Als Druckerspooler des LPRng/lpdfilter Drucksystems wird der LPRng (lprng) verwendet.
Der Druckerspooler lpd Line Printer Daemon wird normalerweise beim Systemstart automatisch aktiviert, indem das Skript /etc/init.d/lpd aufgerufen wird. Manuell kann der Druckerspooler, der als Daemon im Hintergrund läuft, so gestartet und gestoppt werden:
rclpd start rclpd stop
Die Konfigurationsdateien für den LPRng sind:
Bei rclpd start wird gemäß /etc/init.d/lpd auch checkpc -f aufgerufen, was anhand der Einträge in /etc/printcap ggf. die Spoolverzeichnisse /var/spool/lpd/* anlegt und die Zugriffsrechte passend setzt.
Der Druckerspooler stellt beim Start anhand der Einträge in /etc/printcap fest, welche Druckwarteschlangen definiert sind. Seine Aufgabe ist, die Ausführung der gespoolten Aufträge (Jobs) zu organisieren:
Er verwaltet die lokalen Warteschlangen und schickt die Datendatei eines Jobs ggf. durch den Druckerfilter und dann entweder direkt zum Drucker oder weiter an eine andere Warteschlange.
Er berücksichtigt die Reihenfolge der Jobs in den Druckwarteschlangen.
Er überwacht den Status der Warteschlangen und Drucker und gibt auf Verlangen Auskunft darüber.
Er lauscht am Port 515, um Druckaufträge von entfernten Rechnern für lokale Warteschlangen anzunehmen (bzw. er weist sie ggf. ab).
Er leitet Druckaufträge an Warteschlangen auf entfernten Rechnern an den dortigen Druckerspooler (also den dortigen Port 515) weiter.
Die Details sind für den LPRng-Spooler im LPRng-Howto unter file:/usr/share/doc/packages/lprng/LPRng-HOWTO.html und in der Manualpage von printcap und der Manualpage lpd beschrieben.
Anwendungsprogramme verwenden hier den lpr-Befehl zum Drucken. Wählen Sie dazu im Anwendungsprogramm den Namen einer bestehenden Warteschlange (zum Beispiel color) oder geben Sie in der Druckmaske des Anwendungsprogramms das passende Druck-Kommando (zum Beispiel lpr -Pcolor) ein.
Auf der Kommandozeile druckt man mit dem Befehl lpr -Pcolor Dateiname, wobei Dateiname durch den Namen der zu druckenden Datei zu ersetzen ist. Durch die Option -P kann die Warteschlange explizit bestimmt werden. Mit lpr -Pcolor Dateiname wird beispielsweise die Warteschlange color verwendet.