Nachdem das System und Ihre ausgewählte Software fertig installiert sind, müssen Sie noch ein Passwort für den Systemadministrator (Benutzer root) festlegen. Anschließend bekommen Sie ggf. Gelegenheit, gleich im Rahmen der Installation einen Internet-Zugang und eine Netzwerkverbindung zu konfigurieren. Auf diese Weise ist es möglich, schon während der Installation Software-Updates für SUSE LINUX anzuwenden und ggf. Namensdienste für die zentrale Verwaltung der Benutzer in einem Netzwerk einzurichten. Zum Abschluss können Sie im neu installierten System Ihre angeschlossene Hardware (zum Beispiel Drucker, Scanner usw.) konfigurieren.
Root ist der Name für den Superuser oder Administrator des Systems; root darf all das, was der normale Nutzer nicht darf. Er kann das System verändern, neue Programme installieren oder neue Hardware einrichten. Wenn ein Benutzer sein Passwort vergessen hat oder Programme nicht mehr laufen, hat root die Möglichkeit, zu helfen. Im Allgemeinen sollte man nur für administrative Aufgaben, Wartungs- und Reparaturarbeiten als root angemeldet sein. Für den Alltagsbetrieb ist dies riskant, da root zum Beispiel versehentlich System-Dateien unwiederbringlich löschen kann.
Bei der Passwortvergabe für root muss das Passwort zur Überprüfung zweimal eingegeben werden (Abb. 2.13. “Passwort für den Benutzer root angeben”). Merken Sie sich das Passwort für den Benutzer root besonders gut. Es kann zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr eingesehen werden.
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Der Benutzer root hat alle Rechte und darf alle Veränderungen am System vornehmen. Wenn Sie solche Aufgaben durchführen wollen, benötigen Sie das für root vergebene spezielle Passwort. Ohne dieses Passwort können Sie keine administrativen Aufgaben mehr durchführen! | |
Im nächsten Schritt bekommen Sie Gelegenheit, Ihr System mit dem Rest der Welt zu verbinden. Sie haben Gelegenheit, Netzwerk-Karte, ISDN, Modem und DSL zu konfigurieren. Wenn Ihr System über derartige Hardware verfügt, sollten Sie gleich hier von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Im weiteren Verlauf kann YaST dann ggf. Updates für SUSE LINUX aus dem Internet laden, die bei der Installation berücksichtigt werden.
Falls Sie Ihre Netzwerk-Hardware hier konfigurieren wollen, schlagen Sie bitte die entsprechenden Abschnitte im Kapitel 4.5. “Netzwerk-Geräte” nach. Falls nicht, wählen Sie den Punkt und klicken auf . Sie können die Netzwerk-Hardware dann später im installierten System konfigurieren.
Falls Sie eine Internet-Anbindung eingerichtet haben, können Sie diese hier gleich testen. Dazu stellt YaST eine Verbindung zum SUSE-Server her und prüft bei dieser Gelegenheit auch, ob Produkt-Updates für SUSE LINUX verfügbar sind. Sollte das der Fall sein, können Sie diese Updates im nächsten Schritt schon anwenden. Außerdem werden die neuesten Release-Notes vom SUSE-Server abgeholt. Am Ende der Installation werden diese Release-Notes dann am Bildschirm angezeigt.
Wenn Sie den Test der Internet-Verbindung hier nicht durchführen möchten, wählen Sie bitte und klicken dann auf . Die Suche nach Produkt-Updates und das Laden der neuesten Release-Notes unterbleibt dann allerdings auch.
Falls YaST im vorigen Schritt erfolgreich eine Internet-Verbindung herstellen konnte, wird Ihnen nun ggf. angeboten, ein YaST-Online-Update durchzuführen. Sollten auf dem SUSE-Server Patches vorliegen, die erkannte Fehler oder Sicherheitsprobleme beheben, können Sie diese hier anwenden.
![]() | Wichtig |
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Abhängig von der Leistungsfähigkeit Ihres Internet-Zugangs und der Größe der Update-Pakete kann ein Update u.U. länger dauern. | |
Wenn Sie ein Software-Update sofort durchführen wollen, wählen Sie bitte und klicken Sie auf . Sie gelangen dann in den Dialog des YaST-Online-Update und können dort die verfügbaren Patches sichten, auswählen und ggf. anwenden. Lesen Sie bitte in diesem Fall den Abschnitt 4.3.2. “YaST-Online-Update”. Sie können das Update aber natürlich auch jederzeit später im installierten System durchführen. Wählen Sie hierzu bitte und klicken Sie auf .
Wenn im Rahmen der Installation bereits ein funktionierender Netzwerkzugang konfiguriert wurde, haben Sie zwei Möglichkeiten, die Benutzer des neu installierten Systems zu verwalten.
Hier werden die Benutzer lokal auf dem installierten Rechner verwaltet. Dies ist bei Arbeitsplatzrechnern sinnvoll, die alleine (standalone) verwendet werden.
Diese Methode wird meist im gewerblichen Bereich bei Arbeitsplatzrechnern in Abteilungen angewendet. Die Benutzer werden dabei auf einem zentralen Abteilungsrechner, dem sog. Name-Server verwaltet. Die Einrichtung lokaler Benutzer ist in diesem Fall nicht notwendig und oft sogar unerwünscht.
Falls alle Voraussetzungen erfüllt sind, öffnet YaST einen Dialog zur Auswahl der geeigneten Methode (Abb. 2.16. “Benutzer-Authentifizierung”). Wenn keine Netzwerkverbindung besteht, können Sie in jedem Fall lokale Benutzer anlegen.
Haben Sie sich entschieden, die Benutzerverwaltung über NIS abzuwickeln, müssen Sie im nächsten Schritt einen NIS-Client konfigurieren. Die Konfiguration eines NIS-basierten Netzwerks ist eigentlich Expertensache und wird daher im Administrationshandbuch genauer erklärt. Die folgenden Ausführungen betreffen daher nur die (relativ einfache) Client-Seite.
Im Dialog (Abb. 2.17. “NIS-Client-Konfiguration”) geben Sie zunächst an, ob der NIS-Client eine statische IP-Adresse hat oder ob er diese über DHCP erhalten soll. In letzterem Fall können Sie keine NIS-Domain oder IP-Adresse des Servers angeben, da diese Daten ebenfalls über DHCP zugewiesen werden. Weitere Informationen zu DHCP finden Sie im Abschnitt DHCP im Administrationshandbuch. Falls der Client über eine statische IP-Adresse verfügt, müssen NIS-Domain und -Server manuell eingegeben werden.
Mit der Broadcast-Checkbox ermöglichen Sie die Suche nach einem NIS-Server im Netzwerk für den Fall, dass der angegebene Server nicht antwortet. Sie haben auch die Möglichkeit, mehrere Domains mit einer Default-Domain anzugeben. Für die einzelnen Domains wiederum können Sie mit mehrere Server einschließlich Broadcast-Funktion angeben.
In den Experten-Einstellungen können Sie mit der Option verhindern, dass ein anderer Rechner im Netz abfragen kann, welchen Server Ihr Client benutzt. Wenn Sie aktivieren, werden auch Antworten von einem Server auf einem unprivilegierten Port akzeptiert. Details dazu finden Sie in der Manual-Page von ypbind.
Falls Sie keine Namensdienst-basierte Benutzerauthentifizierung einrichten, bekommen Sie Gelegenheit, lokale Benutzer anzulegen. Die Daten dieser Benutzer (Name, Login, Passwort usw.) werden lokal auf dem installierten System abgelegt und verwaltet.
Linux ermöglicht mehreren Benutzern gleichzeitig das Arbeiten am System. Für jeden Benutzer muss ein Benutzerkonto angelegt werden, mit dem er sich am System anmeldet. Das Einrichten von Benutzerkonten bietet eine hervorragende Betriebssicherheit. So ist es zum Beispiel normalen Benutzern nicht möglich, wichtige Systemdateien absichtlich oder versehentlich zu verändern oder zu zerstören. Die eigenen Daten eines Benutzers sind vor dem Zugriff anderer Benutzer geschützt und können von diesen nicht eingesehen oder verändert werden. Jeder Benutzer kann außerdem seine eigene Arbeitsumgebung einrichten, die er bei jeder neuen Anmeldung am Linux-System unverändert wieder vorfindet.
Sie legen ein solches Benutzerkonto mit dem unter Abb. 2.18. “Benutzernamen und Passwort angeben” dargestellten Dialog an. Geben Sie Ihren Vor- und Nachnamen ein. Des Weiteren müssen Sie einen Benutzernamen (Loginnamen) wählen. Falls Ihnen kein geeigneter Benutzername einfällt, können Sie sich über den Button einen Loginnamen automatisch erstellen lassen.
Schließlich ist für den Benutzer noch ein Passwort einzugeben, das zur Vermeidung von Tippfehlern wiederholt werden muss. Der Benutzername teilt dem System mit, wer Sie sind; das Passwort garantiert, dass Sie es wirklich sind.
![]() | Warnung |
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Den Benutzernamen und das Passwort sollten Sie sich sehr gut einprägen, denn Sie benötigen diese beiden Angaben für jede Anmeldung am System. | |
Ein Passwort sollte für einen wirkungsvollen Schutz zwischen 5 und 8 Zeichen lang sein. Die maximale Länge eines Passwortes sind 128 Zeichen. Wenn keine speziellen Module geladen sind, werden aber nur die ersten 8 Zeichen zur Passwortunterscheidung genutzt. Groß- und Kleinschreibung wird bei der Passwortvergabe berücksichtigt. Umlaute sind nicht erlaubt, Sonderzeichen und die Ziffern 0-9 dürfen verwendet werden.
Beim lokalen Benutzer gibt es noch zwei Optionen, die wahlweise aktiviert werden können.
Wenn Sie diese Checkbox ankreuzen, erhalten Sie Meldungen der Systemdienste. Nomalerweise werden diese nur an den Administrator root gesendet. Weil Sie jedoch nur in Ausnahmefällen als root angemeldet sein sollten, macht dies vor allem bei jenem Benutzer Sinn, der hauptsächlich mit dem System arbeitet.
Diese Option ist nur verfügbar, wenn Sie KDE als Desktop verwenden. Sie bewirkt, dass der aktuelle Benutzer nach dem Systemstart automatisch angemeldet wird. Dies ist hauptsächlich dann sinnvoll, wenn der Computer nur von einer einzigen Person genutzt wird.
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Bei der automatischen Anmeldung findet nach dem Systemstart keine Authentifizierung statt. Verwenden Sie diese Option nicht für Computer, die vertrauliche Daten enthalten und für andere Personen zugänglich sind. | |
Nach der Konfiguration der Benutzer-Authentifizierung werden die Release-Notes angezeigt. Sie sollten sich in jedem Fall die Zeit nehmen, die Release-Notes zu lesen, denn sie enthalten aktuelle Informationen, die zum Zeitpunkt der Drucklegung der Handbücher noch nicht verfügbar waren. Wenn Sie einen Internet-Zugang eingerichtet und diesen mit dem SUSE-Server getestet haben, wurde dabei ggf. die neueste Version von SUSE geholt, und die Informationen sind auf dem allerneuesten Stand.