Anwendung von GIMP

GIMP starten

In der Standardinstallation von SUSE LINUX ist GIMP bereits enthalten. Starten Sie es über das Hauptmenü oder rufen Sie es in der Shell mit dem Kommando gimp auf. Ist GIMP neu installiert, erfolgt beim ersten Programmstart eine Nachinstallation. In der Dialogbox, die sich hierzu öffnet, befindet sich unten links ein Install-Button. Klicken Sie auf diesen. Danach können Sie in der nächsten Dialogbox den Weiter-Button betätigen. GIMP wird jetzt richtig installiert und eingerichtet.

Da viele Dateien eingelesen werden, benötigt GIMP für jeden ersten Start etwas Zeit. In der Grundeinstellung wird bei jedem Start eine Box mit dem Tipp des Tages gezeigt. Wenn Sie diese automatische Einblendung nicht beibehalten wollen, deaktivieren Sie sie einfach mit dem Kästchen unten links im Meldungsfenster.

Das Werkzeugfenster

GIMP tritt zunächst einmal ganz unspektakulär in Erscheinung. Es öffnet sich ein relativ kleines Fenster mit der Werkzeugbox. Hinter den Schaltern dieses Programmfensters verbergen sich alle Funktionen, die man für eine kraftvolle Bildmanipulation benötigt. Für einen ungeübten Benutzer ergibt sich allerdings das Problem, dass die vielen Schalter am Anfang recht verwirrend sind, weil man nicht weiß, was sich dahinter verbirgt. Das Hauptfenster von GIMP ist in drei Teile aufteilbar: Die Menüleiste mit den Menüs Datei, Xtns (Erweiterungen) und Hilfe, die Werkzeug-Icons und die Farb-, Muster- und Pinselauswahl-Icons. Hier erfolgt eine kurze Beschreibung der Icons und ihrer Funktionalität.

Die Menüleiste

Die Menüleiste ist in Abbildung 23.1: “Die Werkzeugbox von GIMP: Das Standardfenster” zu sehen. Verwenden Sie Datei zum Anlegen einer neuen Grafikdatei, zum Laden eines bestehenden Bildes mit dem Dateimanager, zum Erzeugen von Screenshots (Screenshots sind Bilder von Bildschirmbereichen), zum Einstellen von Grundoptionen und zum Zugriff auf kürzlich ausgeführte Dateien. Die Hauptpunkte unter dem Menü Xtns sind Module, Plugins — zusätzliche mit GIMP verknüpfte Programme; die eine bestimmte grafische Funktionalität implementieren, Skripte und GIMP-Webseiten. Das Hilfe-Menü bietet verschiedene Zugriffsmöglichkeiten auf nützliche Informationen.

Die Werkzeug-Icons

Jede der im Hauptfenster von GIMP dargestellten Grafiken repräsentiert eine bestimmte Funktion. Das Werkzeugfenster kann man in Breite und Höhe verändern. Für die Darstellung wurde ein zweispaltiges Layout gewählt, dadurch sind natürlich die über den Icons befindlichen Menüpunkte nicht mehr sichtbar. Insgesamt lassen sich drei Funktionsbereiche unterscheiden:

Auswahlwerkzeuge (Selection Tools):

Bei der Bildbearbeitung will man entweder das ganze Bild oder nur einen bestimmten Bildausschnitt bearbeiten. GIMP muss wissen, für welchen Bereich die folgenden Aktionen gelten. Für die Festlegung einer Auswahl gibt es verschiedene Auswahlwerkzeuge. Ist eine Auswahl einmal festgelegt, kann diese bearbeitet werden, ohne dass andere Bildteile davon betroffen sind. Ausgewählte Bereiche können auch erweitert oder verringert werden. Hierbei helfen die Tasten Shift (= additive Auswahl) und Strg (= subtraktive Auswahl). Probieren Sie es aus, der Cursor verändert sich dann und hat ein Plus- oder ein Minuszeichen.

Transformationswerkzeuge (Transform Tools):

Mit diesen Funktionen können ausgewählte Bereiche verändert werden. So stehen u. a. eine Aus­schneide-, Spiegel- oder Umwandlungsfunktion zur Verfügung.

Paint Tools

Die Malwerkzeuge repräsentieren Zeichenfeder, Pinsel, Sprühpistole, Stift oder Finger (verschmieren) und versuchen, die jeweiligen realen Eigenschaften auf dem PC nachzuahmen.

Zu diesen drei Funktionsbereichen könnte man theoretisch als vierten Funktionsbereich noch die Farb-, Füll- und Pinseloption zählen. Damit wird die Zeichenfarbe oder die Spitze des Malwerkzeugs bestimmt.

Die Auswahlwerkzeuge

Dies ist wohl das einfachste Auswahlwerkzeug. Durch Halten der linken Maustaste und gleichzeitiges Ziehen wird eine rechteckige Fläche markiert. Beim Loslassen der Maustaste zeigt ein Rahmen die markierte Fläche an. Alle Aktionen mit Mal- oder Transformationswerkzeugen finden nur noch in der Auswahl statt. Durch Drücken der Shift-Taste können Sie weitere Rechtecke hinzufügen. Bei gleichzeitigem Drücken der Strg-Taste werden die selektierten Bereiche von der Auswahl abgezogen.

Dieses Werkzeug funktioniert ähnlich wie die Rechteckauswahl. Sie markieren allerdings eine kreisrunde oder elliptische Fläche.

Hier haben wir das erste richtig brauchbare Auswahlwerkzeug für Fotos, denn welches Foto besteht nur aus Kreisen oder Rechtecken? Das Lasso ermöglicht die freie Auswahl einer unregelmäßigen Fläche. Drücken Sie die linke Maustaste und fahren Sie um die Fläche, wie Sie sie benötigen. Beim Loslassen der Maustaste werden Anfangs- und Endpunkt durch eine gerade Linie verbunden. Das ist am Anfang sicherlich schwierig, vergrößern Sie das Bild hierfür.

Der Zauberstab ist wirklich einer. Mit ihm können Sie wie durch Zauberhand eine bestimmte Bildstelle über die Farbähnlichkeit der Pixel auswählen. Falls die Standardeinstellung nicht passt, müssen Sie den Schwellenwert in der Optionsbox etwas verändern oder mit der Shift-Taste arbeiten. Der Zauberstab ist ideal, wenn Sie unregelmäßige Flächen mit ähnlicher Farbe markieren wollen.

Auch damit können Sie mit entsprechendem Aufwand bestimmte Bereiche oder Gegenstände eines Bildes erfassen. Das Werkzeug ermöglicht es, mit Hilfe der von Ihnen gesetzten Klicks saubere gebogene Linien zu zeichnen. Ein Vorteil bei dieser Technik ist, dass Sie die Auswahl mit Hilfe der Pfadpunkte auch wieder verändern können. Haben Sie eine Fläche markiert, klicken Sie einfach hinein und sie ist ausgewählt. Zur Beherrschung dieses Tools bedarf es einiger Übung. Für anspruchsvollere Aufgaben ist es jedoch unverzichtbar.

Die intelligente Schere bemüht sich, beim Setzen der Klicks die Auswahl an Farb- oder Helligkeitskanten entlang zu ziehen. Manchmal klappt das ganz gut. In der Optionsbox können Sie die Schwellenwerte verändern.

Transformationswerkzeuge

Ist dieses Werkzeug aktiviert, können Sie Ihre Auswahl mit der Maus greifen und verschieben.

Die Lupe ist kein richtiges Transformationswerkzeug, weil sie nur die Darstellung am Bildschirm vergrößert oder verkleinert. Das Bild an sich wird dabei nicht verändert. Für die Verkleinerungsfunktion halten Sie einfach die Shift-Taste gedrückt, während Sie mit der Maus klicken.

Für eine echte Bildvergrößerung öffnen Sie durch einen Rechtsklick in Ihr Bild das Kontextmenü und wählen Bild -> Größe verändern (engl. Image -> Scale Image). In der nun geöffneten Einstellungsbox kann man die Höhe und Breite des Bildes nach Prozentangaben oder Pixelwerten verändern.

Mit dem Messerwerkzeug können Sie Ihr Bild zurechtschneiden. Für einen ästhetisch angenehmen Eindruck bei Landschaftsaufnahmen empfiehlt es sich z. B., dem Himmel ein Drittel und der Landschaft zwei Drittel der Bildhöhe zur Verfügung zu stellen. Setzen Sie die Maus an und ziehen Sie ein Rechteck auf. Ein Klick in dieses Rechteck, und schon wird der umliegende Bereich weggeschnitten. Keine Angst, mit Strg + Z können Sie das sofort wieder ungeschehen machen. Außerdem können Sie auch die Größe des Rechtecks verändern. Verändern Sie die Ausschnittsgröße, indem Sie mit der Maus die Punkte, an denen die Linien im 90°-Winkel zusammenstoßen, greifen und verschieben. Sie können auch bequem das ganze Rechteck mit Hilfe der Punkte, an denen sich die Linien kreuzen, verschieben.

Hinter diesem Icon verbirgt sich eine für den Anfänger auf den ersten Blick verwirrende Funktionsvielfalt. Das Werkzeug besitzt aber einen hohen Spaßfaktor. Sie können entweder das ganze Bild bearbeiten, indem Sie auf das Werkzeug-Icon klicken und danach in das Bild, oder Sie bearbeiten einen Ausschnitt, indem Sie erst eine Auswahl festlegen und dann auf das Werkzeug-Icon klicken.

Insgesamt stehen Ihnen vier verschiedene Funktionen zur Verfügung: Sie können das Bild oder die Auswahl um einen frei festlegbaren Rotationspunkt drehen (Rotieren) Rotation, Sie können vergrößern oder verkleinern (Skalieren) Scaling, Sie können ein Rechteck in ein Trapez verwandeln (Scheren) Shearing, oder Sie können eine Fläche perspektivisch verzerren Perspective, so dass es aussieht als ob Sie ein Bild schräg von der Seite betrachten. Die Grundeinstellung ist auf Rotation eingestellt, die anderen Funktionen bestimmen Sie in der Optionsbox, die sich durch Doppelklick auf das Werkzeug-Icon öffnet.

Ein einfaches Werkzeug, das den ausgewählten Bereich entweder links-rechts (horizontal) oder oben-unten (vertikal) spiegelt.

Wenn Sie Ihr ganzes Bild oder eine Auswahl mit einem Transformationswerkzeug verändert haben, müssen Sie diese so genannte schwebende Auswahl in das Bild übernehmen. Vor dieser Übernahme können Sie Ihr Transformationsergebnis noch nachträglich verändern. Für die Einbindung der Veränderungen in das Bild gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Sie können Tastenkombinationen nutzen oder Sie klicken irgendwo neben die Auswahl in das Bild oder wählen ein anderes Auswahlwerkzeug und benutzen dieses.

Malwerkzeuge

Die ersten Werkzeuge der folgenden Liste unterscheiden sich etwas von den anderen Malwerkzeugen. Sie werden dennoch hier behandelt, da sie vor allem zum Hinzufügen von Farbe oder Text und nicht zum Ändern verwendet werden. Die von GIMP zur Verfügung gestellten Malwerkzeuge haben im Original bestimmte Maleigenschaften, die von GIMP nachgeahmt werden. Sie können durch eine entsprechende Optionseinstellung unterschiedliche Bleistifte simulieren oder Ihre Pinselstärke ganz nach Ihren Bedürfnissen einrichten. In den Optionsboxen der Werkzeuge befindet sich der Schieberegler Deckkraft Opacity. Damit stellen Sie die Deckkraft der benutzten Farbe ein. Mit dem Menü-Punkt Modus legen Sie fest, wie Ihre gemalten Linien oder Flächen ins Bild integriert werden. Je nach Werkzeug haben die unterschiedlichen Modi auch unterschiedliche Auswirkungen.

T steht für Texteingabe. Sie haben in GIMP umfangreiche Möglichkeiten, Texte in einem Bild zu platzieren und zu gestalten. Ein Doppelklick auf das Werkzeug öffnet die Optionsbox. Durch Aktivierung oder Deaktivierung des Buttons Dynamischen Text benutzen wählen Sie bei der Text­eingabe eine einzelne Zeile oder ein Texteingabefenster mit der Möglichkeit, mehrere Zeilen mit der Schriftformatierung (linksbündig, mittig, rechtsbündig) einzugeben. Ein Klick mit aktiviertem T-Werkzeug in das Bild öffnet dann die entsprechende Dialogbox, in der Sie Schriftart, Schriftgröße und in den entsprechenden Feldern Ihren Text eingeben können.

Warnung

Wenn Sie den Text nicht extra in einer eigenen Ebene sichern, können Sie ihn später nicht mehr einzeln bearbeiten, da er in Pixelform in Ihr Bild eingebunden wird. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Ebenen.

GIMP stellt ein relativ einfaches Textwerkzeug zur Verfügung. Viele Texteffekte wie Schatten oder Farbverlauf im Text müssen theoretisch manuell eingegeben werden. Praktischerweise stehen jedoch mit den Script-Fu-Werkzeugen oder im Kontextmenü Filter (Filters) viele automatische Veränderungsabläufe zur Verfügung, die teilweise extra für Text hergestellt wurden. Schauen Sie sich auf jeden Fall das Scipt-Fu-Menü im Kontextmenü an, und scheuen Sie sich nicht zu experimentieren.

Mit der Pipette können Sie gezielt Farben aus Ihrem Bild auswählen und in die Farbauswahlbox übertragen. Wenn Sie mit aktivierter Pipette auf eine bestimmte Farbe im Bild klicken, wird diese aktiviert. So finden Sie ganz schnell etwa einen ganz bestimmten Hautton, den Sie für Reparaturarbeiten auf Ihrem Foto benötigen.

Mit dem Farbeimer können Sie eine ausgewählte Fläche mit Farbe vollschütten. An Stelle einer bestimmten Farbe kann man auch ein Muster aus den zur Verfügung stehenden Vorlagen auswählen. Vor der Füllaktion müssen Sie dann in der Optionsbox den Button Musterfüllung aktivieren. Die Auswahl wird mit den entsprechenden Einstellungen übermalt.

Das Icon stellt einen Grau- oder Farbverlauf dar. GIMP besitzt einige vordefinierte Farbverläufe, mit denen Sie Ihren ausgewählten Bereich auf"|füllen können. Auch dieses Werkzeug ist relativ kompliziert zu bedienen und erfordert einige Übung, vor allem wenn Sie Farbverläufe transparent über ein Bild legen wollen.

Mit dem virtuellen Bleistift können Sie freihändig Linien zeichen. Die Linienart, also Breite und Form des Stiftkopfs, legen Sie mit Hilfe des rechten unteren Icons fest, indem Sie auf Pinselauswahl (siehe Hilfetext, der sich öffnet) klicken. Sie bemerken, es stehen Ihnen Bleistiftspitzen zur Verfügung, die in der Realität gar nicht existieren. Sie können Ihre Bleistiftspitze ganz fein oder auch ganz breit festlegen, oder Sie wählen eine andere spezielle Form aus.

Der Pinsel erzeugt einen weicheren, eher wässrigen Effekt als der Bleistift. In der entsprechenden Einstellungsbox können Sie sogar das Verblassen (die Farbintensität lässt beim Malen langsam nach) oder einen Farbverlauf (Auswahl über die Farbverlaufeinstellung) festlegen. Ist die Option Verblassen aktiviert, müssen Sie – wie in Wirklichkeit – den Pinsel bzw. den Cursor lösen und nochmal ansetzen, um Farbe aufzutragen.

Der Radiergummi radiert nicht nur, er un-radiert auch. Wenn Sie mit Hilfe der eben schon erwähnten Pinselauswahl einen bestimmten Pinselmodus anwählen, können Sie außerdem die Form des Radiergummis individuell einstellen.

Der Airbrush ermöglicht das Arbeiten wie mit einer richtigen Farbspritzpistole. Sie können die Luftdruckeinstellung (Pressure) verändern und natürlich auch die vielen verschiedenen Pinseleinstellungen nutzen.

Der Stempel ist ein sehr wichtiges Werkzeug für die Fotoretusche. Er wird als so genanntes Klon-Werkzeug bezeichnet. Mit ihm können Sie Bildteile festlegen, die Sie dann klonen. Konkret bedeutet das, dass Sie unter Umständen sehr präzise festlegen, welcher Bildteil in welcher Form wohin kopiert wird. Das Ganze hat aber relativ wenig mit den Funktionen Ausschneiden und Einfügen zu tun, sondern Sie benutzen die Malfunktion. Mit deren Hilfe können Sie Form und Deckkraft Ihres imaginären Pinsels einstellen. Interessant wird es z. B., wenn Sie ein altes Foto mit weißen Flecken haben.

Aktivieren Sie das Klonwerkzeug und öffnen Sie ggf. dessen Optionsbox. Halten Sie die Shift-Taste und setzen Sie einen Mausklick auf den Bildbereich, der als Vorlage für das Kopieren gilt. Dann lassen Sie die Maustaste los und zeigen mit dem Cursor auf die schadhafte Bildstelle. Wenn Sie jetzt die linke Maustaste drücken und bewegen, wird derjenige Bildteil unter dem Mauszeiger eingefügt, den Sie im ersten Arbeitsgang markiert haben. Wenn Sie die Maus nach oben bewegen, verschiebt sich auch der Bereich, der kopiert wird, nach oben. Die Stelle wird durch ein Fadenkreuz gekennzeichnet. Je nach Pinseleinstellung wird entweder ein kleiner oder ein großer Radius, und je nach Werkzeugeinstellung wird entweder deckend oder transparent kopiert. Sie werden dieses Werkzeug des Öfteren brauchen, um Ihre Fotos auszubessern. Es lassen sich z. B. unerwünschte Texte aus eingescannten Bildern entfernen oder auch Hautunreinheiten wegretuschieren.

Der Wassertropfen ist ein Werkzeug für das feine manuelle Weichzeichnen und Schärfen von Bildteilen. Welche der beiden Aktionen aktiv ist, wird in der Optionsbox festgelegt. Die Pinselauswahl bestimmt wieder Größe und Ränder des Manipulationsbereichs. Das Weichzeichnen-Werkzeug legt einen Dunstschleier über das Bild, oder, wie bei der Verwendung des Wassertropfens, über die bemalten Stellen. Das Schärfen ist das Gegenteil. Hier versucht das Programm, den Kontrast zu erhöhen und Kanten besser voneinander abzusetzen. Das Schärfen funktioniert hervorragend, wenn Sie die Bilder dann aus größerer Entfernung ansehen. Allerdings bedeutet es auch einen Informationsverlust. Ganz aus der Nähe, also stark vergrößert betrachtet, sehen die Bilder dann sehr pixelhaft aus.

Die Zeichenfeder ist nicht nur zum Zeichnen, sondern auch für Kalligrafie geeignet. Richtig gut schreiben kann man jedoch nur mit einem Grafiktablett. In den Werkzeugeinstellungen können Sie die Federform Ihren Wünschen anpassen. Machen Sie die Feder schmal, dann können Sie bessere Effekte erzielen.

Das Werkzeug-Icon, das wie eine Stecknadel aussieht, ist eigentlich ein dünner Holzstab mit einem aufgeklebten, lichtundurchlässigen Pappkreis. Ein derartiges Gerät braucht man im Fotolabor für die perfekte Belichtung eines manuellen Papierabzugs. Da nur die wenigsten Negative (oder Positive) perfekt ausgeleuchtet sind, wedelt man während der Belichtung des Fotopapiers mit diesem Teil über diejenigen Bildstellen, die sonst zu dunkel werden. So kann die Belichtung einzelner problematischer Bildteile individuell geregelt werden. Das Gegenteil ist ein Fotokarton mit einem kleinen Loch in der Mitte zum Nachbelichten. Genau diese beiden Funktionen erfüllt das GIMP-Werkzeug. Sie können einzelne Bildteile abwedeln (= heller machen) oder nachbelichten (= dunkler machen). Für die Entstehung weicher Übergangsränder empfiehlt es sich, in der Pinselauswahl eine diffuse Pinselform auszuwählen.

Der Finger in diesem Werkzeug-Icon fährt gerade über die auf das Papier gebrachte Farbe und verschmiert diese. Durch das Verschmieren können Sie sehr interessante Effekte erzielen.

Mit dem Zirkel können Sie Entfernungen und Winkel messen. Schalten Sie in der zugehörigen Optionsbox den Button Benutze Info-Fenster ein.

Farb-, Pinsel-, Muster- und Verlaufsauswahl

Die Farb-, Pinsel- und Musterauswahl von GIMP werden im Werkzeugfenster angezeigt. Links befindet sich die wichtige Funktion der Farbauswahl. Rechts erkennt man die jeweils aktive Pinselform , das aktive Füllmuster und den aktiven Farbverlauf . Ein Klick auf den jeweiligen Bereich öffnet ein Dialogfenster für die individuelle Einstellung.