6.3. Der Druckerspooler LPRng

Als Druckerspooler des LPRng/lpdfilter Drucksystems wird der LPRng (lprng) verwendet.

Der Druckerspooler lpd Line Printer Daemon wird normalerweise beim Systemstart automatisch aktiviert, indem das Skript /etc/init.d/lpd aufgerufen wird. Manuell kann der Druckerspooler, der als Daemon im Hintergrund läuft, so gestartet und gestoppt werden:

rclpd start
rclpd stop

Die Konfigurationsdateien für den LPRng sind:

/etc/printcap

Konfiguration der einzelnen Warteschlangen

/etc/lpd.conf

globale Konfiguration des Spoolers

/etc/lpd.perms

Konfiguration der Zugriffsrechte

Bei rclpd start wird gemäß /etc/init.d/lpd auch checkpc -f aufgerufen, was anhand der Einträge in /etc/printcap ggf. die Spoolverzeichnisse /var/spool/lpd/* anlegt und die Zugriffsrechte passend setzt.

Der Druckerspooler stellt beim Start anhand der Einträge in /etc/printcap fest, welche Druckwarteschlangen definiert sind. Seine Aufgabe ist, die Ausführung der gespoolten Aufträge (Jobs) zu organisieren:

Die Details sind für den LPRng-Spooler im LPRng-Howto unter file:/usr/share/doc/packages/lprng/LPRng-HOWTO.html und in der Manualpage von printcap und der Manualpage lpd beschrieben.

6.3.1. Drucken aus Anwendungsprogrammen

Anwendungsprogramme verwenden hier den lpr-Befehl zum Drucken. Wählen Sie dazu im Anwendungsprogramm den Namen einer bestehenden Warteschlange (zum Beispiel color) oder geben Sie in der Druckmaske des Anwendungsprogramms das passende Druck-Kommando (zum Beispiel lpr -Pcolor) ein.

Auf der Kommandozeile druckt man mit dem Befehl lpr -Pcolor Dateiname, wobei Dateiname durch den Namen der zu druckenden Datei zu ersetzen ist. Durch die Option -P kann die Warteschlange explizit bestimmt werden. Mit lpr -Pcolor Dateiname wird beispielsweise die Warteschlange color verwendet.