Anwendungsprogramme verwenden die bestehenden Warteschlangen wie beim Drucken auf der Kommandozeile. Daher werden in den Anwendungsprogrammen nicht der Drucker, sondern die existierenden Warteschlangen konfiguriert.
Auf der Kommandozeile druckt man mit dem Befehl lp -d color Dateiname. Dabei ist Dateiname durch den Namen der zu druckenden Datei zu ersetzen. Durch die Option -d kann die Warteschlange explizit bestimmt werden. Mit -d color wird beispielsweise die Warteschlange color verwendet.
Das Paket cups-client enthält Kommandozeilentools zum Drucken mit CUPS wie den lp-Befehl, sodass obiges auch für CUPS funktioniert (siehe Abschnitt 5.8. “Kommandozeilentools für das CUPS-Drucksystem”). Der Druckdialog in KDE-Programmen ist dazu aber auf umzustellen, weil sonst kein Druckbefehl eingegeben werden kann – siehe den Abschnitt 5.9.2. “Schnellkonfiguration für einen Client-Rechner”.
Zusätzlich gibt es grafische Druckerdialogprogramme wie xpp oder das KDE-Programm kprinter, die es ermöglichen, nicht nur die Warteschlange zu wählen, sondern auch CUPS-Standardoptionen und druckerspezifische Optionen aus der PPD-Datei über graphische Auswahlmenüs einzustellen. Um kprinter in verschiedenen Anwendungsprogrammen als einheitlichen Druckdialog zu bekommen, geben Sie in der Druckmaske der Anwendungsprogramme als Druckbefehl kprinter oder kprinter --stdin ein. Welcher Druckbefehl zu nehmen ist, hängt vom Anwendungsprogramm ab. Dadurch erscheint nach der Druckmaske des Anwendungsprogramms der kprinter-Druckerdialog, in dem Sie die Warteschlange und die weiteren Optionen einstellen. Bei dieser Methode ist darauf zu achten, dass sich die Einstellungen in der Druckmaske des Anwendungsprogramms und in kprinter nicht widersprechen. Einstellungen möglichst nur in kprinter vornehmen!