auf den Drucker zugreifen, können mit fuser beendet werden; für einen Drucker am Parallelport:

    $> fuser -k /dev/lp0

    Für einen USB-Drucker lautet der Befehl:

    $> fuser -k /dev/usb/lp0
  4. Setzen Sie den Drucker komplett zurück, indem Sie ihn einige Zeit vom Stromnetz trennen (ausschalten). Danach legen Sie das Papier wieder ein und schalten den Drucker an. Nun sollte der Drucker wieder für neue Aufträge bereit sein.

4.4.2.12. Weitere Informationen

Details zum Drucken unter Linux finden Sie im Administrationshandbuch, das auf Ihrem SUSE LINUX bereits installiert ist, im Kapitel Druckerbetrieb. Zum Betrachten des Buches starten Sie die SUSE-Hilfe und klicken dort auf Administrationshandbuch. Alternativ können Sie auch in Ihrem Browser das Verzeichnis /usr/share/doc/packages/suselinux-reference_de laden und dort auf die PDF-Datei klicken.

Die Dokumentation im Administrationshandbuch beschreibt vorwiegend allgemeine Fragestellungen und deren Lösung. Für viele spezielle Problemfälle finden Sie in der Support-Datenbank eine Lösung.

Bei Druckerproblemen helfen Ihnen die Support­daten­bank-Ar­tikel Drucker einrichten und Drucker einrichten ab SUSE LINUX 8.2 weiter, die Sie unter dem Stichwort einrichten finden bzw. online unter:

http://sdb.suse.de/de/sdb/html/jsmeix_print-einrichten.html

http://sdb.suse.de/de/sdb/html/jsmeix_print-einrichten-82.html

Die wichtigsten Problemfälle pro Version sind jeweils in einem zentralen Artikel zusammengefasst: Bekannte Probleme und Besonderheiten in SUSE LINUX 9.1

4.4.3. Festplatten-Controller

Normalerweise konfiguriert YaST den Festplatten-Contoller Ihres Systems während der Installation. Wenn Sie zusätzliche Controller einbauen, können Sie deren Einbindung in das System mit diesem YaST-Modul erledigen. Sie können hier auch die bestehende Konfiguration ändern, was aber normalerweise nicht notwendig sein sollte.

Der Dialog bietet eine Liste von erkannten Festplatten-Controllern und erlaubt eine Zuordnung des passenden Kernel-Moduls mit spezifischen Parametern. Mit Laden des Moduls testen sollten Sie überprüfen, ob die aktuellen Einstellungen funktionieren, bevor sie dauerhaft im System gespeichert werden.

[Warning]Warnung

Dies ist ein Experten-Werkzeug. Sie sollten hier nur dann eingreifen, wenn Sie genau wissen, was Sie tun. Falls Sie hier falsche Einstellungen vornehmen, kann es sein, dass Ihr System nicht mehr startet. Machen Sie in jedem Fall Gebrauch von der Test-Option.

4.4.4. Grafikkarte und Monitor (SaX2)

Die grafische Oberfläche, der X-Server, ermöglicht die Kommunikation zwischen Hardware und Software. Desktops wie KDE und GNOME können somit Informationen auf dem Bildschirm anzeigen, mit denen der Benutzer arbeiten kann. Desktops und ähnliche Anwendungen werden oft als Windowmanager bezeichnet. Unter Linux gibt es viele solcher Windowmanager, die sich in Aussehen und Funktionalität stark unterscheiden können.

Die grafische Oberfläche wird bereits während der Installation eingerichtet. Wenn Sie die Werte verbessern oder beispielsweise im laufenden System einen anderen Monitor anschließen wollen, haben Sie mit diesem YaST2-Modul die Möglichkeit dazu. Vor einer eventuellen Änderung wird die aktuelle Konfiguration gespeichert. Danach gelangen Sie in denselben Dialog wie bei der Installation von SUSE LINUX. Sie haben die Wahl zwischen Nur Textmodus und der grafischen Oberfläche. Für letztere werden die aktuellen Werte angezeigt: die Bildschirmauflösung, die Farbtiefe, die Bild-Wiederholfrequenz, sowie Hersteller und Typ Ihres Monitors, falls dieser automatisch erkannt wurde. Falls Sie Ihr System gerade installieren oder eine neue Grafikkarte eingebaut haben und diese zum erstenmal initialisiert wird, erscheint zusätzlich ein kleines Fenster, in dem Sie gefragt werden, ob Sie 3D-Beschleunigung für Ihre Grafikkarte aktivieren wollen.

Klicken Sie auf Ändern. Jetzt startet SaX2, das Tool zum Konfigurieren der Eingabe- und Anzeigegeräte, in einem separaten Fenster (Abb. 4.9. “Das Hauptfenster von SaX2”).

Abbildung 4.9. Das Hauptfenster von SaX2

Das Hauptfenster von SaX2

4.4.4.1. SaX2 – Hauptfenster

In der linken Navigationsleiste sehen Sie vier Hauptpunkte: Anzeige, Eingabegeräte, Multihead und AccessX. Unter Anzeige können Sie Ihren Monitor, Ihre Grafikkarte, Farbtiefe und Auflösung sowie Lage und Größe des dargestellten Bildes einrichten. Unter Eingabegeräte konfigurieren Sie Tastatur und Maus sowie bei Bedarf einen Touchscreen-Monitor und ein Grafiktablett. Im Multihead-Menü richten Sie einen Mehrbildschirmbetrieb ein (s. Abschnitt 4.4.4.8. “Multihead”). Sie können den Modus der Multihead-Anzeige sowie die Anordnung der Bildschirme auf Ihrem Schreibtisch festlegen. AccessX ist ein hilfreiches Tool zur Steuerung des Mauszeigers mit dem Nummerntastenblock für den Fall, dass Sie einen Rechner ohne Maus booten oder die Maus noch nicht funktioniert. Hier können Sie die Geschwindigkeit des Mauszeigers, der dann mit dem Nummerntastenblock bedient wird, ändern.

Bei Monitor und Grafikkarte stellen Sie Ihre jeweiligen Modelle ein. In aller Regel werden Bildschirm und Grafikkarte automatisch vom System erkannt. Dann sind hier keine Einstellungen nötig.

Falls Ihr Monitor nicht automatisch erkannt wird, gelangen Sie automatisch in den Monitorauswahldialog. Die Hersteller- und Geräteliste bietet eine große Auswahl an Modellen, aus der Sie Ihren Monitor wählen können, oder Sie geben die Werte, die Sie der Anleitung Ihres Monitors entnehmen, manuell ein oder wählen vordefinierte Einstellungen, die so genannten Vesa-Modi.

Wenn Sie nach Abschluss Ihrer Einstellungen für Ihren Monitor und Ihre Grafikkarte hier im Hauptfenster auf Abschließen klicken, haben Sie die Möglichkeit, einen Test Ihrer Einstellungen durchzuführen. Damit können Sie sicherstellen, dass Ihre Konfiguration problemlos von Ihren Geräten übernommen wurde. Falls Sie kein ruhiges Bild erhalten, brechen Sie den Test bitte sofort mit der Taste Esc ab und reduzieren Sie die Werte für die Bildwiederholfrequenz und/oder für Auflösung/Farbtiefe. Alle Ihre vorgenommenen Änderungen, ganz gleich ob Sie den Test durchgeführt haben oder nicht, werden erst aktiv, wenn Sie das grafische System, den X-Server, neu starten. Wenn Sie KDE benutzen, reicht es, wenn Sie sich einmal aus- und wieder einloggen.

4.4.4.2. Anzeige

Gehen Sie auf Konfiguration ändern+Eigenschaften, erscheint ein Fenster mit den drei Reitern Monitor, Frequenzen und Erweitert:

  • Monitor – Hier wählen Sie im linken Fensterteil den Hersteller und im rechten Ihr Modell aus. Falls Sie Disketten mit Linux-Treibern für Ihren Monitor haben, können Sie diese nach Klick auf den Button Treiberdiskette einspielen.

    Abbildung 4.10. SaX2: Die Auswahl des Monitors

    SaX2: Die Auswahl des Monitors
  • Frequenzen – Hier können Sie die jeweiligen Horizontal- und Vertikalfrequenzen für Ihren Bildschirm eintragen. Die Vertikalfrequenz ist eine andere Bezeichnung für die Bildwiederholfrequenz. Normalerweise werden aus dem Modell die jeweiligen zulässigen Wertebereiche ausgelesen und hier eingetragen. Sie brauchen sie i.d.R. nicht zu ändern.

  • Erweitert – Hier können Sie noch einige Optionen für Ihren Bildschirm eintragen. Im oberen Auswahlfeld legen Sie fest, mit welcher Methode die Bildschirmauflösung und -geometrie berechnet werden. Nehmen Sie hier nur Änderungen vor, wenn der Monitor fehlerhaft angesteuert wird, d.h. kein stabiles Bild zu erkennen ist. Weiter können Sie die Größe des dargestellten Bildes ändern und den Stromsparmodus DPMS aktivieren.

[Warning]Warnung

Lassen Sie trotz der eingebauten Schutzmechanismen insbesondere bei der manuellen Eingabe der zulässigen Frequenzen besondere Sorgfalt walten. Falsche Werte können zur Zerstörung des Monitors führen. Schlagen Sie die Werte gegebenenfalls im Handbuch Ihres Monitors nach.

4.4.4.3. Grafikkarte

Im Grafikkartendialog gibt es zwei Reiter: Allgemein und Erweitert:

  • Allgemein – Hier stellen Sie wie oben bei der Monitoreinrichtung links den Hersteller und rechts das Modell Ihrer Grafikkarte ein.

    Abbildung 4.11. SaX2: Die Auswahl der Grafikkarte

    SaX2: Die Auswahl der Grafikkarte
  • Erweitert – Sie können hier rechts einstellen, ob Sie Ihren Bildschirm nach links oder in die Senkrechte gedreht haben (v. a. bei manchen drehbaren TFT-Bildschirmen sinnvoll). Die Eintragungen für die BusID sind nur beim Betrieb mehrerer Bildschirme von Bedeutung. Hier brauchen Sie normalerweise nichts zu ändern. Auch die Kartenoptionen sollten Sie nicht ändern, wenn Sie die Bedeutung der Optionen nicht kennen. Lesen Sie hierzu bei Bedarf in der Dokumentation Ihrer Grafikkarte nach.

4.4.4.4. Farben/Auflösung(en)

Auch hier gibt es wieder drei Reiter: Farben, Auflösung und Erweitert.

  • Farben – Bei der Auswahl der Farbtiefe stehen Ihnen abhängig von der verwendeten Hardware die Einstellungen 16, 256, 32768, 65536 und 16,7 Millionen Farben bei 4, 8, 15, 16 oder 24 Bit zur Verfügung. Für eine brauchbare Darstellung sollten Sie wenigstens 256 Farben einstellen.

  • Auflösung – Beim Erkennen der Hardware wird diese abgefragt und Kombinationen aus Auflösung und Farbtiefen angeboten, die von Ihrer Hardware fehlerfrei angezeigt werden können. Daher ist die Gefahr, dass Sie durch falsche Einstellungen Ihre Hardware beschädigen, unter SUSE LINUX sehr gering. Wenn Sie allerdings die Auflösung manuell ändern, sollten Sie sich unbedingt in der Dokumentation zu Ihrer Hardware informieren, ob diese Ihre neu eingestellten Werte problemlos darstellen kann.

    Abbildung 4.12. SaX2: Auflösungen einstellen

    SaX2: Auflösungen einstellen
  • Erweitert – Hier können Sie zu den Auflösungen, die im vorigen Reiter angeboten wurden, eigene hinzufügen, die dann in die Auswahl mitaufgenommen werden.

4.4.4.5. Virtuelle Auflösung

Jede Oberfläche besitzt ihre eigene Auflösung, die über den ganzen Bildschirm sichtbar ist. Neben dieser Auflösung kann eine weitere Auflösung eingestellt werden, die größer als der sichtbare Bereich des Bildschirms ist. Wenn Sie die Kanten des Bildschirms mit der Maus verlassen, wird der virtuelle Bereich in den sichtbaren Bereich des Monitors geschoben. An der Pixelgröße ändert sich dabei nichts, jedoch ist die Nutzfläche der Oberfläche größer. Dies bezeichnet man als virtuelle Auflösung.

Abbildung 4.13. SaX2: Virtuelle Auflösung einstellen

SaX2: Virtuelle Auflösung einstellen

Das Einstellen der virtuellen Auflösung kann auf zwei verschiedene Arten geschehen:

  • Über Drag&Drop – Befindet sich die Maus auf dem angezeigten Monitorbild, so verändert sich der Mauszeiger zu einem Fadenkreuz. Halten Sie die linke Maustaste gedrückt und bewegen Sie gleichzeitig die Maus, so verändert sich die Größe der Rasterfläche. Die Größe der Rasterfläche zeigt den Bereich der virtuellen Auflösung entsprechend der realen, durch das Monitorbild dargestellten Auflösung an. Diese Einstellmethode empfiehlt sich immer dann, wenn Sie nur einen bestimmten Bereich, über dessen Größe Sie sich noch nicht ganz sicher sind, als virtuellen Bereich einstellen wollen.

  • Durch Auswahl aus dem Popup-Menü – Über das Popup-Menü, das sich immer in der Mitte der Rasterfläche befindet, sehen Sie die aktuell eingestellte virtuelle Auflösung. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie eine Standardauflösung als virtuelle Auflösung definieren wollen, wählen Sie einfach über das Menü eine entsprechende Auflösung aus.

4.4.4.6. 3D-Beschleunigung

Falls Sie bei der Erstinstallation oder beim Einbau einer neuen Grafikkarte und deren Konfiguration die 3D-Beschleunigung nicht aktiviert haben, können Sie das hier jederzeit nachholen.

4.4.4.7. Bildlage und -größe

Hier können Sie mit Hilfe der Pfeile die Größe und Position des angezeigten Bildes genau justieren (vgl. Abb. 4.14. “SaX2: Anpassung der Bildgeometrie”). Wenn Sie mit einer Multihead-Umgebung arbeiten (mehr als ein Bildschirm), können Sie mit dem Button Nächster Bildschirm zu Ihren weiteren Monitoren springen, um dort ebenfalls Größe und Position festzulegen. Mit Speichern sichern Sie Ihre Einstellungen.

Abbildung 4.14. SaX2: Anpassung der Bildgeometrie

SaX2: Anpassung der Bildgeometrie

4.4.4.8. Multihead

Wenn Sie mehr als eine Grafikkarte in Ihren Rechner eingebaut haben oder eine Grafikkarte mit mehreren Ausgängen besitzen, können Sie mehrere Bildschirme an Ihrem System betreiben. Betreiben Sie zwei Bildschirme, wird das Dualhead, bei mehr als zwei Multihead genannt. SaX2 erkennt automatisch, wenn sich im System mehrere Grafikkarten befinden, und bereitet die Konfiguration entsprechend darauf vor. In dem Multihead-Dialog von SaX können Sie den Multihead-Modus und die Anordnung Ihrer Bildschirme festlegen. Drei Modi stehen zur Verfügung: Traditionell (default), Xinerama und Cloned:

  • Traditionelles Multihead – Sie haben mit jedem Monitor eine eigenständige Einheit. Lediglich der Mauszeiger kann zwischen den Bildschirmen wechseln.

  • Cloned Multihead – Dieser Modus ist überwiegend für Präsentationen und Messen von Bedeutung und vor allem bei großen Bildschirmwänden sehr effektvoll. Jeder Monitor hat in diesem Modus den gleichen Inhalt. Die Maus ist in diesem Modus nur auf dem Hauptschirm zu sehen.

  • Xinerama Multihead – Alle Bildschirme verschmelzen zu einem einzigen großen, das heisst Programmfenster können frei auf allen Monitoren platziert werden oder auf eine Größe, die mehr als einen Monitor umfasst, aufgezogen werden.

Unter dem Layout einer Multihead-Umgebung versteht man die Anordnung und Nachbarschaftsbeziehungen der einzelnen Bildschirme. SaX2 legt standardmäßig in der Reihenfolge der erkannten Grafikkarten ein Standardlayout an, das alle Bildschirme in einer Linie von links nach rechts anordnet. Im Layout-Dialog des Multihead-Tools legen Sie fest, wie die Monitore auf Ihrem Schreibtisch angeordnet sind, indem Sie einfach mit der Maus die Bildschirmsymbole auf der Gitterwand verschieben.

Nachdem Sie den Layout-Dialog abgeschlossen haben, können Sie die neue Konfiguration durch Klick auf den Button Test überprüfen.

Bitte beachten Sie, dass Linux derzeit keine 3D-Unterstützung in einer Xinerama-Multiheadumgebung bietet. SaX2 schaltet die 3D Unterstützung in diesem Fall ab.

4.4.4.9. Eingabegeräte

Maus

Wenn die Maus bereits funktioniert, müssen Sie hier nichts weiter tun. Sollte die Maus jedoch nicht funktionieren, können Sie sie über den Ziffernblock der Tastatur wie im Abschnitt 4.4.4.10. “AccessX” beschrieben steuern.

Falls die automatische Erkennung fehlschlägt, müssen Sie Ihre Maus manuell konfigurieren. Der Dokumentation zu Ihrer Maus können Sie eine Beschreibung des Typs entnehmen. Wählen Sie diesen aus der Liste der unterstützten Maustypen aus. Wenn der richtige Maustyp markiert ist, bestätigen Sie das durch Klick mit der Taste 5 auf dem Ziffernblock.

Tastatur

In diesem Dialog legen Sie in dem oberen Auswahlfeld fest, welche Tastatur Sie benutzen. Darunter wählen Sie die Sprache für Ihr Tastaturlayout, d.h. für die länderspezifische Lage der Tasten. In dem Testfeld schließlich können Sie durch Eingabe von Sonderzeichen, zum Beispiel ö, ä, ü oder ß, feststellen, ob Ihr gewähltes Sprachlayout korrekt übernommen wurde.

Die Checkbox, mit der Sie die Eingabe von akzentuierten Buchstaben ein- und ausschalten können, sollten Sie im Normalfall so belassen, wie sie für die jeweilige Sprache voreingestellt ist. Mit Beenden übernehmen Sie die neuen Einstellungen in Ihr System.

Touchscreen

Derzeit werden von XFree86 Touchscreens der Marken Microtouch und Elo TouchSystems unterstützt. SaX2 kann in diesem Fall nur den Monitor automatisch erkennen, nicht aber den Toucher. Der Toucher ist wiederum wie ein Eingabegerät anzusehen. Folgende Schritte sind zur Einrichtung nötig:

  1. Starten Sie SaX2 und wechseln Sie zu Eingabegeräte -> Touchscreens.

  2. Klicken Sie auf Hinzufügen und fügen Sie einen Touchscreen hinzu.

  3. Speichern Sie die Konfiguration mit Beenden ab. Ein Test der Konfiguration ist nicht zwingend erforderlich.

Touchscreens besitzen eine Vielzahl von Optionen und müssen in den meisten Fällen zuerst kalibriert werden. Unter Linux gibt es dazu leider kein allgemeines Werkzeug. Zu den Größenverhältnissen der Touchscreens sind in die Standardkonfigurationen sinnvolle Default-Werte integriert, so dass hier i. d. R. keine zusätzliche Konfiguration nötig wird.

Grafiktablet

Derzeit werden von XFree86 noch einige Grafiktablets unterstützt. SaX2 bietet dazu die Konfiguration über USB bzw. serielle Schnittstelle an. Ein Grafiktablet ist aus der Sicht der Konfiguration wie eine Maus anzusehen oder, allgemeiner ausgedrückt, wie ein Eingabegerät. Es empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  1. Starten Sie SaX2 und wechseln Sie zu Eingabegeräte -> Grafiktablet.

  2. Klicken Sie auf Hinzufügen, wählen Sie im folgenden Dialog den Hersteller und und fügen Sie ein Grafiktablet aus der angebotenen Liste hinzu.

  3. Kreuzen Sie dann rechts in den Checkboxen an, ob Sie noch einen Stift und/oder einen Radierer angeschlossen haben.

  4. Prüfen Sie bei einem seriellen Tablet wie bei allen hinzugefügten Geräten, ob der Anschluss richtig ist: /dev/ttyS0 bezeichnet die erste serielle Schnittstelle, /dev/ttyS1 die zweite und so weiter.

  5. Speichern Sie die Konfiguration durch Klick auf Beenden ab.

4.4.4.10. AccessX

Wenn Sie Ihren Rechner ohne Maus betreiben und nach dem Start von SaX2 AccessX aktivieren, können Sie den Mauszeiger auf Ihrem Bildschirm mit dem Nummerntastenblock Ihrer Tastatur steuern (siehe Tabelle 4.1. “AccessX – Bedienung der Maus über den Nummernblock”).

Tabelle 4.1. AccessX – Bedienung der Maus über den Nummernblock

TasteBeschreibung
÷Aktiviert die linke Maustaste
×Aktiviert die mittlere Maustaste
Aktiviert die rechte Maustaste
5 Diese Taste löst einen Klick des zuvor aktivierten Mausbuttons aus. Wurde kein Mausbutton aktiviert, wird die linke Maustaste benutzt. Die Aktivierung der jeweiligen Taste wird nach dem Klick wieder auf die Standardeinstellung gesetzt.
+ Diese Taste wirkt wie die Taste 5, mit dem Unterschied, dass dadurch ein Doppelklick ausgelöst wird.
0 Diese Taste wirkt wie die Taste 5, mit dem Unterschied, dass sie nur einen Druck des Mausbuttons bewirkt und diesen beibehält.
Entf Diese Taste löst den Druck auf einen Mausbutton, der mit der Taste 0 erzeugt wurde.
7Bewegt die Maus nach links oben
8Bewegt die Maus geradlinig nach oben
9Bewegt die Maus nach rechts oben
4Bewegt die Maus nach links
6Bewegt die Maus nach rechts
1Bewegt die Maus nach links unten
2Bewegt die Maus geradlinig nach unten
3Bewegt die Maus nach rechts unten

Sie können nun mit dem Schieberegler einstellen, wie schnell sich Ihr Mauszeiger bei Druck der jeweiligen Tasten bewegen soll.

Der Ziffernblock kann nach dem Einschalten von AccessX als Mausersatz verwendet werden. Um z. B. ein Icon auf den Desktop anzuwählen, positioniert man die Maus mit den Tasten 4, 6, 2 oder 8 des Nummernblocks auf das Icon. Um es zu aktivieren verwendet man die Taste 5.

4.4.4.11. Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen über das X-Window-System, seine Geschichte und seine Eigenschaften finden Sie im Administrationshandbuch im Kapitel Konfiguration des X Window System mit SaX2.

4.4.5. Hardware-Informationen

YaST führt für die Konfiguration von Hardwarekomponenten eine Hardware-Erkennung durch. Die erkannten technischen Daten werden in diesem Dialog angezeigt. Dies ist insbesondere dann nützlich, wenn Sie z. B. eine Support-Anfrage stellen wollen – dafür brauchen Sie Informationen zu Ihrer Hardware.

Abbildung 4.15. Hardwareinformationen anzeigen

Hardwareinformationen anzeigen

4.4.6. IDE DMA-Modus

Dieses Modul ermöglicht Ihnen, bei installiertem System den sog. DMA-Modus für Ihre (IDE-) Festplatte(n) und Ihre (IDE-) CD/DVD-Laufwerke zu aktivieren oder zu deaktivieren. Bei SCSI-Geräten ist dieses Modul funktionslos. DMA-Modi können die Leistungsfähigkeit bzw. die Geschwindigkeit der Datenübertragung in Ihrem System erheblich steigern.

Der aktuelle Kernel von SUSE LINUX aktiviert bei der Systeminstallation DMA automatisch für Festplatten und lässt ihn für CD-Laufwerke deaktiviert, da in der Vergangenheit bei standardmäßiger DMA-Aktivierung für alle Laufwerke des öfteren Probleme bei CD-Laufwerken aufgetreten sind. Sie können nachträglich mit dem DMA-Modul für Ihre Laufwerke entscheiden, ob Sie DMA aktivieren oder nicht. Sollten z.B. bei Ihrem Festplattenbetrieb Probleme auftauchen, kann es hilfreich sein, DMA zu deaktivieren. Umgekehrt steigern Sie die Datenübertragungsrate Ihres CD-Laufwerks, wenn Sie DMA dafür aktivieren und das Laufwerk den Modus ohne Probleme unterstützt.

[Important]Wichtig

DMA (=Direct Memory Access) bedeutet Direkter Speicherzugriff, d. h. Laufwerke können Ihre Daten direkt in den Arbeitsspeicher übertragen ohne den Umweg über die Prozessorsteuerung.

4.4.7. Joystick

Mit diesem Modul können Sie Ihren Joystick konfigurieren, indem Sie den Hersteller und das Modell aus der dargestellten Liste auswählen. Mit Test können Sie überprüfen, ob Ihr Joystick korrekt angesprochen wird. Der Test-Dialog zeigt drei Balkendiagramme für die analogen Achsen des Joystick und Markierungen für die vier Standard-Knöpfe. Wenn Sie den Joystick bewegen oder die Knöpfe betätigen, sollten Sie im Test-Dialog eine entsprechende Reaktion sehen. Da Joysticks meistens an die Sound-Karte angeschlossen werden, können Sie dieses Modul auch über die Soundkartenkonfiguration (s. u.) erreichen.

4.4.8. Maus

Mit diesem YaST-Modul stellen Sie das aktuell verwendete Maus-Modell ein. Weil die Vorgehensweise für die Auswahl der Maus schon im Rahmen der benutzerdefinierten Installation erklärt wurde, verweisen wir hier auf den Abschnitt 2.5.3. “Maus”.

4.4.9. Scanner

Wenn Sie Ihren Scanner angeschlossen und eingeschaltet haben, sollte beim Start dieses YaST-Moduls Ihr Scanner automatisch erkannt werden. In diesem Fall erscheint der Dialog zur Installation des Scanners. Falls kein Scanner erkannt wird, geht es weiter mit der manuellen Konfiguration. Wenn Sie bereits einen oder mehrere Scanner installiert haben sollten, erscheint zunächst eine Übersichtstabelle mit einer Liste vorhandener Scanner, die bearbeitet oder gelöscht werden können. Mit Hinzufügen richten Sie ein neues Gerät ein.

Als Nächstes wird eine Installation mit Standardeinstellungen durchgeführt. Wenn die Installation erfolgreich war, erscheint eine entsprechende Meldung. Nun können Sie Ihren Scanner testen, indem Sie eine Vorlage darauf legen und dann auf Test klicken.

4.4.9.1. Scanner wurde nicht erkannt

Beachten Sie, dass nur unterstützte Scanner automatisch erkannt werden können. Scanner, die an einer anderen Maschine im Netzwerk betrieben werden, werden auch nicht erkannt. Unterscheiden Sie zur manuellen Konfiguration zwischen einem USB-, SCSI- oder Netzwerkscanner.

  • USB-Scanner: Hier muss der Hersteller bzw. das Modell eingegeben werden. YaST versucht, USB-Module nachzuladen. Falls Ihr Scanner sehr neu ist, kann es sein, dass die Module nicht automatisch geladen werden können. In diesem Fall gelangen Sie weiter in einen Dialog, in dem Sie die Möglichkeit haben, das USB-Modul per Hand nachzuladen. Lesen Sie hierzu den YaST-Hilfetext.

  • SCSI-Scanner: Geben Sie das Device an (zum Beispiel /dev/sg0). Hinweis: Ein SCSI-Scanner darf nicht im laufenden System angeschlossen oder ausgesteckt werden. Fahren Sie zuerst das System herunter.

  • Netzwerk-Scanner: Hier benötigen Sie die IP-Adresse bzw. den Hostnamen.

Bei einem Netzwerk-Scanner können Sie einen anderen Scanner verwenden, der an einem Rechner in Ihrem Netzwerk angeschlossen und als Netzwerk-Scanner eingerichtet ist. Lesen Sie zur Konfiguration eines Netzwerk-Scanners den Supportdatenbank-Artikel Scanner unter Linux (http://sdb.suse.de/, Stichwortsuche Scanner). Bei der Wahl des Netzwerk-Scanners ist in der sich öffnenden Maske der Hostname oder die IP-Adresse des Rechners, an dem der Scanner angeschlossen ist, einzutragen.

Wenn Ihr Scanner nicht erkannt wurde, ist das Gerät wahrscheinlich nicht unterstützt. Manchmal werden jedoch auch unterstützte Scanner nicht erkannt. Hier hilft Ihnen gegebenenfalls die manuelle Scanner-Auswahl weiter. Wenn Sie in der Hersteller- und Modellliste Ihren Scanner identifizieren können, wählen Sie ihn einfach an; falls nicht, gehen Sie lieber auf Abbrechen. Informationen zu Scannern, die mit Linux funktionieren, finden Sie unter http://cdb.suse.de, http://sdb.suse.de oder http://www.mostang.com/sane .

[Warning]Warnung

Die manuelle Zuordnung des Scanners sollten Sie nur dann vornehmen, wenn Sie sich sicher sind. Bei einer falschen Auswahl kann sonst Ihre Hardware Schaden nehmen.

4.4.9.2. Fehlerbehebung

Wenn Ihr Scanner nicht erkannt wurde, sind folgende Ursachen möglich:

  • Der Scanner wird nicht unterstützt. Unter http://www.suse.de/sdb finden Sie eine Liste mit Geräten, die zu Linux kompatibel sind.

  • Ihr SCSI-Controller ist nicht korrekt installiert.

  • Es gibt Terminierungs-Probleme mit Ihrer SCSI-Schnittstelle.

  • Ihr SCSI-Kabel überschreitet die zulässige Länge.

  • Ihr Scanner hat einen SCSI-Light-Controller, der von Linux nicht unterstützt wird.

  • Ihr Scanner könnte defekt sein.

[Warning]Warnung

Bei einem SCSI-Scanner darf das Gerät auf keinen Fall im laufenden System angeschlossen oder ausgesteckt werden. Fahren Sie bitte zuerst Ihren Rechner herunter.

Weitere Informationen zum Scannen finden Sie im Kapitel 23. Kooka – Das Scanprogramm.

4.4.10. Sound

YaST versucht beim Aufruf des Sound-Konfigurationstools, Ihre Soundkarte automatisch zu erkennen. Sie können eine oder mehrere Soundkarten einrichten. Falls man mehrere Soundkarten verwenden möchte, wählt man zuerst eine der zu konfigurierenden Karten aus. Mit dem Button Konfigurieren gelangen Sie weiter zum Menü Setup. Über den Button Bearbeiten kann man bereits konfigurierte Soundkarten unter Sound­kon­fi­gu­ra­tion editieren. Beenden speichert die momentanen Einstellungen und schließt die Soundkonfiguration ab. Sollte YaST Ihre Soundkarte nicht automatisch erkennen, kann man über das Menü Sound­kon­fi­gu­ra­tion mit dem Button Soundkarte hinzufügen zur Manuellen Auswahl der Soundkarten gelangen. In diesem Dialog ist es möglich, eine Soundkarte und das zugehörige Modul selbst auszuwählen.

4.4.10.1. Setup

Unter Schnelles automatisches Setup werden keine weiteren Konfigurationsschritte abgefragt und kein Testsound gestartet. Die Soundkarte wird fertig eingerichtet.

Mit Normales Setup hat man die Möglichkeit, im folgenden Menü Lautstärke der Soundkarte die Ausgangslautstärke zu regeln und einen Testsound abzuspielen.

Bei Erweitertes Setup mit der Möglichkeit, Optionen zu ändern, gelangt man in das Menü Erweiterte Optionen für die Soundkarte. Hier kann man die Optionen der Soundmodule manuell anpassen.

Zusätzlich können Sie von hier aus Ihren Joystick einrichten, indem Sie auf die gleichnamige Checkbox klicken. Es erscheint dann ein Dialog, in dem Sie den Typ Ihres Joysticks auswählen und dann auf Weiter klicken. Der gleiche Dialog erscheint auch, wenn Sie im YaST-Kontrollzentrum auf Joystick klicken.

4.4.10.2. Lautstärke der Soundkarte

Unter dieser Testmaske können Sie Ihre Soundkonfiguration testen. Mit den Buttons + und - stellen Sie die Lautstärke ein. Beginnen Sie bitte bei etwa 10%, um weder Ihre Lautsprecher noch Ihr Gehör zu schädigen. Durch einen Klick auf den Button Test sollte jetzt ein Testsound zu hören sein, falls nicht, regeln Sie die Lautstärke nach. Mit Weiter schließen Sie die Soundkonfiguration ab und die Lautstärke wird gespeichert.

4.4.10.3. Soundkonfiguration

Mit der Option Löschen kann man eine Soundkarte entfernen. Vorhandene Einträge von bereits konfigurierten Soundkarten werden in der Datei /etc/modules.conf deaktiviert. Unter Optionen gelangt man in das Menü Erweiterte Optionen für die Soundkarte. Hier kann man die Optionen der Soundmodule manuell anpassen. Im Menü Mixer ist es möglich, die Pegeleinstellungen für Ein- und Ausgänge der jeweiligen Soundkarten zu konfigurieren. Mit Weiter werden die neuen Werte gespeichert und mit Zurück wieder auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt. Bei Soundkarte hinzufügen... können Sie weitere Soundkarten integrieren. Findet YaST automatisch eine weitere Soundkarte, gelangen Sie in das Menü Konfigurieren Sie eine Soundkarte. Findet YaST keine Soundkarte, geht es direkt zu Manuelle Auswahl der Soundkarte.

Wenn Sie eine Creative Soundblaster Live oder AWE verwenden, können Sie über die Option Soundfonts installieren automatisch von der original Soundblaster Treiber CD-ROM SF2-Soundfonts auf Ihre Festplatte kopieren. Diese werden im Verzeichnis /usr/share/sfbank/creative/ abgelegt.

Über die Checkbox ALSA starten kann man das Starten von ALSA beim Booten des Rechners (de-)aktivieren. Zur Wiedergabe von Midi-Dateien sollten Sie die Checkbox Sequenzer starten aktiviert haben. Somit werden beim Laden der ALSA-Module die benötigten Soundmodule für die Sequenzerunterstützung mitgeladen.

Beim Aufruf von Beenden wird die Lautstärke und die Konfiguration aller bis dahin installierten Soundkarten gespeichert. Die Mixereinstellungen werden in der Datei /etc/asound.conf abgelegt und die ALSA-Konfigurationsdaten werden am Ende der Datei /etc/modules.conf eingetragen.

4.4.10.4. Konfigurieren Sie eine Soundkarte

Wurden mehrere Soundkarten gefunden, wählen Sie unter Liste der automatisch erkannten... Ihre gewünschte Karte aus. Mit Weiter gelangen Sie nun zum Menüpunkt Setup. Wird die Soundkarte nicht automatisch gefunden, wählen Sie den Punkt von der Liste wählen an und mit Weiter gelangt man in das Menü Manuelle Auswahl der Soundkarte.

4.4.10.5. Manuelle Auswahl der Soundkarte

Falls Ihre Soundkarte nicht automatisch erkannt wurde, wird eine Liste von Soundkartentreibern und Soundkartenmodellen angezeigt, aus der Sie eine Auswahl treffen können. Mit der Auswahl Alle können Sie die komplette Liste der unterstützten Soundkarten ansehen.

Sehen Sie gegebenenfalls in der Dokumentation zu Ihrer Soundkarte nach, um die nötigen Informationen zu erhalten. Des Weiteren finden Sie auch eine Aufstellung der von ALSA unterstützten Soundkarten mit den jeweils zugehörigen Soundmodulen unter /usr/share/doc/packages/alsa/cards.txt und http://www.alsa-project.org/~goemon/. Nach der Auswahl gelangt man über Weiter wieder in das Menü Setup.

4.4.11. TV- und Radio-Karten

Nach dem Start und der Initialisierung dieses YaST-Moduls erscheint zunächst der Dialog TV- und Radio-Karten einrichten. Wenn Ihre Karte automatisch erkannt wurde, wird sie in der oberen Liste angezeigt. Markieren Sie in diesem Fall die Zeile per Mausklick und wählen Sie dann Konfigurieren.

Falls Ihre Karte nicht erkannt wurde, wählen Sie bitte die Andere (nicht erkannte) Karte. Nach Konfigurieren gelangen Sie zur manuellen Auswahl und können dort Ihre Karte aus den Listen für Hersteller und Modell auswählen.

Wenn Sie bereits TV- oder Radio-Karten konfiguriert haben, können Sie mit Ändern bestehende Konfigurationen bearbeiten. Sie sehen dann den Dialog Überblick über TV- und Radio-Karten, der alle bereits eingerichteten Karten auflistet. Wählen Sie eine Karte aus und starten Sie mit Bearbeiten die manuelle Konfiguration.

YaST versucht bei der automatischen Hardware-Erkennung, Ihrer Karte den richtigen Tuner zuzuweisen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie die Einstellungen auf Standard (erkannt) belassen und testen, ob es funktioniert. Falls sich nicht alle Sender einstellen lassen, könnte das z. B. daran liegen, dass die automatische Erkennung des Tuner-Typs nicht gelang. In diesem Fall klicken Sie bitte auf den Button Tuner wählen und markieren dann in der Auswahl-Liste den zutreffenden Tuner-Typ.

Wenn Sie mit den technischen Gegebenheiten sehr gut vertraut sind, können Sie im Experten-Dialog gezielt Einstellungen für die Ansteuerung einer TV- oder Radio-Karte vornehmen. Sie können dort speziell das Kernelmodul und dessen Parameter auswählen. Auch lassen sich alle Parameter Ihres TV-Karten-Treibers kontrollieren. Wählen Sie hierfür den entsprechenden Parameter aus und geben Sie den neuen Wert in die Parameter-Zeile ein. Mit Anwenden werden die neuen Werte übernommen, mit Zurücksetzen wieder die Standardwerte eingestellt.

Im Dialog TV- und Radio-Karte, Audio können Sie Ihre TV- oder Radio-Karte mit der installierten Soundkarte verbinden. Zusäzlich zur Konfiguration der beteiligten Karten müssen Sie diese noch mit einem Kabel verbinden, das den Ausgang der TV- oder Radio-Karte mit dem externen Audio-Eingang der Sound-Karte verbindet. Dazu muss die Soundkarte bereits eingerichtet und der externe Eingang aktiviert sein. Wenn Sie Ihre Soundkarte noch nicht konfiguriert haben, können Sie mit Soundkarten konfigurieren in den entsprechenden Dialog verzweigen (vgl. Abschnitt 4.4.10. “Sound”).

Falls Ihre TV- oder Radio-Karte Lautsprecher-Anschlüsse bereitstellt, können Sie die Lautsprecherboxen auch direkt anschließen und eine Konfiguration der Soundkarte erübrigt sich dann. Es gibt auch TV-Karten ganz ohne Sound-Funktion (z. B. für CCD-Kameras), die ebenfalls keine Audio-Konfiguration erforderlich machen.