Nachdem Sie den Kernel übersetzt haben, müssen Sie dafür sorgen, dass dieser neue Kernel installiert wird, um ihn künftig booten zu können.
▪ x86
Wenn Sie LILO verwenden, so muss dies gleichfalls neu installiert werden.
Im einfachsten Fall kopieren Sie dazu den neuen Kernel nach
/boot/vmlinuz und rufen dann LILO auf; um sich vor
unliebsamen Überraschungen zu schützen, empfiehlt es sich jedoch, den alten
Kernel zunächst beizubehalten ( als /boot/vmlinuz.old),
um ihn notfalls booten zu können, wenn der neue Kernel nicht wie erwartet
funktioniert:
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cp /boot/vmlinuz /boot/vmlinuz.old cp arch/i386/boot/bzImage /boot/vmlinuz lilo
▪ x86
Das Makefile-Target make bzlilo erledigt
diese drei Schritte übrigens in einem Rutsch.
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![]() | Wichtig |
|---|---|
Wenn Sie GRUB als Bootloader verwenden, muss dieser nicht neu installiert werden! Führen Sie also bitte nur die ersten beiden Schritte aus, um den Kernel an die richtige Stelle im System zu kopieren. | |
Die bereits genannte Datei vmlinux ist nach in den Systemordner zu kopieren. Beim nächsten Start von BootX ist der neue Kernel auszuwählen und auf zu klicken.
vmlinux ist nach /boot zu kopieren und /etc/quik.conf ist anzupassen.
Das zImage ist aus dem Verzeichnis /usr/src/linux/arch/<arch>/chrpboot auf auf eine DOS-Diskette zu kopieren.
Die übersetzten Module müssen nun noch installiert werden; durch Eingabe von make modules_install können Sie diese in die korrekten Zielverzeichnisse unter /lib/modules/<Version> kopieren lassen. Dabei werden die alten Module bei gleicher Kernelversion überschrieben; Sie können jedoch die ursprünglichen Module zusammen mit dem Kernel von den CDs wieder installieren.
![]() | Tipp |
|---|---|
Es ist darauf zu achten, dass Module, deren Funktionalität man jetzt eventuell direkt in den Kernel einkompiliert hat, unter /lib/modules/<Version> entfernt werden. Sonst kann es zu unvorhersehbaren Effekten kommen! Dies ist ein Grund, weshalb dem Ungeübten vom Selbstkompilieren des Kernels dringend abgeraten wird. | |
▪ x86
Damit der alte Kernel (jetzt /boot/vmlinuz.old) von
GRUB oder LILO gebootet werden kann, tragen
Sie in der Datei /boot/grub/menu.lst bzw. in
/etc/lilo.conf zusätzlich ein Label
Linux.old als Boot-Image ein. Dieses Vorgehen wird
ausführlich im Kapitel 7. Booten und Bootmanager beschrieben. Falls Sie LILO als Bootloader
verwenden, müssen Sie nach den Anpassungen in
/etc/lilo.conf erneut lilo aufrufen.
Bei GRUB ist keine Neuinstallation notwendig.
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▪ x86
Weiterhin ist Folgendes zu beachten: Die Datei
/boot/System.map enthält die Kernelsymbole, die die
Kernelmodule benötigen, um Kernelfunktionen korrekt aufrufen zu können.
Diese Datei ist abhängig vom aktuellen Kernel. Daher sollten Sie nach der
Übersetzung und Installation des Kernels die aktuelle Datei
/usr/src/linux/System.map in das Verzeichnis /boot kopieren. Bei jeder Kernelübersetzung
wird diese Datei neu erzeugt. Falls Sie Ihren Kernel mittels
make bzlilo bzw.
make zlilo erstellen, wird diese
Aufgabe automatisch für Sie erledigt.
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▪ x86
Sollten Sie beim Booten eine Fehlermeldung wie System.map does
not match actual kernel erhalten, dann wurde wahrscheinlich
nach der Kernelübersetzung die Datei System.map nicht
nach /boot kopiert.
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