Die wesentliche Konfiguration von nehmen Sie über die Konfigurationsdateien unter /etc/sysconfig vor. Frühere Versionen von verwendeten zur Systemkonfiguration die Datei /etc/rc.config, die mittlerweile obsolet wurde. Bei einer Neuinstallation von wird diese Datei nicht mehr angelegt. Sämtliche Systemkonfiguration wird über die Dateien unter /etc/sysconfig vorgenommen. Bei einem Update bleibt eine bestehende /etc/rc.config jedoch erhalten.
Auf die Dateien in /etc/sysconfig wird nur gezielt von einzelnen Skripten zugegriffen; dadurch wird gewährleistet, dass zum Beispiel die Netzwerkeinstellungen auch nur von dem Netzwerk-Skripten ausgewertet werden müssen. Darüber hinaus werden viele weitere Konfigurationsdateien des Systems in Abhängigkeit von den Dateien in /etc/sysconfig generiert; diese Aufgabe erledigt SuSEconfig. So wird beispielsweise nach einer Änderung der Netzwerkkonfiguration die Datei /etc/host.conf neu erzeugt, da sie abhängig von der Art der Konfiguration ist.
Wenn Sie Änderungen an den genannten Dateien vornehmen, müssen Sie nachfolgend immer SuSEconfig aufrufen, so dass die neuen Einstellungen auch an allen relevanten Stellen wirksam werden. Verändern Sie die Konfiguration mit dem Sysconfig-Editor, brauchen Sie sich darum nicht explizit zu kümmern; startet automatisch SuSEconfig, wodurch die betroffenen Dateien auf den aktuellen Stand gebracht werden.
Dieses Konzept ermöglicht es, grundlegende Änderungen an der Konfiguration des Rechners vornehmen zu können, ohne die Maschine neu booten zu müssen. Da manche Einstellungen sehr tief greifend sind, müssen jedoch unter Umständen einige Programme neu gestartet werden, um die Änderungen wirksam werden zu lassen.
Wenn Sie zum Beispiel Änderungen an der Netzwerkkonfiguration vorgenommen haben, erreichen Sie durch manuelles Ausführen der Kommandos rcnetwork stop und rcnetwork start, dass die betroffenen Netzwerk-Programme neu gestartet werden.
Für das Konfigurieren des Systems ist folgender Weg zu empfehlen:
Bringen Sie das System durch Eingabe von init 1 in den single user mode (Runlevel 1).
Nehmen Sie die gewünschten Änderungen an den Konfigurationsdateien vor. Dies entweder kann mit einem Texteditor geschehen oder besser mit dem Sysconfig-Editor von ; vgl. in Abschnitt 13.7. “Der YaST Sysconfig-Editor”.
![]() | Manuelles Editieren der Systemkonfiguration |
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Wenn Sie die Konfigurationsdateien in /etc/sysconfig nicht mit bearbeiten, achten Sie darauf, dass Sie einen leeren Parameter als zwei aufeinander folgende Anführungszeichen schreiben (zum Beispiel KEYTABLE="") und Parameter, die Leerzeichen enthalten, in Anführungsstriche einschließen. Bei Variablen, die nur aus einem Wort bestehen, sind die Anführungszeichen nicht notwendig. | |
Führen Sie SuSEconfig aus, um die Änderungen in die verschiedenen weiteren Konfigurationsdateien eintragen zu lassen. Dies geschieht automatisch, wenn Sie verwendet haben, um den Runlevel zu setzen.
Bringen Sie das System durch Eingabe von init 3 in den vorherigen Runlevel zurück (hier im Beispiel 3).
Diese Vorgehensweise ist natürlich nur bei sehr weitreichenden Änderungen an den Einstellungen des Systems erforderlich (zum Beispiel Netzwerkkonfiguration); bei einfachen Aufgaben ist es nicht erforderlich, für die Administration in den „single user mode“ zu wechseln; jedoch stellen Sie damit sicher, dass auch wirklich alle von der Änderung betroffenen Programme neu gestartet werden.
![]() | Tipp |
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Sie können die automatische Konfiguration via SuSEconfig global abschalten, indem Sie die Variable ENABLE_SUSECONFIG in /etc/sysconfig/suseconfig auf no setzen. Wollen Sie den Installationssupport in Anspruch nehmen, muss ENABLE_SUSECONFIG allerdings auf yes gesetzt sein. Einzelne Teile der Autokonfiguration können auch gezielt deaktiviert werden. | |