Nach der Installation bleibt die Frage zu klären, wie Sie Linux im täglichen Betrieb starten wollen. In der folgenden Übersicht werden die verschiedenen Alternativen für einen Linux-Start vorgestellt. Welche dieser Startmethoden für Sie die beste ist, hängt vor allem vom Verwendungszweck ab.
Sie starten Linux über die Bootdiskette (Startdiskette). Diese Möglichkeit funktioniert immer und die Bootdiskette kann mit YaST erzeugt werden; vgl. [userguide02] Kapitel YaST – Konfiguration, Abschnitt Erstellen einer Boot-, Rettungs- oder Moduldiskette.
Die Bootdiskette ist auch eine gute Zwischenlösung, falls Sie beim Einrichten der anderen Möglichkeiten nicht sofort zurechtkommen oder falls Sie die Entscheidung über den endgültigen Bootmechanismus verschieben wollen. Auch wenn Sie den Bootloader eines anderen Betriebssystems nicht überschreiben wollen, ist die Bootdiskette eine brauchbare Lösung.
Die technisch sauberste und universellste Lösung ist die Verwendung eines Linux Bootmanagers wie GRUB (GRand Unified Bootloader) oder LILO (LInux LOader), die vor dem Booten die Auswahl zwischen verschiedenen Betriebssystemen zulassen. Der Bootloader kann entweder bereits während der Installation eingerichtet oder später zum Beispiel über YaST konfiguriert werden.
Eine eingehende Diskussion verschiedener Bootmethoden, insbesondere aber von GRUB und LILO finden Sie in Kapitel 7. Booten und Bootmanager ff.
Auf Konsole 1 der grafische SUSE-Bildschirm dargestellt, wenn als Kernel-Parameter die Option „vga=<wert>“ aktiv ist. Bei der Installation mit YaST wird diese Option automatisch in Abhängigkeit von der gewählten Auflösung und verwendeten Grafikkarte eingetragen.
Prinzipiell haben Sie drei Möglichkeiten:
Den SUSE-Bildschirm bei Bedarf deaktivieren. Tippen Sie auf der Kommandozeile ein: echo 0 >/proc/splash.
So lässt sich der grafische Bildschirm ausschalten. Durch folgenden Befehl lässt er sich wieder einschalten: echo 0x0f01 >/proc/splash.
Den SUSE-Bildschirm standardmäßig deaktivieren:
Fügen Sie der Bootloader-Konfiguration einen Kernelparameter splash=0 hinzu. Im Kapitel 7. Booten und Bootmanager finden Sie nähere Informationen dazu. Falls Sie ohnehin lieber den Textmodus wünschen, der bei früheren Versionen Standard war, setzen Sie alternativ vga=normal.
Den SUSE-Bildschirm für immer deaktivieren:
Kompilieren Sie einen neuen Kernel und deaktivieren Sie die Option im Menu .
![]() | Tipp |
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Wenn Sie im Kernel den Framebuffer-Support deaktiviert haben, ist der Splash-Screen automatisch auch deaktiviert. Wenn Sie einen eigenen Kernel kompilieren, kann SUSE dafür keinen Support garantieren! | |