Sie haben ein eingescanntes Foto oder ein Bild aus dem Internet auf Ihre Festplatte gespeichert und möchten es mit GIMP bearbeiten? Klicken Sie im Menü des Werkzeugfensters auf -> (deutsches Tastaturkürzel Strg + O) und schon erscheint der GIMP-Dateimanager wie in Abbildung 23.2: “Das Dialogfenster zum Öffnen von Dateien”.
Auf der linken Seite können Sie mit einem Doppelklick in ein anderes Verzeichnis wechseln. Falls Sie mehrere Festplatten besitzen, finden Sie diese am Ende der Liste. Rechts daneben stehen in einem eigenen Listenfenster die Dateien. Die Dateiliste ist alphabetisch sortiert, eine individuelle Sortierung nach Dateitypen oder Datum ist leider nicht möglich. Angenehm ist das kleine integrierte Vorschaufenster. Falls GIMP das Dateiformat kennt, können Sie hier ein Miniaturbild der gerade angewählten Datei sehen. Ein Doppelklick auf den Dateinamen oder ein Klick auf öffnet das Bild.
GIMP verwendet hierfür ein eigenes Bildbearbeitungsfenster, welches völlig unabhängig vom Fenster mit den Werkzeug-Icons ist. Sie können das Bildfenster auf Ihrem Bildschirm beliebig verschieben und ggf. auch die Größe und Zoomeinstellungen verändern.
Sie möchten Ihre künstlerischen Fähigkeiten testen und ein Bild malen oder zeichnen? Klicken Sie hierzu im Werkzeugfenster auf -> (deutsches Tastaturkürzel Strg + N) und es öffnet sich eine Dialogbox, in der Sie einige Bildattribute festlegen müssen (Siehe Abb. 23.3: “Neues Bild anlegen”). Am Wichtigsten sind Breite und Höhe, die zumeist in Pixeln dargestellt werden und die Bild- bzw. Füllart. Wenn Sie als Bildbreite 1024 und als Bildhöhe 768 Pixel eingeben und Ihre Bildschirmauf"|lösung dieselbe Größe hat, können Sie Ihr gemaltes Bild später als formatfüllendes Hintergrundbild verwenden. Beim Auswahlfeld wählen Sie die zu verwendende Füllung für das neue Bild: die aktuelle Vordergrund- oder Hintergrundfarbe, weiß oder transparent. Standardmäßig werden transparente Flächen mit grauen Karos gefüllt.
Wie für viele andere Funktionen gibt es auch für das Speichern die Möglichkeit der Maus-Benutzung oder einen Tastatur-Befehl Strg + S. Aktivieren Sie die Funktion -> zum Speichern Ihres Bildes. Falls Sie schon einen Dateinamen vergeben haben, wird das Bild unter diesem gespeichert. Ansonsten öffnet sich der Dateimanager von GIMP und Sie können den gewünschten Dateinamen und evtl. ein anderes Verzeichnis bestimmen. Mit der Option legen Sie fest, welches Bildformat GIMP zum Speichern benutzen muss. Einige dieser Bildformate wurden bereits oben beschrieben. Achten Sie hierbei auf die korrekte Endung der Dateiergänzung.
GIMP bietet einige einfache Einstellungsoptionen für schnelles und effektives Arbeiten. Machen Sie sich mit den Optionen im Menü -> vertraut. Wenn Sie GIMP etwas besser kennen, können Sie einige der Grundeinstellungen von GIMP auch nachträglich individuell verändern. Weitere Informationen erhalten Sie im Hilfesystem.
Mit der mehrstufigen -Funktion können Sie Ihre letzten Aktionen zurücknehmen. Sie können mit der Maus arbeiten und im Kontextmenü -> anwählen oder Sie verwenden die schnellere Tastenkombination Strg + Z. Im Werkzeugfenster -> können Sie unter festlegen, wie viele UNDO-Schritte zur Verfügung stehen sollen.
Viele Funktionen oder Werkzeugeinstellungen haben eigene Fenster, die Sie bei Bedarf öffnen und schließen können. Bei einem entsprechend großen Bildschirm können Sie diejenigen Dialogfenster, die Sie oft brauchen, ruhig geöffnet lassen.
Und noch eine Besonderheit: die abreißbaren Menüleisten. Sobald ein Menü oben eine gestrichelte Linie zeigt, können Sie dieses Menü durch Anklicken der Linie aus dem größeren Kontextmenü herauslösen. Das Menü wird nun in einem eigenen Fenster auf Ihrem Desktop angezeigt.
Ebenen sind für ein effektives Arbeiten unter GIMP unerlässlich. Sie ermöglichen die Platzierung von Bildinhalten sowie eine einfachere Bearbeitung und Modifikation von Bildern. Wenn Sie eine Datei samt Ebeneninformationen speichern wollen, wählen Sie am besten das GIMP-eigene Speicherformat XCF. Nicht nur Ebeneninformationen bleiben so erhalten, sondern auch GIMP-Features wie z. B. Speicherorte von Hilfeseiten.
Zum besseren Verständnis der Funktionsweise von Ebenen stellen Sie sich ein Bild vor, das aus einem Stapel Transparenzpapier erzeugt wurde. Die unterschiedlichen Teile des Bildes wurden auf einzelnen Blättern gezeichnet. Die Anordnung des Stapels kann dahingehend verändert werden, dass die Reihenfolge der Blätter wechselt. Einzelne oder Gruppen von Ebenen können ihre Position ändern, so dass Teile des Bildes verschoben werden. Neue Blätter können hinzugefügt und andere beiseite gelegt werden. Genauso funktionieren die Ebenen unter GIMP.
Wenn Sie Teile Ihres Bildes in verschiedenen Ebenen anlegen, können Sie diese Teile manipulieren, ändern oder löschen ohne dabei die anderen Bildteile zu beeinträchtigen. Am gebräuchlichsten ist der Einsatz verschiedener Ebenen für Text. Die Möglichkeiten sind jedoch weitaus vielfältiger.
GIMP besitzt einen Ebenenmanager. Sie rufen ihn über das Kontextmenü -> auf (siehe Abb. 23.4: “Das Dialogfenster zu Ebenen, Kanälen und Pfaden”). Hier können Sie neue Ebenen erstellen, kopieren, löschen oder eine Ebene mit dem Grundbild verankern. Außerdem kann man über das Auge-Icon im Ebenenmanager die gezeigten Ebenen unsichtbar machen, ohne dass deren Information verloren geht. Das Icon mit den vier Pfeilen weist auf verlinkte Ebenen hin. Ebenen mit diesem Icon werden als Gruppe verschoben.
Unter dem Reiter können Sie die drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau einzeln oder in beliebiger Kombination darstellen lassen. Im Reiter können Sie sich Informationen zu Pfaden, die mittels Bezierkurven gezeichnet wurden, anzeigen lassen.
GIMP verfügt über drei grundlegende Bildmodi – RGB, Graustufen und Indiziert. RGB ist der gebräuchlichste Farbmodus unter GIMP. Graustufen wird für schwarzweiße und graue Bilder verwendet. Der Modus Indiziert wird fast ausschließlich für das Konvertieren von Bildern nach GIF eingesetzt. Beim Arbeiten mit Bildmodi sollte man sich Folgendes bewusst machen:
Lediglich RGB besitzt alle verfügbaren Filter. Die meisten jedoch sind auch im Graustufenmodus verfügbar. Zum Einsatz von Filtern für indizierte Bilder konvertieren Sie bitte zuerst nach RGB.
Konvertieren Sie nach Indiziert nur kurz vor dem Speichern in Bildformaten, bei denen das nötig ist, wie z. B. GIF. Bearbeiten Sie niemals ein Bild im indizierten Modus!
Ungeachtet jeglicher Farbe, die in einem Graustufenbild enthalten ist, wird diese entsättigt und als Graustufe dargestellt.
Weitere Informationen über Bildmodi erhalten Sie auf den Hilfeseiten.