1.5. ATAPI-CD-ROM bleibt beim Lesen hängen

Wenn das ATAPI CD-ROM-Laufwerk nicht erkannt wird oder es beim Lesen hängen bleibt, ist häufig die Hardware nicht korrekt eingerichtet. Normalerweise sollten die einzelnen Geräte am (E)IDE-Bus fortlaufend angeschlossen sein, das heisst das erste Gerät ist Master am ersten Controller, das zweite Slave. Das dritte Gerät schließlich ist Master am zweiten Controller und das vierte dort wieder Slave.

Oft befindet sich in einem Rechner neben der Festplatte nur das CD-ROM-Laufwerk, das als Master am zweiten Controller hängt. Linux kommt in manchen Fällen mit dieser Lücke nicht selbstständig zurecht. Meistens kann dem Kernel durch Angabe eines entsprechenden Parameters aber auf die Sprünge geholfen werden (hdc=cdrom).

Gelegentlich ist für ein Laufwerk nur ein falscher Jumper (Brücke) gesetzt; das heißt, es ist als Slave konfiguriert, obwohl es als Master am zweiten Controller angeschlossen ist oder umgekehrt. Im Zweifelsfall sollten diese Einstellungen überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden.

Außerdem gibt es noch eine Reihe fehlerhafter EIDE-Chipsätze. Diese sind mittlerweile zum größten Teil bekannt; der Kernel enthält Code, um derartige Probleme zu umgehen. Für diese Fälle existiert ein spezieller Kernel (vgl. das README in /boot der Installations-CD-ROM).

Sollte das Booten nicht auf Anhieb funktionieren, so versuchen Sie bitte die nachfolgenden Kernelparameter:

hdx=cdrom

x steht hier für a, b, c, d etc. und ist folgendermaßen zu lesen:

  • a – Master am 1. IDE-Controller

  • b – Slave am 1. IDE-Controller

  • c – Master am 2. IDE-Controller

Ein Beispiel für einzugebender Parameter ist hdb=cdrom. Mit diesem Parameter geben Sie dem Kernel das CD-ROM-Laufwerk an, falls dieser es nicht findet und Sie ein ATAPI-CD-ROM-Laufwerk haben.

idex=noautotune

x steht für 0, 1, 2, 3 etc. und ist folgendermaßen zu lesen:

  • 0 – 1. IDE-Controller

  • 1 – 2. IDE-Controller

Ein Beispiel für einzugebender Parameter ist hier ide0=noautotune. Dieser Parameter hilft in der Regel bei (E)IDE-Festplatten.